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Deutsches Weinlesefest 2019 | 3. bis 14. Oktober


Das Deutsche Weinlesefest ist mit dem größten Winzerfestumzug in Deutschland der Höhepunkt der Weinfestsaison in der Pfalz. Während in kühlen Winzerkellern noch der Most gärt, feiert Neustadt an der Weinstraße Erntedank.

Erste Fassproben lassen die Qualität des neuen Jahrgangs erschmecken; der „Neue“ wird in Dubbegläsern serviert, die guten Rieslinge und Spätburgunder im Glas mit Sti(e)l.


Übersichtsplan 2018

Historische und traditionelle Entwicklung

Die eigentliche Geschichte des Deutschen Weinlesefestes reicht in das Jahr 1909 zurück. Dort wurde in der "Perle der Pfalz" erstmalig mit einem Winzerfestumzug der Auftakt zu den Weinfesten gegeben. Dieser Festumzug im Jahre 1909 war den Nachforschungen zufolge vorwiegende von neustadter Weinfirmen und Neustadter Weinbaubetrieben gestaltet. Ein sogenanntes Abschlussfest fand in der Turnhalle statt.

Dieses erste Weinfest wurde 1910, 1911, 1912 und 1913 wiederholt. Träger der jeweiligen Veranstaltung war der Neustadter Verkehrsverein, der im Jahre 1913 diesem Weinfest in Neustadt die Bezeichnung "Großer Weintag" gab.

In der Folgezeit, und zwar ab 1914 unterblieben diese "Großen Weintage" offenbar wegen Ausbruch des ersten Weltkrieges und der nachfolgenden Inflationswirren. Jedenfalls erfolgten keine Weinfeste mehr bis zum Jahre 1928.

Es ist dem Neustadter Verleger und Druckereibesitzer Daniel Meininger zu verdanken, dass 1929 erstmalig a) wieder nach dem Krieg ein Weinfest überhaupt stattfand, b) erstmalig dem neuen Wein ein Name gegeben wurde und c) 1931 erstmalig eine Weinkönigin gewählt und gekrönt wurde.

Meininger unternahm diese Initiative in seiner Eigenschaft als damaliger Vorsitzender des Verkehrsvereins. Die erste Weinkönigin der Pfalz hieß Ruth Bachroth und kam bezeichnenderweise aus Pirmasens. Der erste Taufname für den neuen Wein hieß "Graf Zeppelin", wohl in Anlehnung an den legendären Luftschiffkapitän Hugo Eckner, der damals seine ersten Luftschiffreisen unternahm.

Die Folgejahre zeigten in den Wienfesten eine stets aufwärts steigende Tendenz und führten immer mehr hin zu einem Pfälzer Weinfest überhaupt. 1937 sind auch die ersten Anfänge eines Winzerdorfes zu finden. Im städtischen Bauhof wurden seinerzeit sieben Holzhäuser im Fachwerkstil gebaut, auf dem Bahnhofs- und Saalbauvorplatz aufgestellt und von Gruppen der Deutschen Weinstraße während des Weinfestes bewirtschaftet. Leider fiel diese erste Garnitur Weinhäuser dem zweiten Weltkrieg zum Opfer. Sie wurden beim Bau des Westwalls als Bauhütten für die Bauarbeiter verwandt und kamen nicht mehr zurück.

Das letzte Pfälzer Weinfest wurde 1938 abgehalten. Bedingt durch den zweiten Weltkrieg fand zwischen 1939 und 1945 kein Weinfest mehr statt.

Das erste Weinfest nach dem zweiten Weltkrieg wurde 1946 als "Pfälzer Herbsttage" mit einem Heimatabend im Saalbau aufgezogen. Ausgeschenkt wurde seinerzeit Wein, der von den Besatzungsmächten beschlagnahmt gewesen war und auf energische Intervention des Verkehrsvereins von der Besatzungsmacht für den Zweck der Pfälzer Herbsttage  freigegeben wurde. Die erste Weinkönigin auf Pfälzer Ebene nach dem zweiten Weltkrieg wurde während der "Pfälzer Herbsttage" 1947 vom 18. bis 26. Oktober gewählt und gekrönt. Es war Fräulein Ilse Kurz aus Mußbach. 

1947 war auch die Wiedergeburt der festzüge. In diesem Jahr zog der erste Winzerfestumzug nach dem Krieg durch die Straßen der Stadt.

1948 wurde das erste die Wahl und Krönung umrahmende Spiel unter dem Motto "Der Wein ist unser Leben" veranstaltet. Zur Weinkönigin wurde 1948 Fräulein Cäcilie Hormut aus St.Martin gewählt.

Zwischen den Jahren 1948 und 1954 engagierten sich für die Weinfeste a) die Stadt Neustadt mit dem Teilbereich "Propaganda und Festplatz" (wobei die Festhalle "Deutsches Weinfest" in städtischer Regie und durch städtisches Personal bewirtschaftet wurde,  b) der Pfälzische Verkehrverband für den Teilbereich "Winzerfestzug", c) der Verkehrsverein Neustadt für die Durchführung der "Wahl- und Krönungsveranstaltung". 

Während des Jahres 1949 reifte der Gedanke, die "Pfälzer Herbsttage" auf überregionale Ebene zu stellen. Aus diesem Jahr stammen auch die Verhandlungen mit der damaligen Deutschen Weinwerbung (heute Deutsches Weininstitut, Mainz). In Oppenheim wurde in einer Tagung beschlossen, alle deutschen Weinanbaugebiete in das Geschehen mit einzubeziehen und den Begriff "Deutsches Weinlesefest" zu verwenden.

Erste Deutsche Weinkönigin wurde im Jahre 1949 Fräulein Elisabeth Kuhn aus Neustadt-Diedesfeld.

Der Charakter des Überregionalen, verkörpert durch die Bezeichnung "Deutsches Weinlesefest", fand 1951 einen verstärkt sichtbaren Ausdruck darin, dass erstmals überhaupt eine Weinprobierhalle der 11 Deutschen Weinanbaugebiete aufgebaut und bewirtschaftet wurde.

Bis heute wurden (einschließlich dem Jahr 2008) 74 Weinlesefeste gefeiert und es fanden insgesamt 69 Winzerfestumzüge statt.

Anreise & Parken

Anreise mit dem Auto/Reisebus und Parkmöglichkeiten

Neustadt an der Weinstraße liegt an der BAB 65 und verfügt über zwei Anschlussstellen, von der aus sich schnell die nahe gelegenen Autobahnen Richtung Frankfurt, Köln, Stuttgart und Kaiserslautern erreichen lassen. Außerdem führen die Bundesstraßen 38 zwischen Landau und Ludwigshafen, sowie die B-39 zwischen Speyer und Kaiserslautern durch Neustadt an der Weinstraße. Am Tag des Winzerfestumzugs sollten Sie möglichst nicht oder schon sehr frühzeitig mit dem eigenen Auto anreisen.

Parken

Achtung: In der Adventszeit werden zahlreiche zusätzliche Parkplätze zur Verfügung gestellt. Flyer Adventsparken 2018

Parkplätze: Festwiese (Wiesenstraße), Friedrichstraße, Alter Turnplatz (Exterstraße), Kohlplatz*, Bachgängel West*, Bachgängel Ost*, Strohmarkt Nord/Süd, Mitfahrerparkplatz am Hauptfriedhof (Landauer Straße)

*außer am Umzugssonntag (2. Sonntag im Oktober)

Parkhäuser: Parkhaus Klemmhof (P1 mit Dach), Infos www.ps-huefner.de (Täglich 24 Stunden geöffnet)

Parkhaus Hetzelgalerie (Exterstraße) (P2 mit Dach)

Einfahrt: Mo bis Fr 7:00 - 23:00 Uhr, sonn- und feiertags: 9:00 -23:00 Uhr. Ausfahrt immer möglich

Schwerbehindertenparkplätze: Alter Turnplatz, Bahnhofstraße, Bahnhofsvorplatz, Landschreibereistraße, Konrad-Adenauer-Straße, Hetzelstraße/Juliusplatz, Festweise, Bahnhof NW Böbig

Park & Ride: Park&Ride am Hauptbahnhof, Park&Ride Rosslaufstraße, Park&Ride Böbig

Ein Übersicht aller Parkplätze finden Sie im Parktplan


Parken mit dem Reisebus

Für Reisebusse gibt es zwei offizielle Busparkplätze: Neben der Esso Tankstelle in der Landauer Straße und in der Winzinger Straße neben der Festwiese.

Anfahrt aus Richtung Landau/Ludwigshafen: Auf B 39 Landauer Straße, Winzinger Straße (Achtung 3,9 m Durchfahrtshöhe), Martin-Luther-Straße und zum Böbig, Martin-Luther-Straße, Robert-Stolz-Straße, Landwehrstraße.

Anfahrt aus Richtung Kaiserslautern: Talstraße, Ludwigstraße, Maximilianstraße, Winzinger Straße zur Festwiese bzw. auf den Parkplatz Böbig, Maximilianstraße, Robert-Stolz-Straße, Landwehrstraße.


Anreise mit Bus und Bahn

Besonders bietet sich die Anreise mit der Bahn an, denn Neustadt an der Weinstraße ist Verkehrsknotenpunkt und liegt an der Hauptachse der Fernverkehrsverbindung Mannheim - Paris.

Informationen erhalten Sie im Internet unter www.bahn.de oder beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) rund um die Uhr unter 01805.V R N I N F O bzw. 01805.8764 636 (14 Cent/Min. aus dem Festnetz, max. 42 Cent/Min. aus Mobilfunknetzen.), per Handy unter wap.vrn.de oder unter www.vrn.de oder unter www.der-takt.de.

Für das Gebiet des VRN empfehlen wir Ihnen für die Fahrt die VRN-Tages-Karte. Für bis zu fünf gemeinsam reisende Personen oder eine Person mit beliebig vielen eigenen Kindern bzw. Enkeln bis einschließlich 14 Jahre (sog. Familienkinder) und max. eine weitere zahlungspflichtige Person.

Das Rheinland-Pfalz-Ticket/ Saarland-Ticket: Gültig in alle Nahverkehrszügen, Verkehrsverbünden sowie fast allen Linienbussen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mehr Infos hier.


Mit Bus und Bahn zum Deutschen Weinlesefest

Besonders komfortabel ist die Anreise mit Bus und Bahn nach Neustadt an der Weinstraße - speziell zum Deutschen Weinlesefest und Winzerfestumzug. Der Festbereich und das Winzerdorf ("Haiselscher") befinden sich unmittelbar vor dem Neustadter Hauptbahnhof.

Die Bushaltestellen werden vom HBF Neustadt in die Landauer-Str. an der Esso-Tankstelle verlegt. Am Sonntag 14.10.2018 werden wegen dem Winzerfestumzug die Haltestellen von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr an die Haltestelle Krankenhaus in der Landauer-Str. verlegt.

Lageplan Haltestellen während des Deutschen Weinlesefestes


Parkmöglichkeiten für Reisemobile

Öffentliche Reisemobilstellplätze:

An der Martin-Luther-Kirche in der Martin-Luther-Straße. 30 Plätze mit Ver- und Entsorgungsstation.

Parkplatz am Rebenmeer im Weindorf Duttweiler (20 Plätze)

Parkplatz Dammstraße-Ost (neben Schwimmbad) im Weindorf hambach (20 Plätze)

Parkplatz Festplatz am Mandelring unterhalb der Pergola im Weindorf Haardt

Und: Viele Winzer in den Weindörfern freuen sich auf den Besuch von Reisemobilisten.

Hier finden Sie alle Reisemobilstellplätze.