Repowering Solarpark Neustadt an der Weinstraße offiziell in Betrieb genommen

Vor über 20 Jahren schrieb die Photovoltaik (PV)-Freiflächenanlage am Flugplatz Lilienthal in Neustadt an der Weinstraße (Lachen-Speyerdorf) Energiegeschichte. Sie galt als eine der größten Anlagen Deutschlands und war zudem eine der ersten, die damals eine Bürgerbeteiligung ermöglichte.

Am 27. Mai 2026 schlägt der Solarpark nun ein neues Kapitel auf: die PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT und die Stadtwerke Neustadt feiern nach umfassendem Repowering (Modernisierung) die offizielle Inbetriebnahme des PV-Parks. Die einstige Vorzeigeanlage wird damit erneut zu einem zukunftsfähigen, wirtschaftlich tragfähigen Baustein der erneuerbaren Stromversorgung – und übernimmt wieder eine Vorreiterrolle in der regionalen Energiewende.

Gemeinsam haben Pfalzwerke und Stadtwerke gezeigt, wie sich Pioniergeist, moderne Technologie und kommunale Verantwortung erfolgreich verbinden lassen.

Leistungsverdopplung ohne zusätzlichen Flächenverbrauch

Die PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT hat die Photovoltaikanlage aus dem Jahr 2003 auf bestehender Fläche technisch erneuert und ihre Leistung mehr als verdoppelt. Der modernisierte PV-Park verfügt nun über eine installierte Leistung von rund 4,6 Megawatt. 7.737 neu verbaute Module erzeugen jährlich etwa 5,5 Millionen Kilowattstunden Solarstrom, ausreichend für rund 2.000 Haushalte.

Der Solarpark wird nun in einer gemeinsamen Betreibergesellschaft von Pfalzwerken und Stadtwerken Neustadt namens „Solarpark Neustadt GmbH“ betrieben. Eigentümerin und Verpächterin der Fläche ist die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Neustadt (WEG).

Das Projekt zeigt beispielhaft, dass das Auslaufen der EEG-Förderung kein Rückbaukriterium sein muss, sondern bestehende Infrastruktur zukunftsfähig weiterentwickelt und regionale Wertschöpfung langfristig gesichert werden kann.

Repowering als Schlüssel für die kommunale Energiewende

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist eine zentrale Aufgabe von Städten und Kommunen. Gerade vor dem Hintergrund begrenzter Flächen und steigender Energiebedarfe bietet Repowering hier eine überzeugende Lösung: Bestehende Standorte werden effizienter genutzt, Genehmigungen und Netzanschlüsse bleiben erhalten und die Akzeptanz vor Ort ist bereits gegeben“, sagt Dominik Habig, Vorstandsmitglied Pfalzwerke Aktiengesellschaft. „Projekte wie in Neustadt zeigen, dass das Vorantreiben der regionalen Energiewende und kommunale wirtschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen können.“

Für Städte und Gemeinden eröffnet Repowering die Chance, wirtschaftliche Stabilität, den Ausbau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen und Versorgungssicherheit miteinander zu verbinden. Statt Rückbau oder Stilllegung älterer PV-Anlagen kann durch sinnvolle Modernisierung ein zukunftsfähiges Betriebsmodell entstehen, das langfristig Erträge sichert und gleichzeitig einen messbaren Beitrag zur regionalen Stromversorgung leistet. 

Starke Partnerschaft für Neustadt und die Region

„Dieses Projekt zeigt in aller Deutlichkeit, was regionale Zusammenarbeit für die Energietransformation leisten kann: Gemeinsam mit den Pfalzwerken haben wir eine zukunftsfähige Betreibergesellschaft geschaffen, die technologische Kompetenz und regionale Verantwortung bündelt. Aus der 2004 auf dem ehemaligen Militärflugplatz Lilienthal entstandenen Solaranlage wird heute ein moderner Energiestandort mit einer jährlichen Netzeinspeisung von über 5,5 Millionen Kilowattstunden. Mit einer Investition von mehr als zwei Millionen Euro stärken wir nicht nur die erneuerbare Energieversorgung vor Ort, sondern auch die regionale Wertschöpfung – ohne zusätzliche Flächen in Anspruch zu nehmen“, ergänzt Holger Mück.

„Das Repowering der Photovoltaik-Freiflächenanlage am Flugplatz Lilienthal auf der Liegenschaft der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Neustadt (WEG) ist ein Beispiel für gelungene Zusammenarbeit kommunaler und regionaler Energie- und Wirtschaftsakteure“, betont Karin Henneke, Geschäftsführerin der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Neustadt. „Gemeinsam setzen wir hier ein Zeichen, wie man die in solchen Repowering-Projekten bestehende Infrastruktur nachhaltig ohne mehr Flächenverbrauch weiternutzen und die Leistung erhöhen kann!“ Henneke ergänzt: „Darüber hinaus trägt der für die Zukunft fit gemachte Solarpark nicht nur zur grünen Stromversorgung Neustadts bei, sondern sorgt auch für Einnahmen der WEG, die für Standortprojekte eingesetzt werden können!“

Auf einen Blick: Repowering Solarpark Neustadt an der Weinstraße

  • Standort: Neustadt an der Weinstraße, Flugplatzstraße (am Flugplatz Lilienthal, Lachen-Speyerdorf)
  • Ursprüngliche Inbetriebnahme der Anlage: 2004
  • Der Bau erfolgte in 2003 durch das Unternehmen PFALZSOLAR GmbH, das 2024 mit seiner Muttergesellschaft der PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT verschmolzen wurde.
  • 2025 auf 2026 erfolgte die vollständige technische Erneuerung der bestehenden Anlage
  • Gesamtdauer des Repowering-Projektes: Rund 7 Monate (Oktober 2025 bis Mai 2026)
  • Neue Anlage 7.737 Module (durchgängige Reihen) / Alte Anlage: 6.864 Module (Einzeltische)
  • Installierte Leistung: von 2 MW auf rund 4,6 MW gesteigert
  • Jahresertrag: ca. 5,5 Mio. kWh Solarstrom
  • Versorgung: rund 2.000 Haushalte
  • Investitionssumme Repowering Projekt: über 2 Mio. Euro
  • Flächennutzung: kein zusätzlicher Flächenverbrauch, bestehende Infrastruktur und Netzanschluss weitergenutzt
  • Besonderheiten: Recycling bzw. Weitervermarktung der Altmodule, Schafbeweidung und Biodiversitätsmaßnahmen bleiben erhalten
  • Betrieb: Pfalzwerke und Stadtwerke haben eine gemeinsame Betreibergesellschaft – die „Solarpark Neustadt GmbH“ – gegründet. Beide Unternehmen halten eine Beteiligung von jeweils 50 Prozent. Die Gesellschaft übernimmt die Finanzierung und den Betrieb des Solarparks.
  • Flächeneigentümerin / Verpächterin ist die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Neustadt (WEG)

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Autor: Pressestelle, 28.05.2026