Was ist die Vorgehensweise für die Einführung von BMM?

Der Einstieg in ein betriebliches Mobilitätsmanagement erfolgt idealerweise strukturiert und mit aktiver Beteiligung der Mitarbeitenden:

Kommunikation und Beteiligung (in allen Schritten)

  • Handlungsbedarf und Motivation klären
  • Ressourcen definieren
  • Mobilitätsbeauftragte oder ein Mobilitätsteam benennen
  • transparent und kontinuierlich zum Vorhaben kommunizieren (Ziele, Maßnahmen, Ergebnisse)

Bestandsaufnahme und Analyse

  • Pendelwegen, Fuhrpark, Dienstreisen und Parkraumnutzung erfassen
  • Mobilitätsbedürfnisse der Mitarbeitenden abfragen (Datenschutz beachten!)
  • Ergebnisse auswerten und Einspar- und Verbesserungspotenzialen identifizieren

Zieldefinition und Strategie

  • strategische Ziele festlegen (z. B. CO₂-Reduktion, Kostensenkung, Zufriedenheit)
  • konkrete, messbare Ziele ableiten (z. B. Anteil des Nahverkehrs auf der Strecke XY erhöhen, Anteil des Radverkehrs erhöhen, Anteil der Fahrgemeinschaften erhöhen)
  • durch einen möglichst geringen finanziellen, technischen und organisatorischen Aufwand den größtmöglichen Effekt erzielen

Planung von Maßnahmen

  • Maßnahme-Übersicht mit gesteckten Zielen und Kalkulation bzw. Einschätzung der Investitionskosten, Verwaltungsaufwand und zu erwartenden finanziellen, ökologischen und gesundheitlichen Vorteilen erstellen
  • Maßnahmen sinnvoll kombinieren, z. B. angebotsorientierte „Push-Maßnahmen“ (weg vom Auto) und nachfrageseitige „Pull-Maßnahmen“ (hin zum umweltfreundlichen Verkehrsmittel), z. B. Anzahl der Stellplätze reduzieren (Push) und Dienstfahrräder anbieten (Pull)

Umsetzung und Monitoring

  • Maßnahmen abstimmen und Pilotprojekte starten
  • Kennzahlen erfassen und Maßnahmen evaluieren
  • BMM kontinuierlich weiterentwickeln und in bestehende Management- oder Qualitätssysteme integrieren