Armin Deitersen - Engagement mit Überzeugung

Armin Deitersen engagiert sich seit über 25 Jahren ehrenamtlich – vor allem beim TuS Haardt, aber auch im Sportverband Neustadt, in der Kleinkunstbühne „Reblaus“ sowie in verschiedenen Projekten der Ortsgemeinde Haardt. Von 2002 bis 2025 war er als Pressewart Mitglied des Vorstands des TuS Haardt und ist bis heute in vielfältigen Aufgabenbereichen aktiv. Dazu zählen die Öffentlichkeitsarbeit ebenso wie die Begleitung von Sanierungsmaßnahmen an den vereinseigenen Gebäuden.

Auch im Sportverband Neustadt und in der „Reblaus“ bringt er sich als Beisitzer ein. Dort übernimmt er zahlreiche Aufgaben – von der Gestaltung und Pflege der Webseiten bis hin zur Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Bekanntheit der Vereine.

Darüber hinaus war Armin maßgeblich am Projekt „Bewegung und Begegnung“ beteiligt, das sich über vier Jahre erstreckte. Im Mittelpunkt stand die Neugestaltung des Haardter Sportplatzes in Kooperation mit der Stadt Neustadt, dem Land Rheinland-Pfalz sowie den Vereinen TuS Haardt e.V. und Pfalzbiker e.V. Die feierliche Einweihung fand 2025 in Anwesenheit der Stadtspitze statt.

Sein zeitlicher Einsatz liegt im Durchschnitt bei fünf bis zehn Stunden pro Woche – je nach Projektphase auch deutlich darüber hinaus.

"Zu sehen, was gemeinsam möglich ist, treibt mich an"
Für Armin ist das Ehrenamt eng mit dem Gefühl verbunden, gemeinsam etwas zu bewegen: „Das Gefühl, sagen zu können: Das haben wir gemeinsam geschafft, ist für mich ein großer Antrieb.“ Gleichzeitig erlebt er, wie das gesellschaftliche Leben durch Engagement spürbar bereichert wird. Er macht aber auch deutlich, dass Ehrenamt nicht nur positive Seiten hat. Der Umgang mit unterschiedlichen Meinungen, Vorurteilen und negativen Haltungen gehört für ihn ebenso dazu – ebenso wie der Anspruch, diesen Herausforderungen konstruktiv und wertschätzend zu begegnen.

Der Anfang: Eine prägende Rückkehr nach Deutschland
Der Grundstein für sein Engagement wurde vor rund 25 Jahren gelegt. Nach einem längeren beruflichen Aufenthalt in Asien wurde ihm bei der Rückkehr nach Deutschland bewusst, wie wichtig funktionierende soziale Strukturen und aktive Vereine für das gesellschaftliche Leben sind. Ein zusätzlicher Impuls kam aus dem persönlichen Umfeld: Als seine Frau Barbara von Stetten den Vorsitz des TuS Haardt übernahm, wuchs auch sein eigenes Engagement stetig – er beschreibt es selbst augenzwinkernd als „mitinfiziert“.

Motivation: Sinn stiften und Gemeinschaft erleben
Armins Motivation liegt in der Verbindung aus sinnvoller Tätigkeit und Begegnung mit anderen Menschen. „Ehrenamt bedeutet für mich, Sinn zu stiften und Freude an der Sache zu haben – an der Arbeit mit Menschen ebenso wie an der Umsetzung konkreter Projekte.“Besonders wichtig ist ihm dabei, neue Kontakte zu knüpfen und Teil einer lebendigen Gemeinschaft zu sein. Für ihn gehören Sport, Kultur und lokales Engagement untrennbar zusammen, da sie Räume für Austausch, Begegnung und Solidarität schaffen.

Viele Projekte – viele prägende Erfahrungen
Im Laufe der Jahre hat Armin an zahlreichen Projekten mitgewirkt. Zu den herausragenden zählen der Erhalt der TuS-Haardt-Sporthalle in den Jahren 2013 bis 2016 – nachdem ein Neubau abgelehnt worden war – sowie die Umgestaltung des Sportplatzes zu einem modernen Bewegungsraum mit Dirtpark-Anlage, Bouldersteinen und Spielplatz. Rückblickend sind es für ihn jedoch weniger einzelne Leuchtturmprojekte als vielmehr die Vielzahl an Aufgaben und Erfahrungen, die ihn geprägt haben.

Engagement als Teil des Lebens – nicht als Bühne
Nach 45 Berufsjahren in einem internationalen Umfeld hat Armin vor zwei Jahren seine berufliche Laufbahn beendet. Diese neue Lebensphase nutzt er, um sein ehrenamtliches Engagement weiter zu intensivieren. Gemeinsam mit seiner Frau ist er inzwischen auch im Vorstand des Sportverbands Neustadt aktiv und setzt sich dort für die Belange des Sports und der Vereine in der Region ein. Zusätzlich engagiert er sich im Vorstand der „Reblaus“ und arbeitet daran, den Verein als kulturellen Treffpunkt lebendig zu halten und weiterzuentwickeln. Auch im Ortsteil Haardt ist er in verschiedene Initiativen eingebunden und versteht sein Engagement als Beitrag zu einem Gemeinwesen, das von den Menschen vor Ort aktiv mitgestaltet wird.

Dabei ist ihm wichtig, keine persönliche Bühne zu suchen: „Es geht mir nicht um Selbstdarstellung, sondern darum, auf die Bedeutung des Ehrenamts aufmerksam zu machen.“ Für ihn ist Ehrenamt eine tragende Säule des gesellschaftlichen Lebens und der Demokratie – gerade in herausfordernden Zeiten. Gleichzeitig spricht er offen an, dass Engagement auch von Anerkennung lebt: „Ehrliche Rückmeldungen geben Kraft und zeigen, dass das eigene Tun wahrgenommen wird.“ Umso kritischer sieht er eine Haltung, bei der Angebote als selbstverständlich konsumiert werden, ohne das dahinterstehende Engagement zu sehen.

Sein Ausblick:
Armin ist sich bewusst, dass er sein Engagement in den kommenden Jahren schrittweise reduzieren wird. Die vielen Begegnungen, Projekte und Erfahrungen bleiben für ihn jedoch von großer Bedeutung und werden ihn nachhaltig begleiten.

Sein Appell:
Ehrenamt macht Freude und stiftet Sinn, erfordert aber auch Ausdauer, Verantwortungsbewusstsein und den Willen, Ideen gemeinsam umzusetzen. Entscheidend ist für ihn, dass Engagement aus Überzeugung entsteht – und nicht als Selbstzweck.

Homepage des TuS Haardt