Großes Interesse an der AG Rad – Stadtverwaltung begrüßt konstruktiven Austausch

Mehr als 50 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung zur öffentlichen AG Rad im Ratssaal, um sich über laufende, abgeschlossene und geplante Radverkehrsmaßnahmen zu informieren. „Wir freuen uns über die hohe Beteiligung und den engagierten Dialog“, betont Verkehrsdezernent Bernhard Adams.

Den Anfang machte Martin Burkhardt vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Nach einer kurzen Vorstellung des Vereins ging er auf zentrale Schwerpunktthemen ein. Im Fokus stand dabei die kritische Begleitung der Verkehrs- und Klimapolitik in Neustadt sowie konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Radinfrastruktur, zur konsequenten Verhinderung des Gehwegparkens und zum Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit.

Im Anschluss vermittelte Martin Meister die Hauptaufgaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der als weltweit größter Interessensvertreter für Radfahrende gilt. Er warb für Kursangebote zum sicheren E-Bike-Fahren, Fahrrad-Schrauberkurse für Frauen sowie für die Mitwirkung bei Projektwochen der Neustadter Gymnasien. Zudem kündigte Meister das neue ADFC-Radtourenprogramm an, das in Kürze auch als gedruckte Version erscheinen wird.

Miriam Kuder von der städtischen Verkehrsplanung informierte über die Veröffentlichung des Mobilitätskonzeptes 2030+, welches ab sofort auf der Website der Stadt (www.neustadt.eu/mobilität-verkehr) abrufbar ist. Es folgte der Zeitplan zum Radverkehrskonzept, das im September 2025 gestartet ist. Neben der konzeptionellen Erarbeitung sind auch Bürgerworkshops und die Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange geplant. Die Entwicklungen rund um die Umplanung der Exterstraße wurden ebenfalls erläutert. Mehr Infos gibt es am 23. April in der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den in den vergangenen zwölf Monaten umgesetzten Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem der neue Radschutzstreifen auf der Maximilianstraße, neue beziehungsweise erneuerte Markierungen in der Landauer Straße, Talstraße und Bahnhofstraße sowie die Umgestaltung der Saarlandstraße mit besonderem Augenmerk auf die Sicherheit von Fuß- und Radverkehr.

Große Zustimmung erhielt zudem die angekündigte Erweiterung der Radabstellanlage am Südausgang des Hauptbahnhofs (Schillerstraße).

Die Stabsstelle Klimaschutz, Klimaanpassung und nachhaltige Entwicklung, vertreten durch Andreas Manuel, informierte über das diesjährige Stadtradeln vom 6. bis 26. Juni sowie über die KIPKI-Bürgerförderung, die ab Anfang März beantragt werden kann.

Unter dem Titel „Carsharing statt eigenes Auto?“ sei an dieser Stelle auf eine kostenlose Infoveranstaltung hingewiesen, die am 26. März von 16 bis 17 Uhr im Citymanagement-Büro (Hauptstraße 74) abgehalten wird. Hier steht ein Experte von Stadtmobil Carsharing interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort.

Im interaktiven Abschlussteil hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, das ausgehängte Befahrungsnetz des Radverkehrskonzepts zu ergänzen und auf bislang nicht berücksichtigte Streckenabschnitte oder Gefahrenstellen hinzuweisen. Vor den Stellwänden entwickelte sich ein intensiver Austausch, der das große Interesse und Engagement der Bürgerschaft deutlich machte. Die Ergebnisse der Beteiligung werden nun ausgewertet und fließen in die weitere Ausarbeitung des Radverkehrskonzepts ein.

Die Stadtverwaltung bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten für das große Interesse und die konstruktiven Beiträge und freut sich auf den weiteren Dialog zur Förderung des Radverkehrs in Neustadt an der Weinstraße.

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Autor: Pressestelle, 27.02.2026