4. Was passiert mit dem in Neustadt eingesammelten Abfall? 

Der Abfall wird sortiert und möglichst umweltgerecht recycelt. Nicht verwertbare Abfälle werden ordnungsgemäß entsorgt, um Umweltbelastungen zu minimieren.

Die eingesammelten Bioabfälle werden ins Biomasse-Kompetenzzentrum (ZAK) nach Kaiserslautern gebracht und dort einer Vergärung zugeführt. Dabei entsteht Biogas, das zur Gewinnung von Strom und Wärme eingesetzt wird. Die Kompostierung stellt einen weiteren Schritt der Verwertung dar. Der erhaltene Kompost wird mit einem Gütesiegel versehen vermarktet. Siebüberläufe (größere Äste und Sträucher) werden in einem Biomasseheizkraftwerk, das sich am Standort befindet, thermisch verwertet.

Das Altpapier wird in Schifferstadt bei der Firma Jacob Becker nach Qualitäten sortiert und je nach Materialzusammensetzung in verschiedene Papierfabriken gebracht. Dort wird es aufbereitet und bei der Fertigung neuer Produkte eingesetzt. Papierfasern können bis zu 25 Mal wiederverwendet werden.

Die gesammelten Leichtverpackungen gelangen in spezielle Sortieranlagen, in denen Störstoffe entfernt und die verbleibenden Materialien nach Stoffgruppen getrennt werden. Auf diese Weise entstehen große Chargen einzelner Verpackungsarten wie Aluminium, Weißblech, Getränkekartons, Kunststoffflaschen, Folien oder Mischkunststoffe. Anschließend werden diese zu Aufbereitungsanlagen transportiert und dort entweder werkstofflich, rohstofflich oder energetisch verwertet.

Der Restabfall wird im Gemeinschafts-Müllheizkraftwerk Ludwigshafen verbrannt; die entstehende Hitze wird genutzt, um Strom und Fernwärme zu gewinnen. Das zurückbleibende Material kommt in eine Verwertungsanlage und wird beispielsweise im Straßenbau eingesetzt.

Glasverpackungen werden in Recyclingbetrieben sortiert und in können in Glashütten immer wieder zur Herstellung von neuen Glasprodukten genutzt werden.

Die Grünabfälle werden zerkleinert und in einem offenen Rotteverfahren kompostiert, um Kompost zu gewinnen.