Blanca- erste Gemahlin Kurfürsts Ludwigs III.

In der Stiftskirche zu Neustadt befindet sich die Grabplatte Blancas, Tochter König Heinrichs IV. von England, Gemahlin Kurfürst Ludwigs III. (1378–1436), die auch an der Decke im Chor der Stiftskirche mit Ludwig III. abgebildet ist, der die Gemälde gestiftet hat.

Blanca wurde 1392 auf Burg Peterborough geboren, ihre Eltern waren Heinrich IV., Sohn des John of Gaunt und der Blanche of Lancaster, und Mary de Bohun, Tochter von Humphrey de Bohun Earl of Hereford und Joan Fitzalan.

Aufschlussreich ist Blancas Biographie von der britischen Historikerin Mary Ann Everett Green (1818–1895), die insbesondere ihre Jugend in England beleuchtet. Blanca, englisch Blanche, hatte vier ältere Brüder, darunter König Heinrich V. von England, und eine jüngere Schwester Philippa. Am elterlichen Hof hatte ihre Mutter Mary einen Ort der Kunst und Kultur geschaffen, wie die Rechnungen über Minnesänger, Musikinstrumente und Schreibutensilien zeigen. Doch Mary starb 1394 mit nur 24 Jahren, und die Töchter wurden an wechselnden Orten aufgezogen. Als Vater Heinrich IV. 1399 König wurde, wurden sie Prinzessinnen und übernahmen repräsentative Pflichten, Blanca z.B. 1400 die Schirmherrschaft über ein Turnier, bei dem auch Kaiser Michael Palaiologos von Byzanz anwesend war.

Heinrich IV. von England (König 1399–1413) und der Wittelsbacher Ruprecht I. (dt. König 1400–1410) waren beide durch ihre Machtübernahme umstritten. Für sie war die Ehe ihrer Kinder Blanca und Ludwig III. eine Verbindung zu einem regierenden Haus, die ihre Macht festigte. Kommissare beider Seiten unterhandelten die Ehebedingungen, die eine reiche Mitgift Blancas umfassten, was Heinrichs IV. Kasse schwer belastete. Der Vertrag über die Heirat wurde am 9. Januar 1401 unterzeichnet. Die Eheschließung sollte an Ostern 1402 stattfinden. Dazu reiste Blanca nach Köln, wo Ludwig III. sie empfing.

Die Eheleute, die sich dort bei der Heirat erstmals sahen, fuhren nach Heidelberg, von wo Briefe Ruprechts I. und Ludwigs III. an Heinrich IV. die einhellige Begeisterung über Blanca bezeugten, deren Bescheidenheit besonders auffiel. Ein Selbstzeugnis von ihr fehlt bis jetzt leider. Die pfälzischen Geschichtsschreiber behandeln sie knapp und nur im Hinblick auf ihre Mitgift. Über die Heidelberger Zeit ist daher nur wenig bekannt.

Als Blanca etwa 15 Jahre alt war, erlitt sie eine Totgeburt, möglicherweise erholte sie sich davon gesundheitlich nicht mehr. Dennoch kam es zu einer weiteren Schwangerschaft, die sie aber nicht überlebte. Die Berichte über ihren Tod divergieren. Sicher ist, dass sie bei einer Reise im Elsass von Nasenbluten und Schwäche befallen wurde und, versehen mit den Sterbesakramenten, am 22. Mai 1409 in Hagenau starb. Sie hinterließ Sohn Ruprecht, gen. der Engländer, der aber seinen Vater nicht überlebte. Die Trauer war nach allen Zeugnissen groß.
Die feierliche Beisetzung erfolgte in der Stiftskirche zu Neustadt. Ludwig III., der eigentlich seine Dynastie sichern musste, wartete mit der nächsten Heirat acht Jahre – eine beachtlich lange Spanne.

Die Beziehungen zwischen England und der Pfalz blieben auch nach Blancas Tod eng und noch bei der Hochzeit Friedrichs V. von der Pfalz mit Elisabeth Stuart 1613 in Heidelberg wurde an die frühere englisch-pfälzische Verbindung erinnert.

Heinrich von England (Kg. 1399–1413) und der Wittelsbacher Ruprecht I. (deutscher König 1400–1410) waren beide durch ihre Machtübernahme umstritten. Für sie war die Ehe ihrer Kinder Blanca und Ludwig III. eine Verbindung zu einem regierenden Haus, die ihre Macht festigte.

Kommissare beider Seiten unterhandelten die Ehebedingungen, die eine reiche Mitgift Blancas umfassten, was Heinrichs IV. Kasse schwer belastete. Der Vertrag über die Heirat wurde am 9. Januar 1401 unterzeichnet. Die Eheschließung sollte an Ostern 1402 stattfinden. Dazu reiste Blanca nach Köln, wo Ludwig III. sie empfing.

Die Eheleute, die sich dort bei der Heirat erstmals sahen, fuhren nach Heidelberg, von wo Briefe Ruprechts I. und Ludwigs III. an Heinrich IV. die einhellige Begeisterung über Blanca bezeugten, deren Bescheidenheit besonders auffiel. Ein Selbstzeugnis von ihr fehlt bis jetzt leider. Die pfälzischen Geschichtsschreiber behandeln sie knapp und nur im Hinblick auf ihre Mitgift. Über die Heidelberger Zeit ist daher nur wenig bekannt.

Als Blanca etwa 15 Jahre alt war, erlitt sie eine Totgeburt, möglicherweise erholte sie sich davon gesundheitlich nicht mehr. Dennoch kam es zu einer weiteren Schwangerschaft, die sie aber nicht überlebte. Die Berichte über ihren Tod divergieren. Sicher ist, dass sie bei einer Reise im Elsass von Nasenbluten und Schwäche befallen wurde und, versehen mit den Sterbesakramenten, am 22. Mai 1409 in Hagenau starb. Sie hinterließ Sohn Ruprecht, gen. der Engländer, der aber seinen Vater nicht überlebte. Die Trauer war nach allen Zeugnissen groß. Die feierliche Beisetzung erfolgte in der Stiftskirche zu Neustadt. Ludwig III., der eigentlich seine Dynastie sichern musste, wartete mit der nächsten Heirat acht Jahre – eine beachtlich lange Spanne.

Die Beziehungen zwischen England und der Pfalz blieben auch nach Blancas Tod eng und noch bei der Hochzeit Friedrichs V. von der Pfalz mit Elisabeth Stuart 1613 in Heidelberg wurde an die frühere englisch-pfälzische Verbindung erinnert.

1927 wies die Archivarin Ulla Deibel nach, dass ein Prunkstück der bayerischen Schatzkammer in München, die sogenannte Krone Ruprechts, aus Blancas Mitgift stammt – ein Andenken an die junge Prinzessin, die 1402 für kurze Zeit in die Pfalz kam.