Die Weiterentwicklung der Legende
Der gebürtige Gimmeldinger und spätere Speyerer Bischof Johannes Geissel wiederholte und variierte 1828 in seinem Buch über den Kaiserdom zu Speyer Kuhlmanns Geschichte. Auch August Becker erzählt 1858 in seinem Klassiker "Die Pfalz und die Pfälzer" von Neustadts Errettung durch Kunigunde. Weitere Ausschmückungen und Variationen steuerte dann der Heimatforscher Friedrich Jacob Dochnahl in seiner Chronik von Neustadt an der Haardt aus dem Jahr 1867 bei. Dochnahl stützt seine Angeben auch auf ein angebliches Portraitgemälde der Kunigunde aus dem Besitz des Neustadter Bankiers Grohe-Henrich und ist tief enttäuscht, als der Gymnasiallehrer Lukas Grünewald 1902 eine Fehldeutung des Bildes nachweist.