In der Regel erfolgen innerhalb der Baustelle zunächst die Kanalarbeiten des ESN, dann die Leitungsarbeiten der Stadtwerke und dann die Straßenausbauarbeiten der Stadt (Abt. Tiefbau). Wieviel Prozent der Zeit wird auf was verwendet? Warum erfolgen die Kanal- und Leitungsarbeiten in der Baustelle nicht zeitparallel?

Der Anteil der Zeit, die auf Kanal- und Leitungsarbeiten verwendet werden muss, ist bei jeder Baustelle unterschiedlich und davon abhängig, ob alle oder nur bestimmte Leitungssysteme ertüchtigt werden müssen. Ist aufgrund Alters ein Vollausbau aller Leitungssysteme in offener Bauweise nötig, liegt die Zeit, die auf diese Kanal- und Leitungsarbeiten verwendet wird, bei ca. 60 bis 70% der gesamten Bauzeit. Der Rest entfällt dann nur noch auf den Straßenoberbau. Kanalarbeiten des Eigenbetriebs Stadtentsorgung Neustadt und Leitungsarbeiten der Stadtwerke erfolgen in der Baustelle nicht zeitparallel, da zunächst aus Gewährleistungsgründen die Arbeiten des ESN teilabzunehmen sind, bevor die Stadtwerke- Arbeiten starten. Auch verlegen die Stadtwerke viele Leitungen in die offenen Baugruben eher mit eigenem Personal, auch aus Qualitäts- und Sicherheitsgründen. Würden Kanal- und Leitungsarbeiten parallel ausgeführt, käme es zu zu vielen Kolonnen und Überschneidungen von Tätigkeiten in der Baugrube. Darüber hinaus muss die Anfahrbarkeit/ Erreichbarkeit des Baustellenbereichs für Rettungsfahrzeuge (Brandschutz, Rettungswagen etc.) und Anliegerverkehr gewährleistet sein. Ebenso muss die jeweilige Arbeitsstelle mit Großgeräten und Fahrzeugen (LKWs) erreichbar sein, um entsprechendes Material an den Einbaustellen zu entfernen oder zu bringen.