Kartoffelmarkt und Paradiesbrunnen


Von Erd- und anderen Äpfeln: Der Paradiesbrunnen von Prof. Gernot Rumpf steht seit 1973 auf dem Kartoffelmarkt

Damals wurden auf dem Kartoffelmarkt Kartoffeln (pfälzisch „Grumbeere“) verkauft. Bereits vor über hundert Jahren reimte der Pfälzer Mundartdichter Paul Münch: „Ei jo! De liewe Gott, der lacht, noch heit wann er soi Palz betracht. (…) Ma merkt, dass ich allmächtich bin, do mach ich´s Paradies enin.“ Dass Neustadt ein paradiesischer Ort sei, hat den Kunstprofessor Gernot Rumpf inspiriert. Daher setzte er diesen Gedanken in seinem Paradiesbrunnen anschaulich um. An die biblische Paradiesgeschichte erinnert der Baumstamm, der als Adam und Eva gestaltet ist. Daneben liegen die Schlange mit verführerischem Frauenkopf und der angebissene Apfel. Warum die Pfalz wirklich ein paradiesischer Ort ist, sollen die Früchte am Baum zeigen. An diesem Baum des Lebens mit riesigen Blättern hängen Trauben, Feigen und Äpfel. Der Baum gibt Wasser, das zurück zur Quelle fliesst, aus der der Baum wächst und symbolisiert den ewigen Kreislauf des Lebens

Ein spannendes Detail auf dem Kartoffelmarkt ist am Haus neben dem Paradiesbrunnen zu entdecken. Man erkennt eine alte französische Hausnummer aus der Zeit Napoleons. Damals wurden alle Häuser der Stadt durchnummeriert. Vor dem wie ein Schwalbennest an der Stiftskirche klebenden Küsterhaus sprudelt frisches Wasser für den durstigen Stadtbesucher.

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