Kirchen, Klöster & Jüdischer Friedhof

In Neustadt an der Weinstraße prägen zahlreiche Kirchen und Klöster mit ihren ehrwürdigen Mauern das historische Stadtbild und verleihen ihm einen ganz besonderen Charme. Besonders beeindruckend ist die Stiftskirche am Marktplatz - sie gilt als größte und kunsthistorisch bedeutendste gotische Kirche der Pfalz. Doch auch abseits des Zentrums laden in Neustadt und seinen neun malerischen Weindörfern weitere sehenswerte Kirchen dazu ein, entdeckt zu werden.

Die Stiftskirche (hist. Altstadt)

Die Stiftskirche mit ihren beeindruckenden Doppeltürmen ist das Wahrzeichen von Neustadt an der Weinstraße - und zugleich die größte und kunsthistorisch bedeutendste gotische Kirche der Pfalz. Ihr Bau begann im 14. Jahrhundert auf Wunsch der Wittelsbacher Fürstenfamilie. Besonders sehenswert: die Kaiserglocke im Nordturm, die größte läutbare Gussstahlglocke der Welt, sowie die Paradiesvorhalle mit ihren filigranen Fresken eines Engelsorchesters aus der Zeit um 1430. Seit 1708 wird die Kirche als Simultaneum genutzt - ein faszinierendes Zeugnis gelebter Ökumene. Ein Besuch lohnt sich!

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Die Pfarrkirche St. Marien (hist. Altstadt)

Die katholische Pfarrkirche St. Marien wurde 1860 mit Unterstützung von König Ludwig I. erbaut und 1862 eingeweiht. Die neugotische Architektur beeindruckt ebenso wie das Königsbildnis und der kunstvolle Bernhardsaltar von Schraudolph. Trotz schwieriger Umstände wurde die Kirche unter Pfarrer Magel vollendet. Ab 1900 erlebte die Gemeinde neuen Aufschwung, sichtbar z.B. an den 1974 erneuerten Fenstern. Der Kirchgarten bietet einen schönen Blick aufs Casimirianum und lädt zum Verweilen ein.


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Alte Winzinger Kirche

Auf der höchsten Erhebung Winzingens, eines Stadtteils von Neustadt, steht die Alte Winzinger Kirche - das älteste Gotteshaus der Stadt. Bereits um 500 v. Chr. befand sich hier eine keltische Siedlung. Winzingen wurde 774 erstmals urkundlich erwähnt. Die im 13. Jahrhundert erbaute Kirche im gotischen Stil zeigt Spuren eines karolingischen Vorgängerbaus und wurde nach der Reformation reformiert genutzt. Sehenswert sind die Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert.


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St. Remigius Kirche (Diedesfeld)

Das kirchliche Leben in Diedesfeld reicht bis in die karolingische Zeit zurück, woran Schutzpatron St. Remigius und der Remigiusbrunnen erinnern. Eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert mit erhaltenem Turm wurde 1511 zur gotischen Kirche erweitert. Die heutige Barockkirche entstand 1752 und wurde 1973 renoviert - mit prächtigen Altären, Rokoko-Kanzel, bunten Fenstern und Orgel.



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St. Peter und Paul Kirche (Geinsheim)

Die Kirche St. Peter und Paul in Geinsheim blickt auf eine über 1200-jährige Geschichte zurück - erstmals erwähnt um 800. Der heutige Chorraum und Turm stammen aus der spätgotischen Kirche von 1498, deren Turm 1780 erhöht wurde. Besonders sehenswert sind das Netzgewölbe, der Taufstein aus dem 16. Jahrhundert und die steinerne Wendeltreppe. Nach langem Ringen wurde 1870 der Neubau genehmigt und 1873 geweiht. Eine Renovierung erfolgte 1963 nach Sturmschäden und statischen Problemen.

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St. Laurentiuskirche (Gimmeldingen)

Die ehemalige, dem Heiligen Laurentius geweihte Kirche in Gimmeldingen geht in weiten Teilen auf die romanische Zeit zurück. Das Geläut hat eine bewegte Geschichte: 1900 erhielt die Gemeinde drei neue Glocken. Nach Verlusten im Ersten Weltkrieg wurde 1920 ein neues Geläut installiert, das jedoch im Zweiten Weltkrieg erneut eingeschmolzen werden musste - nur die kleine Glocke von 1900 blieb erhalten. 1949 kamen zwei neue Glocken hinzu, gegossen aus Eisenhartguss, einem damals umstrittenen Material. In Gimmeldingen zeigt sich jedoch, wie wohlklingend auch Eisenglocken sein können.


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Kloster Neustadt - mehr als ein Ort der Ruhe (Hambach)

Gönnen Sie sich stille Tage, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen und neue Energie zu tanken. Im Kloster Neustadt finden Sie einen Ort gelebten Glaubens, der Ihnen guttut. Egal, ob Pilgerreisende, ob als Einzelgast oder in der Gruppe, ob als Tagungsgast oder Wanderer – sie alle schätzen die ruhige und kraftspendende Atmosphäre in unserem „Klösterle“ am Rand des Pfälzerwaldes, oberhalb von Neustadt an der Weinstraße. Hier erwarten Sie Gastlichkeit und bereichernde Begegnungen.

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St. Jakobus Kirche (Hambach)

Weithin sichtbar prägt der spitze Turmhelm die Silhouette von Hambach: Die St. Jakobus-Kirche blickt auf eine lange Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurück. Ihr gotischer Turm mit Fresken von 1350 gehörte zu einer frühen Wehrkirche. 1750 begann man mit dem barocken Neubau, der 1753 mit reich verzierten Altären und Deckengemälden vollendet wurde. Eine umfassende Renovierung und der Bau eines Pfarrheims folgten vor etwa 20 Jahren.

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St. Johannes Baptist Kirche in Königsbach

Vor der grünen Kulisse des Waldes erhebt sich am steil aufsteigenden Haardtrand die Königsbacher Kirche St. Johannes Baptist. Am 3. Juli 1753 wurde der Grundstein gelegt und fast genau drei Jahre später konnte die Kirche eingeweiht werden. Ein ganz besonderes Kleinod der Königsbacher Kirche ist der jetzt im Chorraum stehende Flügelaltar. Er zählt zu den herausragensten Kunstschätzen der Pfalz, und schon allein seinetwegen lohnt sich ein Besuch der Kirche. Er besteht aus einem Mittelbild mit der Kreuzigung Christi und zwei Seitenflügeln. Der "Kalvarienberg" als Zentrum wurde 1485 oder 1487 geschaffen.

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Der jüdische Friedhof

Wer den jüdischen Friedhof besuchen möchte, findet ihn in an der Ecke Robert-Stolz-Straße / Ecke Harthäuserweg, inmitten eines Wohngebiets. Der heute noch belegte Friedhof wurde 1862 eröffnet. Damals lag er natürlich noch außerhalb der Stadtgrenze, wie andere Friedhöfe auch. Zum Friedhof gehört eine gut erhaltene Trauerhalle aus dem Jahre 1885. Sie zählt in der Pfalz zu den außergewöhnlichsten Denkmälern jüdischer Baugeschichte. Viele der Grabsteine in Neustadt lassen in ihren Inschriften erkennen, dass hier auch sehr viele Menschen aus den umliegenden Gemeinden wie aus Lachen, Geinsheim, Mußbach und Maikammer bestattet sind. Auf dem Friedhof finden sich heute nahezu 500 Grabstätten. Somit zählt Neustadt an der Weinstraße mit Wachenheim, Essingen und Ingenheim und zu den größten, der 80 jüdischen Friedhöfe in der Pfalz.

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