Marktserie. Gutes aus der Region. Sonia Tremmel verabschiedet sich.
Normalerweise startet unsere Marktserie mit der Frage, warum sich ein Besuch auf dem Neustadter Wochenmarkt lohnt. Für Sonia Tremmel lautete die Antwort vor einigen Jahren: „…weil die Atmosphäre einfach super ist und man alles bekommt, vom Entrée bis zum Dessert.“ In dieser Ausgabe müssen wir Sonia jedoch leider verabschieden. Seit rund zehn Jahren war Sonia mit ihrer Ware der Boucherie Ebert aus Lembach in Frankreich Teil der Neustadter Wochenmarktfamilie. Nun nimmt sie Abschied vom Wochenmarkt. Wir haben mit ihr über ihre Zeit auf dem Wochenmarkt gesprochen.
Begonnen hat alles ganz klein. „Ich bin damals vor zehn Jahren mit einem anderen Aussteller nach Neustadt gekommen und hatte nur Salami, einen Tisch und einen Schirm dabei“, erinnert sich Sonia. Mit der Zeit wuchs nicht nur das Sortiment, sondern auch der Stand selbst: Ein Anhänger kam dazu und Sonia war ein ganzes Jahrzehnt lang regelmäßig auf dem Neustadter Wochenmarkt vertreten. Früher stand sie sogar unter der Woche auf dem Markt und bot unter anderem Grillwürstchen wie ihre beliebte Wildschweinbratwurst oder Pasteten an.
Was sie am meisten vermissen wird, beantwortet Sonia sehr emotional. „Die Kunden! Und meine Standnachbarn“, sagt sie sichtlich bewegt. „Es tut mir sehr weh, dass ich sie nicht mehr sehen werde.“
Auch an schöne Erinnerungen denkt sie gerne zurück. Einen einzelnen Moment hebt Sonia dabei nicht hervor – vielmehr war jeder Samstag etwas Besonderes. „Der Tag in Neustadt war immer wie ein Ferientag, wie ein Tag Urlaub. Alle sind so nett und das Ambiente ist einfach wunderschön.“
Im Laufe der Jahre wurde auch ihr Angebot immer vielfältiger. Neben französischen Spezialitäten wie Baguette, Croissants oder Gugelhupf wurden vor allem Lamm- und Rindfleisch sehr begehrt „weil es von glücklichen Tieren kam“, betont Sonia. Nach und nach ergänzte sie ihr Sortiment um Geflügel und versuchte stets, auf die Wünsche ihrer Kundinnen und Kunden einzugehen.
Ganz verabschieden möchte sich Sonia von Neustadt jedoch nicht. „Ich versuche, wieder nach Neustadt zu kommen“, sagt sie. „Vielleicht mit einem neuen Sortiment – aber wir werden sehen, was die Zukunft bringt.“