Kann man auch »einfach« anfangen?
Ja – und genau das ist oft der richtige Weg.
Beispiel: Gibt es ein Parkplatzproblem? Dann könnten Sie ein Jobticket bzw. Jobrad anbieten und die Mitarbeitenden-Parkplätze bewirtschaften.
Auch wenn Arbeitswege grundsätzlich Privatsache der Beschäftigten sind (abgesehen von Wegeunfällen), profitieren Unternehmen von gezielten Mobilitätsangeboten und Anreizen: geringere Parkplatzkosten, gesündere Mitarbeitende und eine verbesserte CO₂-Bilanz sprechen für sich.
BMM lohnt sich für nahezu jede Unternehmensgröße und Branche. Entscheidend ist ein gezieltes Vorgehen statt Einzelaktionen. Sehr wichtig ist auch die frühzeitige Einbindung der Mitarbeitenden (bspw. durch Befragungen oder Kommunikation) zur Steigerung von Engagement, Akzeptanz und Wirkung.
Beispielhafter Ansatz
Wenn zum Beispiel die Mitarbeitende auf dem Weg zur Arbeit kaum die vorhandene ÖPNV-Verbindung benutzen, dann könnte „ÖPNV-Nutzung erhöhen“ das Ziel und „Jobticket einführen“ eine mögliche Maßnahme sein.
Die Wirkungsbreite und betriebliche Durchdringung dieser Vorgehensweise ist begrenzt, da zum Beispiel jetzt nur bestimmte Gruppen im Betrieb angesprochen und andere Möglichkeiten zur Verringerung des individuellen Autoverkehrs nicht in Betracht gezogen werden.
Gemeinsam ins betriebliche Mobilitätsmanagement
Mehrere Unternehmen – zum Beispiel in einem Gewerbegebiet oder unter dem Dach einer gemeinsamen Organisation – könnten den Einstieg ins betriebliche Mobilitätsmanagement gemeinsam gestalten.
Durch die Bündelung von Ressourcen und Erfahrungen lassen sich Maßnahmen wie externe Mobilitätsberatung, Verkehrsanalysen oder gemeinsame Mobilitätsangebote (z. B. Jobtickets, Fahrradabstellanlagen, Carsharing) effizienter umsetzen. So profitieren auch kleinere Unternehmen von professioneller Unterstützung, niedrigeren Kosten und einer Verbesserung der Erreichbarkeit und Nachhaltigkeit am Standort.