Richard-Wagner-Straße
nach Richard Wagner (1813-1883), Komponist
Wilhelm Richard Wagner wurde 1813 in Leipzig geboren. Durch seinen Stiefvater, den Dresdner Hofschauspieler Ludwig Geyer, kam er früh mit Theater und Musik in Berührung. Wagner studierte in Leipzig und arbeitete als Musikdirektor und Kapellmeister in verschiedenen Städten. Nach finanziellen Problemen floh er 1839 nach England, später nach Paris, wo er Franz Liszt kennenlernte.
Zu seinen ersten Erfolgen zählten die Opern „Rienzi“ und „Der fliegende Holländer“. 1843 wurde er Hofkapellmeister in Dresden und begann mit bedeutenden Werken wie „Tannhäuser“, „Lohengrin“ und dem „Ring des Nibelungen“. Wagner schrieb die Texte seiner Opern, inspiriert von der mittelalterlichen Mythologie, selbst, wobei für ihn das Erlösungsmotiv im Mittelpunkt stand. 1848 musste er wegen seiner Beteiligung an der der demokratischen Revolution ins Exil, das er hauptsächlich in Zürich und Paris verbrachte.
Wagner war auch als Autor umstritten: 1850 veröffentlichte er unter einem Pseudonym die antisemitische Schrift „Das Judenthum in der Musik“, die er 1869 nochmals in erweiterter Fassung, diesmal unter seinem Namen, herausbrachte.
Nach einer Amnestie kehrte er 1862 nach Deutschland zurück und lebte bald mit Cosima, der Tochter Franz Liszts, zusammen. Förderer war König Ludwig II. von Bayern, der den Bau des von Wagner konzipierten Festspielhauses in Bayreuth ermöglichte. Dort fand 1876 die Uraufführung von Wagners „Ring der Nibelungen“ statt.
Richard Wagner starb 1883 in Venedig und wurde in Bayreuth beigesetzt.
Seine Werke und sein ideologisches Denken hatten großen Einfluss auf die nachfolgenden Generationen, insbesondere auf die nationalsozialistische Ideologie, die seine germanisch-mythischen Themen und antisemitischen Äußerungen aufgriff. Die Familie Wagner pflegte enge Kontakte zu den Nationalsozialisten, was die Rezeption seiner Musik, vor allem in Israel, lange belastete.
Die Richardt-Wagner-Straße wurde zwischen 1896 und 1911 nach ihm benannt.