Heinrich-Strieffler-Straße
nach Heinrich Strieffler (1872-1949), Kunstmaler, Lithograph
Heinrich Strieffler wurde 1872 in Neustadt geboren und wuchs nach dem frühen Tod seiner Eltern bei seiner Großmutter und später den Brüdern seiner Mutter auf. Nach einer Lithographie-Lehre ging er auf Wanderschaft. 1891 trat er in die Kunstgewerbeschule in München ein und studierte ab 1893 an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1897 kehrte er kurzzeitig nach Neustadt zurück und schuf erste impressionistische Landschaftsgemälde der Pfalz. Im selben Jahr erhielt er ein Reisestipendium nach Italien, 1902 folgte eine Studienreise in die Niederlande.
Ab 1904 lebte er als freier Künstler in Landau, wo er zahlreiche Lithographien und Gemälde schuf. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit erfand Strieffler verschiedene technische Patente, unter anderem einen „Strieffler-Ofen“ (1896) und einen Luftschiffankermast (1908).
1912 heiratete er die aus Lachen stammende Maria Salm; ihre gemeinsame Tochter Marie wurde ebenfalls Künstlerin.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten trat Strieffler zum 1. Mai 1933 der NSDAP bei, spielte jedoch keine herausragende Rolle im Kulturbetrieb. Abgesehen von Postkarten, auf denen Hakenkreuzfahnen abgebildet sind, jedoch keine besonders präsente Rolle einnehmen finden sich in seinen Werken keine NS-Symbole. Trotz anhaltender Erfolge blieb er im Schatten bekannterer Kollegen. Heinrich Strieffler starb 1949 in Landau.
Die Heinrich-Strieffler-Straße wurde 1981 nach ihm benannt.