Neues Leben für den Speyerbach

An manchen Stellen kann man es schon gut erkennen: Der Speyerbach – ehemals ein künstlicher, in einer Betonrinne eingezwängter Bachlauf – bekommt mehr Platz und ein neues Bachbett. Bis 2027 sollen sich nicht nur Pflanzen und Tiere wohlfühlen, sondern auch neue Orte am Wasser entstehen. Wir geben Ihnen einen Einblick in den Baufortschritt.

Wer auf der Brücke in der Adolf-Kolping-Straße steht und nach Westen blickt, sieht bereits den „neuen“ Speyerbach: Am auffälligsten ist hier die so genannte Raue Rampe. „Diese Fischtreppe aus Findlingen ermöglicht den Fischen, aus dem Rhein auch bei Niedrigwasser weiter stromaufwärts im Speyerbach bis zur Quelle zu wandern“, erklärt Projektleiter Michael Rösel. Zur Erklärung: Forellen oder Lachse sind bachwandernde Fische, die vom Speyerbach in den Rhein ziehen und als erwachsene Fische zum Laichen in den Speyerbach zurückkehren. Sie alle schätzen das sauerstoffreiche, kühle Wasser des Baches, der aus dem Pfälzerwald gespeist wird. Langfristiges Ziel ist es, den Speyerbach von der Mündung im Rhein bis zur Quelle für die Fischwanderung durchgängig zu machen. Im alten Zustand verhinderte dies ein ca 70 cm hoher Sohlversatz.

Auch der Landschaftsgärtner steht bereits in den Startlöchern, um demnächst die ersten Baumgruppen zu pflanzen. Außerdem werden Sitzstufen für die neuen Orte am Wasser gesetzt– aus Material, das aus dem Gelände stammt und gemäß des C2C-Konzeptes eine neue Nutzung erhält. Hier entsteht ein neuer Ort für das entspannte Verweilen.

In Vorbereitung sind außerdem die Arbeiten im Parkentrée, das an die Landwehrstraße anschließt. „Hier wird der Lauf des Speyerbachs ebenfalls aufgeweitet und erhält mit kleinen Inseln und abgeflachten Böschungen ein ganz neues Gesicht“, so Rösel.

Im Bachdreieck südlich des Panoramabergs ist die Neumodellierung des Geländes und des Ufers fast abgeschlossen. Anfang des nächsten Jahres wird der alte Bachlauf aufgeschüttet, der Speyerbach kann sich dann seinen Weg durch das neue Bachbett suchen, das in Schleifen durch das Gelände mäandert.

Übrigens sollen sich nicht nur Fische wohlfühlen im LGS-Gelände. Bislang wurden vier neue Habitate für Eidechsen geschaffen, die hier leben. Ein spezieller Schutzzaun verhindert, dass die Tiere während der Bauphase ins Baufeld laufen.

Neben der Renaturierung des Speyerbachs stehen weitere große Projekte auf der Agenda des LGS-Bauteams. Im Oktober starten die Arbeiten an der Panoramabar auf dem Hügel, außerdem beginnt die Neugestaltung der Sportlandschaft.  Wir halten Sie auf dem Laufenden!

11.09.2025