Wege aus der Vergangenheit in die Zukunft? - Die Straßennamen Neustadts

Jan Wiese

Immer wieder gibt es einen Stein des Anstoßes, der eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in Rollen bringt. In Neustadt ist eine solche Auseinandersetzung im Jahr 2023 geführt worden und fand 2025 einen vorläufigen Abschluss: die Straßennamen.

Nach diversen Anträgen entschied sich der Stadtrat zur Beauftragung einer Studie anhand derer die schon lange schwelende Debatte zu einem Abschluss gebracht werden sollten.
Diese kann man als exemplarisch für den Umgang mit der eigenen Geschichte sehen.

Gedenken
Immer wieder kommt die Stadtgesellschaft zusammen, um zu gedenken, insbesondere den Opfern des Nationalsozialismus. Hier wird die Lebensgeschichte von Neustadterinnen und Neustadter ins Gedächtnis gerufen, die einmal Teil ebenjener Stadtgesellschaft waren.

Erinnern

An wen erinnert sich die Stadt?
Sieht man die Namensgebung für Straßen als Ehrung an, findet eine positive Erinnerung an bestimmte Personen statt, die sich diversen Verbrechen in der Zeit des deutschen Kolonialismus und im Nationalsozialismus schuldig gemacht haben. Anderseits wird eine Forderung nach erklärenden Tafeln formuliert, um dauerhaft auf Taten und die Rolle von Personen aus der Vergangenheit hinzuweisen.


Lernen
Welche Lehren lassen sich aus der Vergangenheit für das Heute und das Morgen ziehen?
Was können wir als Gesellschaft aus den Auseinandersetzungen um Gedenk- und Erinnerungskultur lernen? Wohin entwickelt sich die (Stadt-)Gesellschaft?

 

Autor: Stadtarchiv