Kreisläufe
Im neuen Park bündeln sich einige der wichtigsten Zukunftsherausforderungen an einem teilweise stark überformten Ort. Mit dem Konzept für den neuen Landschaftspark stärken wir die Möglichkeit, uns an Extremwetter anzupassen, fördern die Biodiversität und halten alle vorhandenen Materialien im Ort. Zudem sollen die Menschen erleben und verstehen können welche unterschiedlichen Maßnahmen im Park ineinandergreifen, wie natürliche Prozesse neu aktiviert und Kreisläufe erschaffen werden können.
Ein Wasserpuffer als Klimaanpassung
Zunehmendes Extremwetter und die Topographie des Pfälzer Waldes können dazu führen, dass Speyerbach und Rehbach zukünftig viel Wasser transportieren müssen. Der Speyerbach soll deshalb von seiner Betonrinne befreit werden und wieder als natürlich fließender Mäander durch die Auenlandschaft führen. Durch das verbreiterte Bachbett und die verlangsamte Fließgeschwindigkeit kann der Bachlauf deutlich mehr Wasser aufnehmen. Die Neubachwiesen unterstützen die Bäche als Versickerungsfläche dabei zusätzlich. Durch die Renaturierung der Bachläufe wird der Lebensraum von Pflanzen und Tieren nicht nur bewahrt, sondern erweitert.
Ein Materialkreislauf ohne Müll
Unser Ziel ist es, bei der Anlage des Landschaftsparks so wenig wie möglich Müll zu produzieren, sondern alle Materialien im Gelände zu belassen. Den Bodenaushub aus der Renaturierung der Bachläufe nutzen wir für die Modellierung der Uferböschungen und der Berglandschaft. Abbruchmaterialien werden aufbereitet und erhalten eine neue Nutzung: Als Treppenstufen, Stützmauern oder Sitzmöglichkeiten.