Die gesetzliche Klassifizierung deutscher Weine
Eines der wichtigsten Qualitätskriterien für deutsche Weine ist die Qualitätsstufe. Diese muss auf jedem Weinetikett zu finden sein. In Deutschland wird zwischen Tafel-, Land- und Qualitätsweinen bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.) unterschieden. Letztere tragen zusätzlich noch die Prädikate Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese oder Eiswein.
Tafelwein: Weine mit dem geringsten Qualitätsanspruch
Landwein: Die gehobene Stufe des Tafelweins, mit schärferen Bedingungen
Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA): Der überwiegende Anteil deutscher Weine sind Q.b.A.- Weine, mit noch höheren Qualitätsanforderungen.
Qualitätswein mit Prädikat (QmP) Für Qualitätsweine mit Prädikat gelten die höchsten Anforderungen: Es gibt sechs verschiedene Prädikate, die je nach Rebsorte und Anbaugebiet unterschiedliche. Mindestmostgewichte (Oechslegrade) erreichen müssen. Diesen Weinen darf kein Zucker mehr zugesetzt werden. Die Prädikate in aufsteigender Reihenfolge:
Kabinett: feine, leichte Weine aus reifen Trauben mit geringemAlkoholgehalt. Minimum 70-80° Oechsle.Wird trocken oder lieblich ausgebaut.
Spätlese: reife, elegante Weine mit feiner Frucht, die etwas spätergeerntet werden. Minimum 80-90° Oechsle.
Auslese: edle Weine aus vollreifen Trauben, unreife Beerenwerden ausgesondert. Minimum 90-100° Oechsle.
Beerenauslese: volle, fruchtige Weine aus überreifen, edelfaulen Beeren.Minimum 125-150° Oechsle und Mindestalkohol5,5° Vol.%.
Trockenbeerenauslese (TBA): aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulenBeeren. Süßer und honigartiger Geschmack.Minimum 150-154° Oechsle und Mindestalkohol5,5° Vol.%.
Eiswein: aus Trauben, bei denen das gleiche Mindestmostgewichtwie bei einer Beerenauslese erreicht wurde. DieTrauben werden in gefrorenem Zustand beimindestens –7°C gelesen und gefroren gekeltert.Minimum 110-128° Oechsle und Mindestalkohol5,5° Vol.%.