2 Sanierungsgebiet Hintergasse
Dieses Innenstadtgebiet war eng strukturiert und annähernd geschlossen bebaut; die Grundstücke waren in Bezug auf Grundstücksgröße und -zuschnitt ungünstig gestaltet. Die ein- bzw. zweigeschossigen Gebäude wurden überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Sie waren in schlechtem Allgemeinzustand mit großem Renovierungsstau und unzweckmäßiger Aufteilung.
Durch die geschlossene Bebauung waren die Wohnungen schlecht belüftet und belichtet; die sanitären Anlagen waren in vielen Fällen mangelhaft. Grünanlagen waren nicht vorhanden, die wenigen Innenhöfe wurden als Pkw-Stellplatz genutzt.
Der Pkw-Verkehr in den engen Fahrstraßen, großteils ohne Gehwege, führte nicht selten zu Gefährdungen von Fußgängern.
Diese städtebaulichen Missstände sollten mit Hilfe der Sanierung behoben werden. In diesem Gebiet wurde der Schwerpunkt auf die Objektsanierung gelegt, bei der die Instandsetzung und Modernisierung von Einzelgebäuden im Vordergrund steht.
Es wurden in erster Linie die mittelalterlich erhaltenen Straßenzüge in der typischen Natursteinpflasterbauweise als Fußgängerzonen ausgebaut und Anreize für private Gebäudeerneuerungen gegeben. Vorbildlich restaurierte Gebäude und Innenhöfe säumen die erneuerten Straßenzüge der Mittel-, Hinter- und Zwerchgasse. Romantische Winkel wie das Reutergässchen oder der im Schatten gelegene Brunnen in der Zwerchgasse runden das Bild ab.
Durch das abgestimmte Ineinandergreifen von Denkmalschutz und Sanierung gelang es vorbildlich, die historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig eine deutliche Verbesserung der örtlichen Wohnqualität zu erreichen.