Grundstücksverkauf Genehmigung beantragen

Volltext

Sie möchten rechtswirksam Eigentum, Rechte oder Forderungen an Ihrem Moor- und Ödland-Grundstück oder an Ihrem landwirtschaftlich und/oder forstwirtschaftlich genutzten Grundstück an Dritte übertragen. Dann brauchen Sie hierfür eine Genehmigung.

Diese wird erforderlich bei der Übertragung:

  • eines Miteigentumsanteils an einem der genannten Grundstücke;
  • eines Erbanteils an einen anderen als an einen Miterben, wenn der Nachlaß im wesentlichen aus einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb besteht;
  • der Nutzungsrechte an einem Grundstück.

Ansprechpunkt

Bitte wenden Sie sich an die Kreisverwaltung oder die Stadtverwaltung in kreisfreien Städten als untere Landwirtschaftsbehörde.

Zuständige Stelle

Die Zuständigkeit obliegt der unteren Landwirtschaftsbehörde.

Voraussetzungen

Eine Genehmigung darf nur dann versagt oder durch Auflagen oder Bedingungen eingeschränkt werden, wenn

  • die Eigentumsübertragung eine ungesunde Verteilung des Grund und Bodens bedeutet oder
  • durch Übertragung das Grundstück oder eine Mehrheit von Grundstücken, die räumlich oder wirtschaftlich zusammenhängen und dem Veräußerer gehören, unwirtschaftlich verkleinert oder aufgeteilt würden oder
  • der Gegenwert in einem groben Missverhältnis zum Wert des Grundstücks steht.

Eine ungesunde Verteilung des Grund und Bodens liegt in der Regel dann vor, wenn das Grundstück an Nichtlandwirte veräußert werden soll und erwerbsinteressierte und auf den Erwerb angewiesene Landwirte vorhanden sind.

Die Veräußerung eines Grundstücks bedarf in Rheinland-Pfalz keiner Genehmigung nach Grundstückverkehrsgesetz, wenn

  • wenn das Grundstück nicht größer als 50 Ar ist, es sei denn,
    • das Grundstück wird weinbaulich genutzt und ist größer als 10 Ar oder
    • auf dem Grundstück befindet sich die Wirtschaftsstelle eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes.

Erforderliche Unterlagen

Kaufvertrag oder Entwurf des Kaufvertrages.

Kosten

Keine.

Bearbeitungsdauer

Die Entscheidung über die Genehmigung erfolgt innerhalb eines Monats nach Eingang des Antrags.

Rechtsgrundlage(n)

Rechtsbehelf

Gegen die Entscheidung der Unteren Landwirtschaftsbehörde können Sie einen Antrag auf gerichtliche Entscheidungstellen.

Formulare

Es ist ein schriftlicher Antrag notwendig. Dieser kann nur von den entsprechenden Vertragsparteien bzw. denjenigen, zu dessen Gunsten der Vertrag geschlossen worden ist, gestellt werden. Wurde der Vertrag von einem Notar beurkundet, so gilt dieser als ermächtigt, die Genehmigung zu beantragen.

Hinweise (Besonderheiten)

Ist zur Veräußerung keine Genehmigung notwendig, so erhalten Sie von der Genehmigungsbehörde eine schriftliche Mitteilung darüber.

Fachliche Freigabe

Fachlich freigegeben am: 15.10.2019
Fachlich freigegeben durch:

MWVLW