Weindorf-Portrait: Königsbach

In unserem letzten Weindorfportrait stellen wir das Weindorf Königsbach vor. Königsbach liegt nördlich von der Innenstadt und sagt über sich, dass hier „der Wald die Reben küsst“. Schon deshalb hat man von Königsbach einen sagenhaften Blick über die Ebene. Mitten durch den Ort fließt der Zeiselbach. Baulich ist Königsbach inzwischen mit Gimmeldingen zusammengewachsen, sodass eine räumliche Trennung kaum möglich ist.

Früher bildete der sogenannte Riesgraben die Grenze zwischen den zwei Ortsteilen. Der Ort ist umgeben vom 554 m hohen Weinbiet und dem 496 m hohen Stabenberg. Hierdurch beträgt der durchschnittliche Jahresniederschlag nur etwa 500 mm. Die vielen Sonnenstunden im Jahr bewirken ein mildes Klima. Der alte Dorfkern mit dem 1739 erbauten Landsitz des Speyerer Weihbischofs und der Pfarrkirche St. Johannes bezaubert mit engen Gassen. Die Pfarrkirche glänzt mit dem Kontrast zwischen dem gotischen Turm und einem barocken Langhaus. Im Inneren ist eines der drei letzten Altarbilder der Pfalz aus dem 15. Jahrhundert zu finden. An der Kirche beginnt ein Wallfahrtsweg mit 14 Stationen durch das Klausental bis zur „Kapelle des heiligen vierzehn Nothelfer“.  Das heutige Pfarrhaus war früher das Schlösschen von Adligen. Diese Adligen waren einst die Ritter von Hirschhorn, nach denen auch der Hirschhornring im Dorfkern benannt wurde. 

Im Ortskern gibt es zwei Weingüter die von den außergewöhnlichen Lagen wie Idig und Ölberg profitieren können. Zusätzlich gibt es die Winzergenossenschaft Königsbach mit einem eigenen Restaurant „Tafel und Wein“, einer Vinothek zum Wein probieren und einer „Weinbar & Weincafe UNIQUE“. Ein weiteres Restaurant ist der Lavendelhof. Eine wunderschöne Weinbar & Event Location. Im TSV Gebäude von Königsbach ist momentan die Gaststätte "Zum Griechen" zu finden. Hildebrandseck ist der Name des alten Klosters, dessen Gemarkung allerdings in Gimmeldingen liegt. Und ganz gleich, ob Sie zum Wandern, Entspannen oder Radfahren kommen möchten, es gibt für jede Art von Urlaub und für jeden Gast die richtige Übernachtungsmöglichkeit.

In Königsbach gibt es einige Künstlerinnen und Künstler, die die Ortsverwaltung in Form eines Künstlerprojekts auf ihrer Webseite regelmäßig vorstellt.  Besucht werden kann das Weinstraßenatelier Ludwig Fellner, das ehemalige Wohnhaus des in der Pfalz bekannten Malers Ludwig Fellner. Seit einigen Jahren ist es als kleines Museum mit wechselnden Ausstellungen von April bis Oktober am Wochenende geöffnet. Ebenso können Sie den Besuch mit einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen verknüpfen.

Im Ortskern selbst gibt es insgesamt 35 Objekte die unter Denkmalschutz stehen, darunter auch die bereits erwähnte Pfarrkirche und der Aussichtsturm auf dem Stabenberg, die sogenannte Stabenbergwarte. Jedes Jahr im Juni wird die Königsbacher Weinkerwe gefeiert. Zur Weihnachtszeit wurde eine große Krippe auf dem Dorfplatz gebaut und gebührend eingeweiht. Ebenso liegt in der Gemarkung von Königsbach ein Steinbruch, der als solcher nicht mehr genutzt wird. Der dort gewonnene Sandstein wurde unter anderem beim Bau des Speyerer Doms und der Villa Böhm in Neustadt an der Weinstraße verwendet. Seit 2018 wird der ehemalige Bahnhof in Königsbach zu einem Permakultur- und Waldgarten umgebaut. Sarah Forger ist mir dem Garten auch Erlebnispartner der Nachhaltigkeitsregion Deutsche Weinstraße (www.bahnhofkoenigsbach.de). Der Garten dient als Lern-, Workshop und Inspirations-Ort mit Kräuterführungen und heimischem Gemüse in Hülle und Fülle.