MINT und Fachkräftemangel
MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Eine Fächergruppe, die im Zusammenhang mit dem häufig beklagten und prognostizierten Fachkräftemangel oft erwähnt wird. Der im Juni 2021 erschienene Bildungsbericht vom Bildungsbüro Neustadt an der Weinstraße hat MINT zum Thema.
Viele MINT-Berufe erfordern kein Studium, sondern eine Ausbildung. Der Trend zur Höherqualifizierung wird in Anbetracht des demografischen Wandels hier also noch zu einer Zuspitzung des Fachkräftemangels führen. Auch hier muss Aufklärungsarbeit geleistet werden, gerade in Bezug auf die Vorteile, die geboten werden. Deshalb wird MINT und die Gewinnung von Fachkräften in diesem Bereich in den folgenden Jahren nicht nur (bildungs-)politisch und wirtschaftlich eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft einnehmen – sondern muss dies auch in vielen Unternehmen.
Erkenntnisse, die bundesweit schon seit geraumer Zeit bekannt sind, wurden im Neustadter MINT-Bildungsbericht ebenfalls sehr deutlich: MINT-Berufe sind grundsätzlich, mit wenigen Ausnahmen, stark männlich dominiert. Das gilt auch für die Ausbildungsberufe, die in der BBS Neustadt gelehrt werden. Es gelingt nach wie vor nicht, Mädchen dafür zu gewinnen, obwohl im frühen Kindesalter keine Unterschiede bezüglich des Interesses an MINT erkennbar sind. Dabei bieten MINT-Berufe viele Vorteile: Es gibt mehr unbefristete Verträge, weniger Arbeitslosigkeit, die Bezahlung ist durchschnittlich besser und Personen, die in MINT-Berufen arbeiten, geben an, dass sich Familie und Beruf besonders gut vereinbaren lässt. Weiterhin gibt es im Bereich der MINT-Ausbildungen besonders wenige Vertragsauflösungen und im Allgemeinen ein (theoretisch) relativ ausgeglichenes Verhältnis von Stellen und Bewerber*innen.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Bildungsbericht: MINT(- Bildung) in Neustadt und dem Bildungsbüro.