Was ist ein Radverkehrskonzept?

Mit dem Radverkehrskonzept wird eine Gesamtstrategie erarbeitet, um Fahrradfahren in Neustadt attraktiver zu machen. Schwerpunkte sind die Themen durchgängige Radrouten, Beschilderung und Fahrradabstellanlagen. Es geht um konkrete Maßnahmen, Prioritäten und einen Finanzierungsplan.

Welche Arbeitsschritte stehen an?

Wunschliniennetz

Unsere erste Aufgabe ist es, die Radwegeverbindungen in einem Wunschliniennetz darzustellen, d.h., wir müssen uns genau überlegen:

  • Wo kommen die meisten Radfahrer her? Wo wollen sie hin?
  • Welches sind die wichtigsten Ziele für Radfahrer?
  • Welche Ziele müssen miteinander verbunden werden?

 

Bestands- und Mängelanalyse

In der Bestands- und Mängelanalyse nehmen dann wir das bestehende Angebot für den Radverkehr genau unter die Lupe:

  • Wie wird der Radverkehr geführt? Wie komme ich zu wichtigen Zielen in der Stadt?
  • Wie sicher und attraktiv sind die Wege? Wo gibt es Gefahrenpunkte?
  • Wie ist die Beschilderung / Wegweisung? Wo gibt es Unklarheiten?
  • Wo gibt es Abstellanlagen für Fahrräder? Wie attraktiv sind sie? Wo fehlen Abstellanlagen?

Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Mängelanalyse, in der Konflikte und Problempunkte herausgearbeitet werden.

 

Zielkonzept

Im Zielkonzept sollen dann Antworten auf folgende Fragen gefunden werden:

  • Wie können wir durchgängige, attraktive und komfortable Radrouten und durchgängige Nord-Süd sowie Ost-West-Verbindungen erreichen?
  • Wie kommen die Menschen von Ihrem Wohnort mit dem Rad zum Bahnhof, zur Innenstadt, zu ihrer Arbeit, zur Schule oder zu Freizeiteinrichtungen?
  • Welches sind die besten Wege? Wie können wir die Routen durchgängig beschildern?
  • Wo brauchen wir Abstellanlagen für Fahrräder? 

 

Maßnahmen, Prioritäten, Zeit- und Kostenplanung

Aus der Bestands- und Mängelanalyse, kombiniert mit dem Zielkonzept, werden wir einen konkreten Maßnahmenkatalog vorschlagen, der bauliche und organisatorische Maßnahmen umfasst, um die vorhandenen Mängel zu beheben.Die Maßnahmenliste muss hinsichtlich der Dringlichkeit, der Wirkung für den Radverkehr und nicht zuletzt hinsichtlich der damit verbundenen Kosten bewertet werden. Auf dieser Grundlage wird ein konkretes Handlungsprogramm entwickelt.

 

Arbeitskreis Radverkehr 2014-2015

Bürgerbeteiligung

1. Bürgerwerkstatt zum Radverkehrskonzept am 11.03.2014, um 18 Uhr im Rathaus

Am 11.03.2014 hatte die Verwaltung die Neustadter Bürgerinnen und Bürger zur 1. Bürgerwerkstatt Radverkehrskonzept eingeladen, um Ihnen schon sehr früh im Prozess einen Überblick über die Arbeit am Radverkehrskonzept und die Möglichkeit zur konkreten Mitwirkung zu geben. Rund 70 Personen waren in den Ratssaal gekommen.

Nach einer kurzen Einführung brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen von fünf moderierten Arbeitsgruppen ihre Sicht der Dinge zum Thema Radfahren ein.

Die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt sowie die Diskussionen in den Arbeitsgruppen haben wir ausführlich dokumentiert.

 Wir bedanken uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Anregungen und Ideen eingebracht haben, für die engagierte Mitarbeit.


2. Bürgerwerkstatt zum Radverkehrskonzept am 22.04.2015, um 18 Uhr im Rathaus

Nach Auswertung der Ergebnisse der 1. Bürgerwerkstatt vom März 2014 hat der Arbeitskreis Radverkehrskonzept aufgrund des festgestellten großen Handlungsbedarfs beschlossen, zunächst ein Paket aus Initialmaßnahmen zusammenzustellen, die vorrangig zur Umsetzung gebracht werden sollen.

Dabei wurden solche Punkte ausgesucht, die auch aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger einen besonders wichtigen Beitrag zur Verbesserung liefern und die – im Vergleich zu vielen baulichen Maßnahmen – schneller umgesetzt werden können. Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich Innenstadt, da hier die meisten Radler hinfahren und da dort der größte Problemdruck herrscht.

In der zweiten Bürgerwerkstatt wurden die vom Arbeitskreis vorgeschlagenen Initialmaßnahmen vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus gab es einen Ausblick auf das Gesamtkonzept, das wichtiges Ziel bleibt und parallel weiterentwickelt wird.

Bei der Bürgerwerkstatt haben neben der Stadtverwaltung auch Mitglieder des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) sowie des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) mitgewirkt, die die Stadt auch im Arbeitskreis Radverkehrskonzept unterstützen.