Sonderveranstaltung im Roxy-Kino: »GOTT« und der ärztlich assistierte Suizid

Termin:
Uhrzeit:
17:30 bis 20:30 Uhr
Kosten:
(Online-Buchung beim Roxy-Kino)
Ort:
Roxy Kinos Neustadt an der Weinstraße
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Selbstbestimmung am Lebensende bewegt - und wirft Fragen auf, die viele betreffen. Der vielfach erfolgreiche Kinofilm »GOTT« von Ferdinand von Schirach erzählt die Geschichte eines 78-jährigen Mannes, der sein Leben selbstbestimmt und legal beenden möchte. In einer eindringlichen Ethikratsdebatte wird verhandelt, ob Ärzt:innen diesem Wunsch entsprechen dürfen. Im Anschluss an den Film lädt eine Sonderveranstaltung zur offenen Diskussion über die rechtliche Lage der Suizidhilfe in Deutschland und den ärztlich assistierten Freitod ein. Ein Abend, der informiert, berührt und zum Mitdenken anregt.

Über 75% der befragten deutschen Bürger:innen sind für Selbstbestimmung am Lebensende; aber nur ca. 15% wissen laut einer Forsa-Umfrage vom Oktober 2024, dass professionelle Suizidhilfe in Deutschland erlaubt ist. Zu den 31 Veranstaltungen mit dem Film "GOTT" kamen im Jahr 2025 durchschnittlich über 130 Kinobesucher pro Film.

Mit dem Kinofilm "GOTT" von Ferdinand von Schirach wird eines der erfolgreichsten Dramen unserer Zeit gezeigt. Richard Gärtner, ein 78-jähriger ehemaliger Architekt, gespielt von Matthias Habich, hat einen Wunsch: Er möchte sein Leben beenden. Aber er will dies nicht im Ausland tun, sondern legal, mit der Unterstützung seiner Hausärztin. Die Situation von Richard Gärtner wird vor dem Ethikrat diskutiert. Die Debatte dreht sich nicht darum, welche Arten von Sterbehilfe für Ärzte straffrei sind, sondern ob Ärzte den Wunsch eines lebensmüden Patienten erfüllen dürfen - unabhängig davon, ob der Patient jung oder alt, gesund oder krank ist.
Dr. Keller, ein Mitglied des Ethikrates und gespielt von Ina Weisse, befragt Experten und lässt sie ihre Meinungen äußern. Am Ende wendet sich die Vorsitzende direkt an das Publikum mit der Frage: Soll Richard Gärtner das tödliche Medikament erhalten, um sein Leben selbstbestimmt zu beenden?

Freitodbegleitungen sind in Deutschland legal und finden in einem gesicherten Rechtsrahmen statt. In dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 wird als einzige Voraussetzung die Freiverantwortlichkeit der Sterbewilligen gefordert.
Jeder darf helfen - auch alle Ärzt:innen und professionellen Organisationen.  

Die Sonderveranstaltung wird organisiert von der Volkshochschule Neustadt an der Weinstraße und von der DGHS. 
Sie beginnt am Mo. 15.06.2026 um 17:30 Uhr im Roxy-Kino, Konrad Adenauer-Str. 23, 67433 Neustadt/Weinstraße mit einem Sektempfang und Informationsmaterialien der DGHS. Der Film beginnt um 18:00 Uhr. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit Ursula Bonnekoh, DGHS-Präsidiumsmitglied. Inhaltlich geht es um die rechtliche Situation der Suizidhilfe in Deutschland sowie um die Umsetzung des ärztlich assistierten Freitods. Karten gibt es Vorverkauf oder an der Tageskasse des Kinos.
Die DGHS hat seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 mehr als 2000 Menschen an professionelle Freitodteams vermittelt. Diese bestehen aus einer Jurist:in und einer Ärzt:in. 

Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. ist mit über 50.000 Mitglieder die größte Bürgerrechts- und Patientenschutzorganisation in Deutschland. Sie setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 für das Recht auf Selbstbestimmung über das eigene Leben ein. Die DGHS ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Informationen von Reinhard Konermann per Mail: reinhard.konermann@dghs.de

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Volkshochschule Neustadt und DGHS