Landesgartenschau: Stadt bietet Anwesen im Park zum Verkauf – Konzept entscheidet

Autor/in: Pressestelle

Nicht der höchste Kaufpreis zählt, sondern die beste Idee: Die Stadt Neustadt an der Weinstraße verkauft ein ehemaliges Betriebswohnhaus direkt im Landesgartenschau-Gelände - und sucht dafür ein überzeugendes Nutzungskonzept.

Das bis vor wenigen Jahren noch bewohnte Gebäude und Gewerbebetrieb befindet sich in der Adolf-Kolping-Straße 38, einem außergewöhnlichen Standort: Direkt am renaturierten Speyerbach, am künftigen Landschaftspark und quasi in der Mitte der Landesgartenschau 2028. Über die Adolf-Kolping-Straße ist es zudem hervorragend erschlossen. Zumal die Straße in Kürze saniert wird.

Mitverkauft wird ein etwa 1.500 Quadratmeter großes Grundstück, dessen Zuschnitt noch flexibel angepasst werden kann.

Die Stadt setzt bewusst auf eine qualifizierte Konzeptvergabe: Gesucht werden Ideen, die den besonderen Standort aufwerten, Synergien mit dem neuen Grünzug und Freizeitgelände schaffen und einen Mehrwert für die Stadtgesellschaft sowie die benachbarte Wohnbebauung bieten.

Kreative Ideen sind willkommen

Interessierte sind aufgerufen, ein Konzept einzureichen, das sowohl die gestalterische als auch die betriebliche Ausrichtung beschreibt. Die Stadt macht hierfür kaum Vorgaben. Zwar sind beispielsweise Gastronomie mit ergänzender Betriebs- oder Ferienwohnung denkbar, ebenso willkommen sind aber auch andere kreative und publikumswirksame Konzepte – etwa aus den Bereichen Kultur, Freizeit, Bildung, Handwerk oder regionale Produkte.

Allerdings: Das Grundstück liegt in einem sogenannten „eingeschränkten Gewerbegebiet“. Emissionsträchtiges Gewerbe ist nicht erlaubt. Nicht gewünscht sind des Weiteren verkehrsintensive Betriebe sowie Nutzungen, die kaum öffentlich wahrnehmbar sind oder keinen erkennbaren Mehrwert für Neustadt und die umliegenden Quartiere schaffen.

Kein Komplettabriss

Ein wichtiger Aspekt ist zudem der Umgang mit dem Bestand. Im Sinne des Leitgedankens „Cradle to Cradle“, der die Landesgartenschau prägt, soll möglichst ressourcenschonend mit dem bestehenden Gebäude umgegangen werden. Ein vollständiger Abriss ist deshalb nicht vorgesehen, Teilrückbauten sind je nach Konzept jedoch möglich.

Die Vergabe erfolgt nach bestimmten Kriterien. Neben dem Kaufpreis spielen insbesondere die Qualität und Tragfähigkeit des Nutzungskonzepts eine entscheidende Rolle.

Viel Zeit für die Bewerbungen mit Nutzungskonzept, Kaufpreisgebot und Finanzierungsnachweis bleibt nicht: Nach Möglichkeit soll bereits im November die Entscheidung über die Vergabe fallen. Der Verkauf könnte also noch Ende 2026 erfolgen.

Ziel der Stadtverwaltung ist es, dass die neue Nutzung möglichst unmittelbar im Anschluss an die Landesgartenschau 2028 umgesetzt wird. In Abstimmung mit der Landesgartenschau-Gesellschaft können einzelne Nutzungsbausteine gegebenenfalls bereits während der Gartenschau erlebbar werden.

Infos online, Ansprechpartner vor Ort

Das vollständige Exposé mit Lageplänen, Bauunterlagen und Fotos ist unter https://www.neustadt.eu/Planen-Bauen-Wohnen/Grundstücke-Immobilien abrufbar. Besichtigungen sind nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Ansprechpartner sind beim Sachgebiet Liegenschaften der Stadtverwaltung Frank Stradinger (Telefon: 06321 855-1224, Mail: frank.stradinger@neustadt.eu) sowie Andrea Kaiser (Telefon 06321 855-1238, andrea.kaiser@neustadt.eu).

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