Riesenschubkarre – Symbol für Tradition, Gemeinschaft und Brauchtum
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Haardter Weinhoheiten und des 70. Haardter Weinfestes entstand eine überdimensionale Schubkarre. Sie wurde 2025 als Festwagen für die amtierenden Haardter Weinhoheiten Janice Schmidt und Leo Beyer für den Winzerfestumzug in Neustadt gebaut.
Bereits 2023 hatte dasselbe ehrenamtliche Team den Festwagen „Balkon der Pfalz“ gestaltet. Die Freude am gemeinsamen Wagenbau und die Verbundenheit mit dem Haardter Brauchtum führten dazu, dass auch 2025 wieder gemeinsam angepackt wurde. Schnell war klar: Zum Jubiläumsjahr sollte das traditionelle Haardter Schubkarrenrennen im Mittelpunkt stehen.
Die Riesenschubkarre wurde dem Original nachempfunden und symbolisiert das weit über Haardt hinaus bekannte Schubkarrenrennen. Dieses ist seit vielen Jahren ein Höhepunkt des Haardter Weinfestes und verbindet sportlichen Ehrgeiz, Spaß, Teamgeist und jede Menge gute Laune.
Unter großem ehrenamtlichem Einsatz wurde die Schubkarre innerhalb weniger Wochen gefertigt. Florian Beyer und Harald Kerbeck erstellten die Pläne, Schreinermeister Florian Beyer und Christian Schmidt übernahmen die Holzarbeiten, Harald Kerbeck fertigte die Stahlelemente. Unterstützt wurde das Team von Manfred Germann sowie den Familien der Weinhoheiten. Den finalen Anstrich übernahmen Andrea Beyer, Steffi Schmidt, Janice, Leo und Ortsvorsteherin Silvia Kerbeck. Pünktlich zum Deutschen Winzerfestumzug am 12. Oktober 2025 war der Festwagen fertig. Unter dem Motto „Die Haardt lebt Tradition mit Schubkarre, Woi und Kron“ sorgte die Riesenschubkarre für große Bewunderung und wurde sogar mit einem Geldpreis ausgezeichnet.
Zu schade für ein Leben im Lager, sollte die Riesenschubkarre anschließend dauerhaft auf der Haardt zu sehen sein. Am 22. August 2026 fand sie ihren neuen Platz auf der Schlossmauer am Mandelring unterhalb des Haardter Schlosses – direkt an der Rennstrecke des Schubkarrenrennens. Mit einem Gewicht von rund 320 Kilogramm war für die Aufstellung schweres Gerät erforderlich. Markus Höbel von Hanbuch & Söhne und Bauunternehmer Michael Hauser übernahmen den Transport mit einem Schwerlastkran. Auf eigens gefertigten Fundamenten wurde die Schubkarre fachgerecht verankert. Eine Infotafel zur Geschichte der Riesenschubkarre und des Schubkarrenrennens ist bereits in Arbeit. Auch die Standfläche soll künftig mit blühenden Stauden gestaltet werden.
Die Riesenschubkarre ist damit weit mehr als ein außergewöhnliches Bauwerk: Sie steht für das ehrenamtliche Engagement, den Zusammenhalt und die gelebte Tradition, die das kulturelle Leben auf der Haardt seit Generationen prägen.
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