Wirtschaft & Innenstadt: KI für den Mittelstand: Neustadter Wirtschaftsfrühstück trifft auf große Resonanz

Autor/in: Pressestelle

Wie können kleine und mittlere Unternehmen Künstliche Intelligenz sinnvoll und sicher einsetzen? Dieser Frage widmete sich das Neustadter Wirtschaftsfrühstück der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WEG) am 3. November 2026 im Saalbau. 

Bild vergrößern: Wirtschaftsfrühstück Foyer Bild: © Stadt Neustadt
Austausch und Netzwerken im Foyer

Die Veranstaltung stieß diesmal auf besonders große Resonanz: rund 140 Unternehmen, Vertreter und Vertreterinnen aus Handwerk, Mittelstand, Stadtverwaltung und weitere lokale Akteure informierten sich über Praxisbeispiele, Einstiegsmöglichkeiten und Chancen des KI-Einsatzes.

Geschäftsführerin der WEG, Karin Henneke, lädt regelmäßig zum Wirtschaftsfrühstück ein. Die Treffen verbinden fachlichen Input mit Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. Dass das Thema KI aktuell viele beschäftigt, zeigte sich an der zahlreichen Teilnahme.

Vom Zeitfresser zur Entlastung

Dr. Jürgen Rink und Frank Apfel vom KI-Garten Neustadt stellten in ihrem Beitrag „KI (be)trifft KMU“ vor, wie Unternehmen den Einstieg in die KI-Arbeit gelingen kann. Ihr Rat: „Ein Schritt nach dem anderen.“ Wer zu schnell zu viel umsetzen wolle, könne schnell an den eigenen Ambitionen scheitern.

Auch Christof Heidemanns von i-hoch-4 empfahl einen pragmatischen Zugang. Wichtig sei zunächst, die eigenen Aufgaben und Abläufe genau zu kennen. Ausgangspunkt sollte die Frage sein: Was sind die Zeitfresser im Unternehmen? Lassen sich wiederkehrende Arbeiten automatisieren oder mit KI unterstützen, bleibe mehr Zeit für das eigentliche Gestalten.

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Vorträge zum Thema KI in Unternehmen

Praxisbeispiel aus der Stadtverwaltung

Ein konkretes Beispiel aus der Kommunalverwaltung lieferte Jochen Dehm mit seinem Vortrag „KI im Posteingang“. Er zeigte, wie die Stadtverwaltung Künstliche Intelligenz nutzen kann, um wiederkehrende Anfragen zu bearbeiten – etwa die zahlreichen ähnlichen Fragen rund um das Mandelblütenfest. Eine datenschutzrechtlich abgesicherte KI-Lösung könne die Kolleginnen und Kollegen spürbar entlasten.

KI als Chance

Oberbürgermeister Marc Weigel begrüßte die Teilnehmenden und bezog die Diskussion auf die angespannte Finanzlage der Kommunen, die nicht nur Neustadt, sondern alle kreisfreien Städte und Kommunen beträfe. Die Stadt müsse sparen, wobei an vielen Stellen kaum Spielraum bestehe und der Bund handeln müsse. „Eine der wenigen Stellschrauben, die die Stadt hat, sind die Personalkosten“, sagte Weigel. Gerade dort könne der KI-Einsatz eine Chance sein. Zeit und Kosten könnten eingespart werden, wenn Prozesse optimiert oder Aufgaben unterstützt würden.

Er verwies darauf, dass inzwischen sichere und datenschutzrechtlich abgesicherte Lösungen zur Verfügung stünden. KI sei für ihn keine Bedrohung, sondern eine Chance – sofern sie klaren Regeln unterliege, denn „die Bürgerinnen und Bürger müssen uns weiterhin vertrauen können“.

Austausch und Ausblick

Im Anschluss bestand im Foyer Gelegenheit zum Gespräch und zur Information an verschiedenen Ständen. So präsentierten unter anderem die IHK, die Agentur für Arbeit und Willkomm e. V. Angebote rund um das Thema KI.

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