Geinsheim: Umgebautes Feuerwehrhaus und neuer Einsatzwagen
Stadt investiert 615.000 Euro – Ehrenamtliche erbringen Eigenleistung
Mehr Platz für Fahrzeuge und Ausrüstung, moderne Umkleide- und Sanitärbereiche und ein neues Einsatzfahrzeug: Die Löschgruppe Geinsheim ist für ihre Aufgaben künftig noch besser aufgestellt. Am Sonntag, 4. Oktober, wurde das umgebaute Gerätehaus am Pater-Theodor-Schneider-Platz offiziell eingeweiht und der Wehr ein neues Mehrzweckfahrzeug übergeben.
Oberbürgermeister: »Bessere Bedingungen für die Feuerwehr«
Oberbürgermeister Marc Weigel würdigte bei der Feierstunde das Engagement der Freiwilligen Feuerwehr und die Bedeutung des Standorts für den Brand- und Katastrophenschutz im Neustadter Osten: „Mit der Erweiterung und Sanierung verbessern wir die Bedingungen für unsere Feuerwehrleute und sichern gleichzeitig die Einsatzfähigkeit der Löschgruppe Geinsheim für die Zukunft.“
Unter den Gästen waren neben zahlreichen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden aus anderen Neustadter Einheiten und der Nachbarschaft unter anderem der Geinsheimer Einheitsführer Markus Leibig, der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur der Stadt Stefan Klein und sein Stellvertreter Ralf Stuhlberg, sowie Ortsvorsteherin Sabine Kaufmann. Pater Kisito Ninpa-Fogan nahm die Segnung des neuen Fahrzeugs vor.
Mehr Platz für größere Einsatzfahrzeuge
Die Beschaffung des neuen Einsatzwagens war auch der Auslöser für die Gebäudeerweiterung und der damit einhergehenden Sanierung. Denn die Halle war ursprünglich für zwei Fahrzeuge errichtet worden. Inzwischen werden hier drei Fahrzeuge vorgehalten, von denen zwei hintereinander stehen. Aufgrund der gestiegenen Fahrzeuggrößen war eine Erweiterung der Halle in Richtung Vorplatz notwendig.
Gleichzeitig wurden die sehr beengten räumlichen Bedingungen für die Feuerwehrangehörigen verbessert. Sie müssen ihre Einsatzbekleidung nun nicht mehr direkt neben den Fahrzeugen anlegen, was auch eine Unfallgefahr darstellte. Zudem wurden die Sanitäranlagen erneuert und zahlreiche Mängel bei der Gebäudetechnik beseitigt. Insgesamt investierte die Stadt rund 460.000 Euro.
Feuerwehr packt selbst mit an
Baubeginn war im Februar 2026. Bereits Ende August konnte die Löschgruppe wieder ins Gerätehaus einziehen. Während der nur sechsmonatigen Umbauzeit waren Fahrzeuge, Gerät und Einsatzbekleidung in einer nahegelegenen privaten Halle untergebracht. Die Familie eines Feuerwehrmitglieds stellte diese kostenfrei zur Verfügung.
Seine besondere Anerkennung sprach OB Weigel für das starke Engagement aller Feuerwehrleute aus, die sich tatkräftig am Umbau beteiligten: Um das Budget einhalten zu können, wurden verschiedene Abbruch-, Maler- und Umräum-Arbeiten in unentgeltlicher Eigenleistung übernommen. Dadurch konnte insbesondere im Sanitärbereich mehr erneuert und umgebaut werden, als ursprünglich geplant.
Insgesamt war der Umbau eine Gemeinschaftsleistung des städtischen Gebäudemanagements (Abteilung Bauprojekte), des für Planung und Bauleitung beauftragten Architekten Klaus Zörcher (Venningen), mehrerer Firmen aus der Region sowie der Feuerwehr.
Neues Mehrzweckfahrzeug
Mit dem neuen MZF 1 verfügt die Löschgruppe nun wieder über drei Einsatzfahrzeuge. Der Kastenwagen mit Allradantrieb bietet Platz für verschiedenes Material und sechs Einsatzkräfte. Die Kosten einschließlich Beladung und Funk betragen rund 155.000 Euro. Er ersetzt ein Tragkraftspritzenfahrzeug von 1986, das nach 39 Jahren aufgrund eines Schadens außer Dienst gestellt werden musste.
Investitionen in die Feuerwehr gehen weiter
Die 32-köpfige Löschgruppe Geinsheim gehört zum Ausrückebereich Neustadt-Ost mit der Löschgruppe Duttweiler und dem Löschzug Lachen-Speyerdorf.
Auch an anderen Stellen investiert die Stadt laufend in ihre Freiwillige Feuerwehr. So startet in Mußbach nun der zweite Bauabschnitt bei der dortigen Erweiterung und Sanierung des Gerätehauses. Der Neubau des Feuerwehrhauses in Lachen-Speyerdorf schreitet ebenfalls voran.
Darüber hinaus sind derzeit drei neue Mannschaftstransportfahrzeuge für Gimmeldingen, Lachen-Speyerdorf und die Kernstadt sowie zwei Tanklöschfahrzeuge für den Löschzug Süd (Hambach) und die Kernstadt in der Beschaffung.
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