Adoption eines ausländischen Kindes Beurkundung im Geburtenregister
Volltext
Möchten Sie ein Kind aus dem Ausland adoptieren? Dann sollten Sie im Vorfeld die Anerkennung einer solchen Adoption im Inland klären. Nach der Auslandsadoption bleibt die ausländische Geburtsurkunde Ihres Adoptivkindes gültig. Als Adoptiveltern können Sie dennoch zusätzlich eine Beurkundung der Geburt in Deutschland beantragen
Verfahrensablauf
Sie können die Nachbeurkundung der Geburt Ihres im Ausland geborenen Kindes beim Standesamt Ihres Wohnsitzes beantragen. Das Standesamt trägt Ihr Kind im Geburtenregister ein. Nach der Eintragung erhalten Sie auf Antrag eine deutsche Geburtsurkunde für Ihr Kind.
Hinweis:
Das Standesamt, das die Nachbeurkundung der Geburt Ihres im Ausland geborenen Kindes vornimmt, informiert:
- das Standesamt, das die Geburtseinträge für die Adoptiveltern führt
- dem Standesamt I in Berlin, dass die Geburt des im Ausland geborenen Kindes in Deutschland nachbeurkundet wurde
- der Meldebehörde.
Ansprechpunkt
Bitte wenden Sie sich an das Standesamt Ihres Wohnsitzes.
Erforderliche Unterlagen
Es sind sämtliche Unterlagen, die im Herkunftsland für die Beurkundung der Geburt und für die Adoption erforderlich waren, vorzulegen.
Hinweis
:
Sie benötigen ausländische Urkunden mit Überbeglaubigung durch die zuständige ausländische Behörde (Apostille) oder Legalisation durch die deutsche Auslandsvertretung.
Kosten
- Für die Nachbeurkundung der Geburt des Adoptivkindes durch das Standesamt fallen Gebühren an.Die Höhe der Gebühr ist vom Verwaltungsaufwand im Einzelfall abhängig.
Gebühr: Mindestens 59,00 EUR, höchstens 118,00 EUR. (Vorkasse: nein)
Rechtsgrundlage(n)
- § 36 Personenstandsgesetz (PStG)
- § 27 Personenstandsgesetz (PStG)
- § 49 Personenstandsgesetz (PStG)
- § 50 Personenstandsgesetz (PStG)
- § 57 Personenstandsverordnung (PStV)
- Nr. 16.5.4.4 des Besonderen Gebührenverzeichnisses der allgemeinen und inneren Verwaltung einschließlich der Polizeiverwaltung
Hinweise (Besonderheiten)
Sollten Sie mit einer Entscheidung des Standesamts nicht einverstanden sein, können Sie sich an das Amtsgericht wenden. Für die Entscheidungen sind ausschließlich die Amtsgerichte zuständig, die ihren Sitz am Ort eines Landgerichts haben.
Fachliche Freigabe
Fachlich freigegeben durch:
MDI