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Kurzportrait Heidi Kling

Blitzlicht
  • Lebensmotto: „Nicht jammern, sondern anpacken“
  • Begeisterte sich schon in frühen Jahren für das Kabarett
  • Engagiert sich mit viel Energie, Lebensfreude und Humor seit 25 Jahren im und für den Neustadter Kleinkunstverein „die reblaus e.V.“
  • War von 2004 bis 2006 Vorsitzende des Vereins, der 2011 mit dem Kulturpreis der Stadt Neustadt ausgezeichnet wurde, und amtiert erneut seit 2012
  • Wohnt seit 1984 mit ihrem Ehemann Georg Kling auf der Neustadter Haardt und ist auch in ihrer Nachbarschaft aktiv
  • Leitete von 1991-1996 die „Spielplatzinitiative Haardt“ und initiierte 1998 das regelmäßig stattfindende monatliche „Frauenfrühstück“ im Gemeindehaus der protestantischen Kirchengemeinde Haardt

„Interesse am Kabarett“, erzählt Heidi Kling, „entwickelte ich schon als junges Mädchen, da ich mit meinen Eltern im Fernsehen oft die Ausstrahlungen der Berliner ´Stachelschweine` und der Münchner ´Lach- und Schießgesellschaft` schaute. Wir sind 1951 aus der DDR geflüchtet, und da wusste man doch, dass im Kabarett Dinge angesprochen werden, die sich sonst keiner auszusprechen getraut. Allerdings bin ich zur ´reblaus` durch Besuche des Kinderprogramms mit meinem Sohn Felix und vielen anderen Kindern und Müttern des Haardter Kindergartens gekommen. Seit 1991 plane ich das Kinder- und Jugendprogramm, denn dies liegt mir besonders am Herzen.“

Das Theaterangebot für Kinder und Jugendliche ist seit mehr als 25 Jahren fester Bestandteil des ´reblaus`-Programms. Pro Kalenderjahr führt der 1985 gegründete Kleinkunstverein mit Hilfe von ehrenamtlichen Mitgliedern insgesamt circa 25 Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch. Unterstützt wird er dabei durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, die Stadt Neustadt, die Sparkasse Rhein-Haardt und die Volksbank Rhein- und Kurpfalz. So ist es auch möglich, bundesweit renommierte Künstlerinnen und Künstler nach Neustadt zu holen – genauer gesagt ins „Theater Katakombe“ im atmosphärisch schönen Gewölbekeller des Christlichen Jugenddorfs.

Einen Schwerpunkt hat der Verein dabei vor allem im Bereich des politischen und gesellschaftskritischen Kabaretts. Auch das Kinder- und Jugendprogramm setzt auf die Förderung eigener Meinungsbildung. Dazu heißt es auf der Website des Vereins: „Das wachsende Interesse zeigt, dass es auch in Zeiten, in denen Fernsehen, Video und Computer einen zunehmenden Anteil im Leben der Kinder und Jugendlichen ausmachen, wichtig ist, das Live-Erlebnis eines Theaterstücks, einer Märchenerzählerin oder eines Kinder-Musicals zu ermöglichen. Die fast immer ausverkauften Schulveranstaltungen zeigen, wie groß der Bedarf an dieser Stelle ist.“

Circa 25 Veranstaltungen im Jahr: Das verlangt viel Engagement vom Vorstand und den circa 20 aktiven Helferinnen und Helfern des Vereins, der derzeit 140 Mitglieder zählt. Der achtköpfige Vorstand wird von der Mitgliederversammlung alle zwei Jahre neu gewählt.

Welche Aufgaben fallen dabei Heidi Kling als der amtierenden Vorsitzenden zu?

„Sitzungen einberufen und leiten“, erklärt sie, „Kontakte zu Agenturen und Künstlern herstellen, Verhandlungen führen und Verträge abschließen, die Künstlerbetreuung bei den Veranstaltungen übernehmen, Anträge auf Zuschüsse vorbereiten, Werbung. Doch im Laufe der vielen Jahre im Verein habe ich auch als Stellvertreterin viele zusätzliche Aufgaben übernommen.“

Was sie für die zeitintensive Arbeit entschädigt, sind vor allem „schöne Erinnerungen an viele wunderbare Veranstaltungen“ und „die große Resonanz, die unsere Arbeit nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den auftretenden Künstlerinnen und Künstlern findet: „Es freut mich sehr, dass viele von ihnen, wie zum Beispiel Jürgen Becker, Lars Reichow, Thomas Freitag, Martin Zingsheim, Christoph Sieber, Vince Ebert, LA LE LU, Pigor und Eichhorn und andere, inzwischen sehr prominente Kabarettisten, immer wieder gern nach Neustadt zurückkehren, weil sie die Atmosphäre der Katakombe und unser Publikum sehr schätzen.“

Hat sie besondere Wünsche für die Zukunft?

„Vor allem wünschen wir uns neue Mitglieder der jüngeren Generation mit Spaß an Kleinkunst, die unsere Vereinsarbeit aktiv unterstützen und fortführen. Interessenten können uns einfach während der Veranstaltungen ansprechen oder via E-Mail Verbindung zu uns aufnehmen (kontakt@reblaus.kleinkunst.de).“

Ausführliche Infos zum „reblaus“-Programm September bis Dezember 2016 (einschließlich der Angebote für Kinder und Jugendliche und spezieller Aufführungen für Schulen) sowie zum Kartenvorverkauf findet man auf der Website:

www.reblaus-kleinkunst.de

Text©Usch Kiausch