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Kurzportrait Bernhard Matthäss

Blitzlicht
  • Hat jüngst einer reizenden Nixe im Speyerbach eine Bleibe geschenkt
  • Lebt und arbeitet als Bildhauer in Neustadt-Duttweiler
  • Schafft Skulpturen mit engem Bezug zu Umwelt und Natur
  • Verwendet gern heimische Materialien wie Haardter Sandstein
  • Verleiht seinen Werken Magie und ein unverwechselbares Gesicht
  • Wurde u.a. mit dem Trier-Saarburg-Kunstpreis ausgezeichnet

„Nicht nur in Parks und öffentlichen Anlagen sorgen Skulpturen für überraschende Ausblicke und definieren Blickachsen“, sagt Bernhard Mathäss. Und das hat er auch mit seiner neuen Skulptur „Die Nixe“ unter Beweis gestellt. Gut sichtbar am Eingang der Neustadter Wallgasse und gegen mutwillige Beschädigungen gesichert, residiert sie künftig im Speyerbach auf der Uferseite des Wasserwirtschaftsamtes. Beim ganztägigen Kulturfest „Kultur am Bach“ am 11. Juni 2015 begeisterte Mathäss mit „verlandschafteten Akten“ und „Landschaften mit weiblichen Bezügen“ wie den Skulpturen „Große Venus“, „Kleine Landschaften“ – und besonders mit seiner „Bachnixe“.

Überwältigende Resonanz fand die Nixe nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei der Kulturstiftung der ehemaligen Stadtsparkasse Neustadt an der Weinstraße: Auf Anregung der städtischen Kulturabteilung hin gab sie bei Mathäss eine ähnliche Skulptur aus Haardter Sandstein, durch den imprägnierten Sockel besser gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt, in Auftrag und übereignete sie jüngst der Stadt als dauerhaften Blickfang der grünen Oase in der Innenstadt. „Besondere Anforderungen stellte der geheimnisvolle Blick dieser Nixe“, erklärt ihr Schöpfer. „Er ist jetzt leicht nach oben und in die Ferne gerichtet, sodass sie den Betrachter am anderen Ufer direkt anzuschauen scheint.“ Und ist so verführerisch geraten, als wollte die Schöne ihre Betrachter zu sich ins kühle Nass ziehen.

Sein handwerkliches Können hat der 1963 in Landau geborene Künstler nach dem Abitur am Leibniz-Gymnasium Neustadt in gründlicher Ausbildung erworben: in der Steinbildhauerlehre bei Theo Rörig, in der Bildhauerklasse von Professor Thomas Duttenhöfer in Wiesbaden und in der Freiburger Fachschule für Steingestaltung, wo er den Abschluss als staatlich geprüfter Gestalter machte.

Nach der Meisterprüfung im Steinmetz- und Bildhauerhandwerk folgten zahlreiche Gemeinschafts- und Einzelausstellungen: beispielsweise die Beteiligung an Ausstellungen des Kunstvereins Neustadt „Junge Künstler in der Villa“, an der Kunstmesse „Forum Interregional“, ein Bildhauersymposium samt Ausstellung in der Gedenkstätte Osthofen, Ausstellungen bei der Europäischen Akademie Trier, im Foyer des Landtages Mainz, im Kreishaus Südliche Weinstraße, in der Villa Böhm und im Mußbacher Herrenhof.

„Mein Grundthema“, sagt er, „ist der Mensch, und zwar auch und gerade der Mensch als Individuum. Trotz großer technologischer Fortschritte sind es immer noch die Beziehungen, die unser Leben bestimmen.“ Es geht ihm dabei nicht um abstrakte Darstellungen, sondern um realistisch-naturalistisches Gestalten mit besonderem Einfühlungsvermögen für Stimmungen und Situationen – so wie bei der jüngst geschaffenen Skulptur „Die Nixe“.

Weitere Infos: www.bernhard-mathaess.de

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