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Möchten Sie ein bestimmtes zulassungspflichtiges Handwerk ohne entsprechenden Meistertitel ausüben? Dann können Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausübungsberechtigung Handwerksordnung (HwO) beantragen.

Mit einer erteilten Ausübungsberechtigung erfüllen Sie die Eintragungsvoraussetzungen für ein zulassungspflichtiges Handwerk in die Handwerksrolle.

Achtung: Mit einer Ausübungsberechtigung erwerben Sie nicht die Berechtigung, einen Meistertitel zu führen. Die Ausbildungsberechtigung im betreffenden Handwerk bleibt einer gesonderten Überprüfung vorbehalten..

Von diesen Regelungen ausgenommen sind folgende zulassungspflichtige Handwerke: 

  • Schornsteinfegerhandwerk,
  • Augenoptikerhandwerk,
  • Hörgeräteakustikerhandwerk,
  • Orthopädietechnikerhandwerk,
  • Orthopädieschuhmacherhandwerk und
  • Zahntechnikerhandwerk.
Voraussetzungen sind :
 
Eine Ausübungsberechtigung erfordert: 
  • Abschluss einer einschlägigen Ausbildung (Gesellenprüfung) in dem beantragten, in einem mit diesem Handwerk verwandten Handwerk oder eine Abschlussprüfung in einem dem zu betreibenden Handwerk entsprechenden anerkannten Ausbildungsberuf
  • Zusätzlich eine mindestens sechsjährige Gesellentätigkeit einschließlich einer mindestens vierjährigen Tätigkeit in leitender Funktion im beantragten Handwerk
  • kaufmännische und allgemeinrechtliche Sachkenntnisse gelten i.d.R. durch die Berufserfahrung als erbracht; soweit dies nicht der Fall ist, sind sie durch Teilnahme an Lehrgängen oder auf sonstige Weise nachzuweisen.
Verfahrensablauf
 
Der Antrag auf Erteilung einer Ausübungsberechtigung ist bei der zuständigen Handwerkskammer zu stellen. Zuständig ist die Handwerkskammer, in deren Bezirk Ihre zukünftige Betriebsstätte liegt. Den Antrag müssen Sie zusammen mit allen Unterlagen einreichen.