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Werdende Mütter erhalten während der Schutzfristen, also 6 Wochen vor der Geburt und 8 Wochen danach (bei Früh- und Mehrlingsgeburten 12 Wochen und länger), von Ihrer Krankenkasse ein Mutterschaftsgeld. Es beträgt maximal 13,00 ¤ pro Kalendertag. Übersteigt der durchschnittliche kalendertägliche Nettolohn diesen Höchstbetrag, ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Differenz als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zu zahlen. Beides zusammen entspricht dann dem bisherigen durchschnittlichen Nettogehalt.

Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben weibliche Mitglieder von gesetzlichen Krankenkassen, die

  • bei Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Krankengeld haben oder
  • wegen der Schutzfristen nach § 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 1 MuSchG kein Arbeitsentgelt erhalten.

Sonderregelungen gelten für werdende Mütter, wenn Sie bei Beginn der Schutzfrist vor der Entbindung Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld nach dem SGB III – Arbeitsförderung haben.

Das Mutterschaftsgeld wird dann in Höhe des Krankengeldes gezahlt, sofern ein Anspruch auf Krankengeld besteht.

Arbeitslosengeld-II-Bezieherinnen haben hingegen keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Diesen wird jedoch während der gesetzlichen Mutterschutzfristen unter Berücksichtigung eines Mehrbedarfs ab der 13. Schwangerschaftswoche das Arbeitslosengeld II weitergezahlt.