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Berufskrankheiten sind Erkrankungen, die dadurch entstehen, dass die Betroffenen im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit in erheblich höherem Maße gesundheitsschädlichen Einwirkungen (z.B. bestimmten Chemikalien, physikalischen Einwirkungen wie Lärm und schwere Lasten, Krankheitserreger) ausgesetzt sind, als der Rest der Bevölkerung. Nicht jede Erkrankung kann aber als Berufskrankheit anerkannt werden. Erkrankungen, die derzeit als Berufskrankheiten anerkannt werden können, finden Sie in der Berufskrankheitenverordnung (BKV).

Wenn Sie an einer Berufskrankheit leiden, haben Sie Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Zu diesen Leistungen gehören beispielsweise:

  • Behandlungskosten
  • Lohnersatzleistungen (Verletztengeld, Übergangsgeld)
  • Kosten für notwendige Umgestaltungen des Arbeitsplatzes
  • Rente
    Eine Rente wird allerdings nur gezahlt, wenn die Schädigung eine bestimmte Schwelle (MdE: Minderung der Erwerbsfähigkeit) übersteigt.
  • Umschulungsmaßnahmen

Hinweis: Wenn eine Krankheit nicht als Berufskrankheit anerkannt wird, werden die notwendigen medizinischen Leistungen von der Krankenversicherung und etwaige Rentenleistungen von der gesetzlichen Rentenversicherung erbracht.

Wenn Sie vermuten, dass Ihre Erkrankung berufsbedingt ist und Sie Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung beziehen möchten, muss zuerst geklärt werden, ob Ihre Krankheit als Berufskrankheit anerkannt werden kann. Dies geschieht im Berufskrankheitenfeststellungsverfahren.