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Opfer von Straftaten sind infolge der Tat meist nicht nur finanziell oder wirtschaftlich geschädigt, sondern leiden auch psychisch unter den Folgen der Tat. Ihre Bedürfnisse umfassen neben der Sicherheit vor weiteren Straftaten auch die Bewältigung des aus der Straftat resultierenden Traumas, den Beistand bei der Wiederherstellung ihrer Würde und bei dem Ausgleich des erlittenen Schadens.

Opfer von Straftaten erhalten von vielen Seiten Hilfe. Es gibt den staatlichen Anspruch nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG), die psychosoziale Prozessbegleitung und andere Opferhilfe-Einrichtungen (Beratungsstellen, die Frauenhäuser, den WEISSEN RING e.V., die Stiftung Opferschutz u.a. private Opferhilfsorganisation).

Besonders schutzbedürftige Verletzte können zudem einen gesetzlichen Anspruch auf professionelle Begleitung und Betreuung während des gesamten Strafverfahrens haben, die sogenannte psychosoziale Prozessbegleitung.

Psychosoziale Prozessbegleitung ist eine besonders intensive Form der Begleitung vor, während und nach der Hauptverhandlung. Sie umfasst die qualifizierte Betreuung, Informationsvermittlung und Unterstützung im Strafverfahren. Damit soll vor allem die individuelle Belastung der Opfer reduziert werden. Prozessbegleitung ersetzt also nicht die Anwältin oder den Anwalt. Rechtsberatung ist und bleibt die Aufgabe allein der Anwältinnen oder Anwälte. Prozessbegleitung ist eine nicht-rechtliche Begleitung und damit ein zusätzliches Angebot für besonders schutzbedürftige Opfer.

Psychosoziale Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter haben das Recht, bei Vernehmungen des Opfers dabei zu sein.

Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Opferschutz unterstützt Opfer von Straftaten, die durch die Straftat in wirtschaftliche Not geraten sind. Aufgabe der Stiftung ist es, Opfern von Straftaten ergänzende finanzielle Hilfe zu leisten. Sie soll zur Linderung von Notlagen beitragen, wenn diesen Menschen nicht auf andere Weise geholfen werden kann. Zudem gehört zu den Aufgaben der Landesstiftung, gemeinnützige Organisationen, die sich für die Betreuung von Opfern einer Straftat engagieren, zu unterstützen.

Der WEISSE RING z.B. bietet für Opfer konkret folgende Hilfeleistungen:

  • psychosoziale Betreuung und Beratung,
  • Vermittlung zu weitergehenden Hilfs- und Beratungsangeboten,
  • Begleitung zu Gerichts-, Behörden-, Anwalts-, und Arztterminen,
  • Unterstützung von Anträgen.

Außerdem erhalten Opfer auch Informationen über finanzielle Hilfen und Ansprüche.  
Folgende finanzielle Hilfen sind gegebenenfalls möglich:

  • unbürokratische Soforthilfen,
  • Unterstützung beim Ausgleich materieller und immaterieller Schäden,

Finanzierungshilfen bei Angeboten zur psychischen Stabilisierung, wie beispielsweise