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Zensus 2022: Kommunale Erhebungsstelle für die Stadt Neustadt an der Weinstraße stellt sich vor

Im kommenden Jahr gibt es ab Mai 2022 wieder einen Zensus, auch bekannt als Volkszählung. Für die Durchführung des Zensus 2022 in der Stadt Neustadt an der Weinstraße ist die Kommunale Erhebungsstelle Zensus in der Stadtverwaltung unter der Leitung von Johny Tien Vu, Thomas Dill-Korter und Marius Dudenhöffer zuständig.

Der Zensus ist eine bundesweite statistische Erhebung, die verlässliche Bevölkerungszahlen für Deutschland und somit auch für die Stadt Neustadt an der Weinstraße ermittelt. Um die Qualität der Datenbasis zu verbessern, wird in einer Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis ein Teil der Bevölkerung zusätzlich direkt befragt. Der Zensus liefert Informationen darüber, wie die Menschen in Deutschland leben, wohnen und arbeiten sowie weitere Daten wie beispielsweise Alter, Geschlecht und Staatsbürgerschaft. Die Erhebung ist von großer Bedeutung, da sie hilft, wichtige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu treffen.

Seit Oktober 2021 sind Thomas Dill-Korter und Marius Dudenhöffer von der Kommunalen Erhebungsstelle für die Stadt Neustadt an der Weinstraße mit den Vorbereitungen des Zensus beschäftigt. Dazu arbeitet die Kommunale Erhebungsstelle eng mit dem Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz zusammen. Nachdem die Einrichtung der Erhebungsstelle abgeschlossen werden konnte und das entsprechende Personal eingestellt wurde, stehen nun die Anwerbung von Erhebungsbeauftragten an. Außerdem ermittelt das Team der Erhebungsstelle derzeit den Zeitbedarf für die persönliche Befragung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort, indem sie stichprobenartig die Wege zu den Häusern und Wohnungen ablaufen.

Ansprechpartner für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern
Gleichzeitig ist die Kommunale Erhebungsstelle Zensus der Stadt Neustadt an der Weinstraße Ansprechpartner für Anfragen von Auskunftspflichtigen, Erhebungsbeauftragten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Bereits jetzt steht Ihnen die Kommunale Erhebungsstelle für die Beantwortung Ihrer Fragen gerne zur Verfügung. Melden Sie sich telefonisch unter 06321/855-1728 oder -1730 oder per E Mail an zensus.info@neustadt.eu.


Allgemeine Fragen zum Zensus 2022

  • Was ist der Zensus?
    Der Zensus 2022 ist eine registergestützte und um eine zusätzliche Stichprobe ergänzte Volkszählung, einschließlich einer Gebäude- und Wohnungszählung sowie einer Vollerhebung in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften (sog. Sonderbereiche).

  • Welche Ziele verfolgt der Zensus?
    Der Zensus dient …
    → der amtlichen Einwohnerzahlermittlung
    → der Gewinnung von Strukturmerkmalen zur Bevölkerung
    → der Gewinnung von Angaben zu Wohnungen und zu Gebäuden

  • Für was werden die amtlichen Einwohnerzahlen benötigt?
    Die amtliche Einwohnerzahl dient als Bemessungsgrundlage, unter anderem für den Länderfinanzausgleich, die EU-Fördergelder, die Einteilung der Wahlkreise und die Sitzverteilung im Bundesrat

  • Für was werden die Strukturdaten zur Bevölkerung und zum Gebäude- und Wohnungsbestand benötigt?
    Die Strukturdaten zur Bevölkerung und zum Gebäude- und Wohnungsbestand dienen als Planungsgrundlage, unter anderem für die Stadtentwicklungs-, Flächennutzungs- und Sanierungsplanung sowie für die Ermittlung an Bedarf an neuen Wohnungen, Schulen usw.

  • Wann ist der Zensusstichtag?
    Der Zensusstichtag für den Zensus 2022 ist der 15. Mai 2022. Alle Befragungen und erhobenen Daten beziehen sich auf diesen Tag.

  • Welche Ergebnisse liefert der Zensus?
    Der Zensus 2022 liefert Ergebnisse zu:
    → aktuellen Bevölkerungszahlen in Bund, Ländern und Kommunen
    → Daten zur Demografie wie Alter, Geschlecht oder Staatsbürgerschaft der Einwohnerinnen und Einwohner
    → Daten zu Haushalten und Familien
    → Daten zur Wohn- und Wohnungssituation, wie durchschnittliche Wohnraumgröße, Leerstand oder Eigentumsquote

  • Findet der Zensus nur in Rheinland-Pfalz statt?
    Nein, der Zensus 2022 findet deutschlandweit statt. Für die Vorbereitung und Durchführung sind federführend die Statistischen Landesämter zuständig. Dabei werden die Statistischen Landesämter von sogenannten kommunalen Erhebungsstellen unterstützt, die in den Landkreisen und kreisfreien Städten eingerichtet werden.
    Die kommunalen Erhebungsstellen sind insbesondere für die Durchführung der Personenerhebungen zur Ermittlung der Bevölkerungsdaten verantwortlich.

  • Können die Befragungen auch online erfolgen?
    Sie können die Antworten zu den Befragungen natürlich auch online übermitteln. Hierfür übergeben Ihnen die Erhebungsbeauftragten ein sogenanntes IDEV-Anschreiben mit Zugangsnummer und einem Aktivierungscode. IDEV steht für „Internet Daten Erhebung im Verbund“ und steht allen Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder flächendeckend zur Verfügung.

  • Können die Antworten zu den Befragungen auch in Papierform erfolgen?
    Sie können Ihre Antworten auch in Papierform übermitteln. Hierfür erhalten Sie von den Erhebungsbeauftragten einen Papierfragebogen mit einem portofreien Rücksendeumschlag. Falls Sie sich ggf. umentscheiden und die Befragung online durchführen möchten, finden Sie auf den Fragebögen auch den Link zum Online-Formular, eine Zugangsnummer und einen Aktivierungscode.

  • Kann jemand mir beim Erfassen auf den Papierfragebogen helfen?
    Sollten Sie Probleme und Hilfe bei der Beantwortung der Papierfragebögen haben, helfen Ihnen die zuständigen Erhebungsbeauftragten gerne weiter. Die Erhebungsbeauftragten füllen mit Ihnen die Fragebögen gerne auch vor Ort aus. Sprechen Sie die Erhebungsbeauftragten beim angekündigten Termin daraufhin an.

  • Welche Erhebungsteile sind im Rahmen des Zensus 2022 vorgesehen?
    Im Rahmen des Zensus sind Gebäude- und Wohnungszählungen und die Personenerhebungen vorgesehen.
    Die Gebäude und Wohnungszählungen werden dem Grunde nach von den Statischen Landesämtern durchgeführt.
    Die Personenerhebungen werden von den Erhebungsstellen und den Erhebungsbeauftragten durchgeführt.
    Die Personenerhebungen untergliedern sich in
    → die Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis
    → die Erhebung an Anschriften mit Sonderbereichen
    → die Wiederholungsbefragung zur Qualitätssicherung

  • Wann werden die Anschriften für den Zensus durch die Erhebungsbeauftragten begangen?
    Die Erhebungsbeauftragten starten mit den Begehungen der Befragungsanschriften frühestens am 07. Mai 2022.
    Die Begehung der Stichprobenanschriften dient dem Abgleich der Daten, die auf dem sogenannten Mantelbogen hinterlegt sind. Bei der Begehung überprüfen die Erhebungsbeauftragten, ob der Anschriftentyp und Anschriftenbefund mit den Informationen auf dem sogenannten Mantelbogen übereinstimmen.
    Wichtig ist jedoch, dass die Befragungen erst am Zensusstichtag – am 15. Mai 2022 – beginnen.

  • Werden meine Daten an andere Behörden weitergeleitet?
    Ihre Daten werden nicht an andere Behörden (z.B. Meldeämter) weitergegeben. Es gilt das Rückspielverbot. Das bedeutet, dass die angegebenen Daten nicht für andere als die zugelassenen Zwecke des Zensus 2022 verarbeitet und verwendet werden, insbesondere nicht für Zwecke des sonstigen Verwaltungsvollzugs.

  • Gegenüber wem besteht die Auskunftspflicht?
    Die Auskunftspflicht besteht gegenüber den Erhebungsbeauftragten und den Erhebungsstellen.

  • Kann ich bei den Erhebungen auch falsche Angaben tätigen?
    Nein. Die Antworten bei den Befragungen müssen wahrheitsgemäß, vollständig und innerhalb der von den Erhebungsstellen gesetzten Fristen erteilt werden.

  • Kann ich trotz Auskunftspflicht mich weigern, eine Auskunft zu erteilen?
    Sollten Sie trotz bestehender Auskunftspflicht sich weigern, Auskünfte zu erteilen, leitet die Erhebungsstelle ein Mahnverfahren ein. Sollte dieses Mahnverfahren erfolglos sein und Sie kommen weiterhin Ihrer Auskunftspflicht nicht nach, erfolgt die Festsetzung von Zwangsgeldern. Das Zwangsgeld ist ein Ordnungsmittel zur zwangsweisen behördlichen Durchsetzung von persönlichen Verhaltenspflichten – hier: der Auskunftspflicht. Das Zwangsgeld kann dann ggf. durch Vollstreckungsbeamte der Erhebungsstelle beigetrieben werden.

  • Kann ich auch den angekündigten Ersttermin zur Befragung verschieben?
    Ja, das können Sie machen. Treten Sie mit Ihrem / Ihrer zuständigen Erhebungsbeauftragten in Kontakt. Den Namen und auch eine Telefonnummer finden Sie auf dem Erstankündigungsschreiben. Der / Die zuständige Erhebungsbeauftragte wird mit Ihnen dann einen neuen Termin vereinbaren. Bitte beachten Sie aber, dass der neue Termin nur nach dem Stichtag (15.05.2022) stattfinden kann. Ein Vorverlegen des Termins vor den Stichtag ist leider nicht möglich.

  • Was passiert, wenn ich beim ersten angekündigten Termin nicht daheim bin?
    Sollen die Erhebungsbeauftragten beim ersten angekündigten Termin niemanden an der Erhebungsanschrift antreffen, werfen diese eine sogenannte Zweitankündigungskarte in den Briefkasten. Auf der Zweitankündigungskarte ist der neue Termin mit einem zeitlichen Rahmen vermerkt, wann das Interview stattfinden soll. Außerdem finden Sie dort auch den Namen und die Telefonnummer der Erhebungsbeauftragten. Sollte Ihnen der vorgeschlagene Termin nicht zusagen, können Sie mit den Erhebungsbeauftragten einen neuen Termin vereinbaren.

  • Wer ist zu zählen und wer ist meldepflichtig?
    Meldepflichtig sind grundsätzlich alle Personen an ihrem Wohnort. Das gleiche gilt auch für den Zweitwohnsitz. Ausnahmsweise nicht zu zählen, sind Personen mit einem Hauptwohnsitz, die für weniger als sechs Monate eine weitere Wohnung bewohnen und Personen, die eigentlich im Ausland leben und für weniger als drei Monate eine Wohnung in Deutschland bewohnen. Personen, die nur zur Besuch sind oder Angehörige ausländischer Streitkräfte oder Diplomaten unterliegen nicht der Meldepflicht.

  • Findet der Zensus 2022 trotz hoher Inzidenz in der Corona-Pandemie statt
    Sofern eine hohe Inzidenz vorliegt, greift die sogenannte inzidenzabhängige Rückfalloption. Diese sieht bspw. vor, dass sämtliche Befragungen durch die Erhebungsbeauftragten statt als persönliche Interviews nun als telefonische Interviews durchgeführt werden. Das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz prüft drei Wochen vor dem Zensusstichtag, ob die inzidenzabhängige Rückfalloption in Kraft tritt.

  • Wann werden die ersten Ergebnisse vorliegen?
    Die ersten Ergebnisse des Zensus 2022 werden voraussichtlich im November 2023 vorliegen.

Erhebungsbeauftragte

  • Was sind Erhebungsbeauftragte?
    Erhebungsbeauftragte sind von den Statistischen Landesämtern oder den kommunalen Erhebungsstellen beauftragte Interviewerinnen und Interviewer, die für den Zensus 2022 die auskunftspflichtigen Personen befragen.

  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um Erhebungsbeauftragte zu werden?
    - Die Erhebungsbeauftragten müssen volljährig sein.
    - Sie müssen zuverlässig und verantwortungsbewusst sein.
    - Sie sind kontaktfreudig, redegewandt und selbstsicher.
    - Sie arbeiten gewissenhaft, serviceorientiert und genau.
    - Sie können sich selbst und die Arbeit gut organisieren.
    - Sie können vertrauliche Informationen für sich behalten.
    - Sie sind zeitlich flexibel und mobil.
    - Sie verfügen über gute Deutschkenntnisse. Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil.

  • Welche Aufgaben haben Erhebungsbeauftragte?
    Zu den Aufgabenfeldern der Erhebungsbeauftragten gehören insbesondere:
    - die Durchführung von persönlichen Interviews mit den auskunftspflichtigen Personen,
    - die Vorbegehung der zugewiesenen Anschriften im Vorfeld (vor dem Zensusstichtag) und die schriftliche Ankündigung bei den Bürgerinnen und Bürgern durch Einwurf von Erstankündigungsschreiben,
    - Ausfüllen von Erhebungs- und Arbeitsunterlagen

  • Woran erkenne ich, dass es sich wirklich um Erhebungsbeauftragte handelt?
    Die Erhebungsbeauftragten führen immer einen Dienstausweis mit sich, den die kommunalen Erhebungsstellen ausgestellt haben. Die Erhebungsbeauftragten weisen sich unaufgefordert mit dem Dienstausweis und ihrem amtlichen Lichtbildausweis vor der Befragung aus.Sollten die Erhebungsbeauftragten vergessen ihren Dienstausweis vorzuzeigen, sprechen Sie sie bitte daraufhin an.

  • Kann ich den Erhebungsbeauftragten meine personenbezogenen Daten anvertrauen?
    Alle Personen, die mit der Durchführung des Zensus betraut sind, wurden vor Aufnahme der Tätigkeit über die Sicherstellung des Datengeheimnisses und sonstiger datenschutzrechtlicher Vorschriften sowie zur Wahrung des Statistikgeheimnisses belehrt und verpflichtet.
    Diese Geheimhaltungspflicht besteht auch nach Beendigung der Tätigkeit fort.

Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis

  • Warum wird die Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis durchgeführt?
    Mit der Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis finden Personenerhebungen statt. Die reine Auszählung der Melderegister zur Einwohnerzahlermittlung ist nicht ausreichend, da nicht alle Angaben aus dem Melderegister präzise und aktuell sind. Es gibt dort Über- und Untererfassungen in Form von sogenannten "Karteileichen" und "Fehlbeständen".

    Unter dem Begriff der "Karteileiche" werden Personen definiert, die zwar im Melderegister existieren, aber nicht mehr an der im Melderegister geführten Anschrift leben.

    Mit dem Begriff des "Fehlbestandes" werden Personen bezeichnet, die an einer bestimmten Anschrift leben, jedoch nicht im Melderegister mit dieser Anschrift geführt werden.

    Durch die Haushaltebefragung werden somit die tatsächlich an einer Anschrift wohnenden Personen erfasst, um die zuvor genannten "Karteileichen" und "Fehlbestände“ im Melderegister zu ermitteln.

  • Wer ist im Rahmen der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis auskunftspflichtig?
    Auskunftspflichtig im Rahmen der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis sind grundsätzlich alle Personen, die an einer Stichprobenanschrift wohnen. Die Auskunftspflicht gilt für alle volljährigen Personen sowie Minderjährige, die einen eigenen Haushalt führen.

  • Kann auch ein Haushaltsmitglied für alle anderen auskunftspflichtigen Personen eines Haushaltes Auskunft erteilen?
    Eine auskunftspflichtige Person kann auch für alle Personen im Haushalt die Fragen beantworten. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Proxy-Auskunft.
    Wichtig ist jedoch, dass alle auskunftspflichtigen Personen eines Haushalts auch Auskünfte für die jeweils anderen Personen des Haushalts erteilen müssen, soweit die erfragten Merkmale bekannt sind.

  • Wer ist im Rahmen der Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis nicht auskunftspflichtig?
    Nicht auskunftspflichtig sind im Rahmen der Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis volljährige Haushaltsmitglieder, die insbesondere wegen einer Krankheit oder Behinderung nicht selbst Auskunft geben können. Für diesen Personenkreis ist jedes andere auskunftspflichtige Haushaltsmitglied auskunftspflichtig.

    Auch Personen mit gesetzlichen Vertretern sind nicht auskunftspflichtig. Die Auskunftspflicht besteht dann für den gesetzlichen Vertreter, soweit die Auskunft in seinen oder ihren Aufgabenbereich fällt.

    Minderjährige, die keinen eigenen Haushalt führen sind ebenfalls nicht auskunftspflichtig. Jedoch sind die volljährigen Haushaltsmitglieder für diese Personengruppe auskunftspflichtig.

    Außerdem sind grundsätzlich auch Angehörige ausländischer Streitkräfte, diplomatischer und berufskonsularischer Vertretungen sowie deren im gleichen Haushalt lebenden Familienmitglieder nicht auskunftspflichtig. Dies gilt jedoch nur, falls die genannten Personen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben, nicht im Inland ständig ansässig sind und keine private Erwerbstätigkeit im Inland ausüben.

  • Welche Erhebungsmerkmale werden bei der Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis erhoben?
    Insbesondere folgende Merkmale werden bei der Befragung erhoben:
    - Nachname
    - Vorname
    - Geschlecht
    - Geburtsdatum
    - Staatsangehörigkeit
    - Familienstand zum Zeitpunkt des Stichtages
    - Wohnungsstatus: wurde bspw. Am Stichtag noch eine weitere Wohnung bewohnt?
    - Wohnungsstatus: falls noch eine weitere Wohnung bewohnt wurde, welche ist die Hauptwohnung?

Erhebungen an Anschriften mit Sonderbereichen

  • Was wird unter dem Begriff „Sonderbereich“ definiert?
    Sonderbereiche sind Einrichtungen, deren Bewohnerschaft nicht über das normale Zensusverfahren erhoben werden darf oder kann. Es handelt sich um Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte.

  • Warum finden bei Anschriften mit Sonderbereichen keine Erhebungen auf Stichprobenbasis statt, sondern Vollerhebungen?
    Sonderbereiche zeichnen sich teilweise durch sensible Personengruppen, viele Bewohnerwechsel, oft unzureichendes Meldeverhalten, hohe Karteileichen- und Fehlbestandsraten in den Melderegister-Daten sowie teilweise eine besondere Meldepflicht aus. Daher findet die Vollerhebung aller Einrichtungen statt, anstelle einer Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis. Außerdem werden an Wohnheimanschriften weitere Merkmale erhoben, wie z.B. Geburtsname, Geburtsort und der Geburtsstaat.

  • Wer ist in bei Anschriften in Normalbereichen und Wohnheimen auskunftspflichtig?
    Auskunftspflichtig sind an diesen Anschriften alle volljährigen Personen sowie Minderjährige, die einen eigenen Haushalt führen. Ersatzweise kann auch die Einrichtungs- bzw. die Wohnheimleitung der Auskunftspflicht nachkommen.

  • Wer ist in Gemeinschaftsunterkünften auskunftspflichtig?
    In Gemeinschaftsunterkünften erfolgt die Auskunft ausschließlich über die Einrichtungsleitung.

  • Welche Unterschiede gibt es zwischen der Erhebung an Gemeinschaftsunterkünften, der Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis und der Erhebung an Wohnheimen?
    Bei der Erhebung an Gemeinschaftsunterkünften werden die dort wohnenden Personen nicht direkt befragt. Die jeweilige Einrichtungsleitung ist für die Befragung auskunftspflichtig. Weiterhin findet nur eine Ziel-1-Erhebung statt – die sogenannte Existenzfeststellung. Die Auskünfte sollen von der Einrichtungsleitung über einen Onlinefragebogen übermittelt werden. Hierfür erhalten die Gemeinschaftsunterkunftsleitungen sogenannte IDEV-Anschreiben mit Onlinezugangsdaten.

Wiederholungsbefragung

  • Was ist die Wiederholungsbefragung?
    Bei der Wiederholungsbefragung wird an 4 Prozent der Anschriften der Haushaltsbefragung und an Sonderbereichen des Typs Wohnheim erneut eine verkürzte Befragung (= kleiner Fragenkatalog) vorgenommen. Dabei müssen sich die Auskünfte im Rahmen der Wiederholungsbefragung auch auf den Zensusstichtag beziehen.
    Es werden Haushalte befragt, die auch in der Haupterhebung befragt wurden, um einen direkten Vergleich der Ergebnisse zu haben.

  • Welche Ziele verfolgt die Wiederholungsbefragung?
    Die Wiederholungsbefragung dient der Überprüfung der Qualität der ermittelten Einwohnerzahl in der Haushaltsbefragung und somit der Messung der Zuverlässigkeit der Stichprobe. Das wesentliche Ziel der Wiederholungsbefragung bezieht sich auch auf die Überprüfung der festgestellten Existenzen und die damit verbundene Hochrechnung der Einwohnerzahl. Dafür werden die in der Wiederholungsbefragung erneut befragten Anschriften mit den Angaben der Haupterhebung personenscharf abgeglichen. Dadurch können mit der Wiederholungsbefragung potenzielle Messfehler der Erhebung aufgedeckt werden.

  • Haben die Erkenntnisse aus der Wiederholungsbefragung Auswirkungen auf die Zensusergebnisse?
    Die Erkenntnisse aus der Wiederholungsbefragung dienen lediglich zur Überprüfung. Die Zensusergebnisse selbst werden aufgrund der Wiederholungsbefragung nicht verändert bzw. korrigiert.

  • Welche Merkmale werden bei der Wiederholungsbefragung erhoben?
    Bei der Wiederholungsbefragung werden weniger Merkmale als bei der Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis erhoben. Es werden lediglich Merkmale zu Nachnamen, Vornamen, Geburtsdatum, Geschlecht und der Wohnungsstatus erfragt.


Ansprechpartner:

Thomas Doll-Korter
Marius Dudenhöffer