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Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative 2.0 – Regionale Pflegedialoge anlässlich der interkommunal durchgeführten Pflegekonferenz der Stadt Neustadt an der Weinstraße und dem Landkreis Bad Dürkheim am 17. September 2019 gut besucht

Am 17. September 2019 hat der Fachbereich Familie, Jugend und Soziales der Stadt Neustadt an der Weinstraße und der Landkreis Bad Dürkheim in guter Tradition gemeinsam zur Pflegekonferenz der Stadt Neustadt an der Weinstraße und dem Landkreis Bad-Dürkheim eingeladen.

Die zunehmende Zahl älterer Menschen in unserer Bevölkerung stellt Gesellschaft und Politik vor pflegerische Herausforderungen. Es bedarf neuer Konzepte, die dazu beitragen, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Nur durch eine gesicherte Versorgung kann es pflegebedürftigen Menschen ermöglicht werden, möglichst lange im häuslichen Umfeld leben zu können.

Diese Thematik stand im Mittelpunkt der am 17. September 2019 durchgeführten Regionalen Pflegekonferenz, zu der der Fachbereich Familie, Jugend und Soziales der Stadt Neustadt an der Weinstraße und der Landkreis Bad Dürkheim in guter Tradition gemeinsam eingeladen hatten. Im Ratssaal der Stadtverwaltung Neustadt an der Weinstraße haben sich mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Führungskräfte aus stationären und ambulanten Altenpflegeeinrichtungen, aus dem Gesundheitswesen sowie Vertreterinnen und Vertreter der politischen Gremien über die Herausforderungen und Lösungsansätze zur pflegerischen Versorgung ausgetauscht.

Sirin Kurun, Mitarbeiterin des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie hat das Fachpublikum über die „Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative 2.0“ informiert und die darin enthaltenden fünf Handlungsfelder ausführlich erläutert. Thematisiert wurden zukunftsorientierte Formen von Ausbildung, Studium und Weiterbildung in der Pflege, die Weiterentwicklung und Rahmenbedingungen der Pflegeberufe, attraktive Beschäftigungsbedingungen sowie die Integration ausländischer Pflegekräfte und Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtungen.

Oliver Lauxen, Bereichsleiter Regionale Arbeitsmärkte des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, hat als Moderator gemeinsam mit seiner Kollegin Frau Schäfer die im Plenum genannten Ideen für regionale Fachkräftesicherungsaktivitäten gesammelt.

Einhelliger Tenor war, dass es wichtig sei, an der Basis der Pflege spürbare Verbesserungen sowie eine Entlastung der Pflegekräfte zu erreichen. Zudem sei am Image der Pflegeberufe in der Gesellschaft zu arbeiten. Wichtige Punkte waren die Verbesserung und Erleichterung der Integration von ausländischen Pflegekräften, die Akademisierung der Pflege und die nötige Verbesserung der Entlohnung von Pflegekräften.

Weitere Diskussionsschwerpunkte waren die Digitalisierung in der Pflege, die neue Pflegeausbildung und der Wunsch nach Einführung eines verpflichtenden sozialen Jahres.

Die Veranstaltung in Neustadt stellte die dreizehnte in einer Reihe von vierzehn Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz dar. Die diskutierten Themen werden auf Landesebene in die Arbeitsgruppen der Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative Pflege transportiert. Neben den erörterten Fachfragen konnte die Veranstaltung erneut zur Vernetzung der Akteure der Gesundheits- und Altenpflege beitragen.

Autor/in: Pressestelle