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Soziale Stadt Böbig

Neustadt an der Weinstraße partizipiert mit dem Stadtteil „Branchweiler“ seit dem Jahr 2005 erfolgreich am Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt". Mit der Programmaufnahme des Stadtteils „Böbig“ erhofft sich die Stadt ähnlich positive Impulse für die Stadtentwicklung.

Die Abteilung Stadtplanung geht von einer Programmlaufzeit von circa 10 Jahren aus. In diesem Zeitraum sind verschiedenste Aufwertungsmaßnahmen wie die Schaffung attraktiver Straßen- und Platzräume, die Aufwertung der Bausubstanz oder die Umgestaltung des öffentlichen Parkraums geplant. Eine Schlüsselmaßnahme stellt die Neugestaltung des Abenteuerspielplatzes dar.

Der gesamte Prozess soll partizipativ begleitet werden in Form von Bürgerveranstaltungen und der Errichtung eines Stadtteilbüros, wie es bereits in Branchweiler der Fall war. Dort haben die Bürger/innen die Möglichkeit sich über die geplanten Maßnahmen zu informieren.

Um die geplanten Maßnahmen zu definieren und festzuhalten soll ein städtebaulicher Rahmenplan durch ein externes Büro erarbeitet werden.

Auftaktveranstaltung im Rahmen des Tags der Städtebauförderung am 11.05.2019

Die Auftaktveranstaltung fand im Rahmen des Tags der Städtebauförderung am 11.05.2019 von 10.00 bis 13.00 Uhr auf dem Abenteuerspielplatz in Böbig statt.

Flyer Veranstaltung 11.05.2019

Die Stadt hatte daher alle Bewohner des Stadtteils, Nachbarn, aber auch andere Interessierte am 11.05.2019 zu einer ersten Bürgerbeteiligung mit Stadtspaziergang eingeladen.

Ergebnis der Bürgerbeteiligung

Zum Tag der Städtebauförderung sind 20 interessierte Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils gekommen. Wie vorab angekündigt standen an diesem Tag die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt und waren aufgefordert, ihre Anregungen zur Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil einzubringen. Diskutierte Themen waren neben dem Abenteuerspielplatz das Ortsbild, Straßenräume, Grün- und Freiräume, Wohnraum, die Nahversorgung sowie das Thema Mobilität. Die Bürgerinnen und Bürger zeigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, was ihnen an ihrem Viertel gefällt und was dringend geändert werden soll. Nach den Quartiersrundgängen konnten die Bürgerinnen und Bürger die verschiedenen Anregungen auf Plakate bringen und die einzelnen Themen nach Dringlichkeit bewerten. Viele Themen wurden kontrovers diskutiert. Es zeichnete sich jedoch ab, dass ein Fokus auf die Verbesserung der Parksituation gelegt werden soll. Die Gehwege müssen an verschiedenen Stellen erneuert oder ausgebaut werden. Der Abenteuerspielplatz wirkt trist und die Spielgeräte sind in einem schlechten Zustand. Hier wünschen sich viele ein besseres Angebot für verschiedene Altersklassen. Außerdem muss der Bayernplatz aufgewertet werden. Die Anregungen und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger werden nun bei der weiteren Planung berücksichtigt, wenn ein externes Büro das Handlungskonzept für den Stadtteil erstellt. Als zukünftige Anlaufstelle für Interessierte wird ein Stadtteilbüro errichtet.

Für die Neugestaltung des Abenteuerspielplatzes findet am 23. August ein Planungsworkshop in der Robert-Stolz-Straße statt. Der Workshop richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche, aber natürlich sind alle Altersgruppen herzlich eingeladen!

Bewertung der einzelnen Themen

Grün und Freiräume

Mobilität und Verkehr

Nahversorgung

Straßen und Plätze

Wohnraum

Ortsbild

Auswertungsdiagramm “Mobilität und Verkehr“

Planungsworkshop „Neugestaltung Abenteuerspielplatz Böbig“ am 23.08.2019

Der Planungsworkshop am 23. August auf dem Abenteuerspielplatz war ein Erfolg! Im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt-Böbig“ wird der Abenteuerspielplatz neu gestaltet. Bei strahlendem Sonnenstein kamen spannende Gespräche zu Stande. Das Büro RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten aus Mannheim präsentierte einen ersten Entwurf. Der Abenteuerspielplatz soll wieder zu einem generationsübergreifenden, gesamtstädtischen Anziehungspunkt werden. Der Entwurf sieht unter anderem einen großen Rutschenturm, moderne Calisthenics-Spielgeräte, eine Grillecke sowie einen Sinnesgarten vor. Das Landschaftsbüro betonte, dass alle Altersgruppen angesprochen werden sollen. Das war auch den Bürgern ein großes Anliegen. Die Jugendlichen wurden durch eine Mitarbeiterin des Jugendcafés repräsentiert, eine weitere Person präsentierte die Wünsche der Senioren aus der Nachbarschaft. Bereits bestehende Nutzungen, wie die häufig genutzten Boulebahnen, werden natürlich erhalten. Die Freiflächen entlang der Seilbahnbahn in der Nordost-Ecke des Spielplatzes bleiben ebenfalls erhalten. Dort findet das jährliche Sommercamp der Abteilung Jugendarbeit statt. Einige Ideen und Anregungen der Bürger werden nun in den weiteren Planungen vom Büro berücksichtigt und eingearbeitet. Mit einem Baubeginn ist in 2020 zu rechnen.


Plakat

Hintergrundinformationen

Böbig ist im Januar 2017 durch Stadtratsbeschluss in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen worden. Der Stadtteil Böbig ist im Wesentlichen ein Kind der 60er und 70er Jahre mit zahlreichen Sondergebietsflächen des Handels und der Bildung, aber ohne rechte Identität und Gebietsmittelpunkt. Die Bebauung ist mit bis zu 16 Geschossen höher als alles Andere und so ganz untypisch für Neustadter Verhältnisse. Hoher Parkdruck und fehlende Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten prägen das Quartier.

Ziele des Förderprogramms „Soziale Stadt“

Integration und Miteinander

  •   Erarbeitung eines ganzheitlichen interdisziplinären Handlungskonzeptes zur Stadtteilentwicklung,
      unter breiter  Bürgerbeteiligung,
  •   Schaffung einer Anlaufstelle für die Bürger in der Gebietsmitte.

Wohnen und Wohnumfeld

  •   Förderung der baulichen und energetischen Modernisierung des Geschosswohnungsbestandes,
  •   Förderung der Wohneigentumsbildung.

Grün- und Freiraumvernetzung

  •  Anbindung Abenteuerspielplatz, von Schulen und Sportanlagen in dieses Vernetzungselement,
  •  Fortsetzen der attraktiven Fuß-/Radwegeverbindung entlang des Speyer- oder Rehbachs.

Schulzentrum Böbig

  •  Schulhofaufwertungen von KRG, BBS und Realschule Plus,
  •  Erarbeitung eines Sanierungsplanes für die Realschule Plus unter energetischen und brandschutztechnischen
     Gesichtspunkten.
Geltungsbereich Förderprogramm “Soziale Stadt Böbig“