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Soziale Stadt Böbig

Neustadt an der Weinstraße nahm mit dem Stadtteil „Branchweiler“ seit dem Jahr 2005 erfolgreich am Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt" teil. Mit der Programmaufnahme des Stadtteils „Böbig“ rechnet die Stadt mit ähnlich positiven Impulsen für die Stadtentwicklung.

Das Untersuchungsgebiet

Der Planungsprozess

Neustadt-Böbig hat besondere Vorzüge, wie die vielen Grünräume im Inneren, das vielfältige Schul- und Sportangebot oder die attraktiven Bewegungs- und Naherholungsräume in der Umgebung. Aber das Siedlungsgebiet ist inzwischen in die Jahre gekommen. Das Stadtteilzentrum ist nicht mehr attraktiv, das Wohnumfeld und öffentliche Plätze haben wenig Aufenthaltsqualität, Gebäude müssen saniert werden. Daher werden in den nächsten zehn Jahren verschiedene städtebauliche und soziale Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Wir möchten attraktivere Wege und Plätze schaffen, wo sich Menschen gerne aufhalten und den öffentlichen Parkraum neu ordnen. Eine Schlüsselmaßnahme stellt die Umgestaltung des Abenteuerspielplatzes dar.
In den nächsten Monaten wird ein ‚Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept‘ (kurz ISEK) durch das Planungsbüro Stadtberatung Dr. Sven Fries (Speyer) erarbeitet. Die hier beschriebenen Ziele dienen als Leitschnur für die Entwicklung der nächsten Jahre.

Im Mittelpunkt stehen die Menschen

Die Menschen, die im Stadtteil Böbig leben, sind mit Ihren Ideen und Hinweisen für den Planungsprozess wichtig. Ohne ihre Anregungen und Erfahrungen kann ein solches umfangreiches und langjähriges Stadtentwicklungsprojekt nicht verwirklicht werden.
Im laufenden Jahr werden verschiedene Informationsveranstaltungen angeboten sowie Interviews mit Menschen vor Ort, Institutionen, Vereinen und Initiativen geführt und ausgewertet. Die Ergebnisse sind Grundlage für das ‚Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept‘.
Über die Termine der geplanten Veranstaltungen halten wir Sie auf dem Laufenden.

220_Soziale Stadt Böbig - Aktuelles

„Soziale Stadt“ nimmt Formen an

Bürgerschaft kann letztes Mal das städtebauliche Konzept beeinflussen

Jetzt gilt´s in Böbig: Unter dem Motto „Gemeinsam Böbig voranbringen“ werden Fachplanerinnen und -planer am Freitag, den 2. Oktober auf der Grünfläche an der Sparkasse ihre Infostände aufbauen. Dort informieren sie von 16 bis 18 Uhr über das Projekt „Soziale Stadt Neustadt-Böbig“. In den Gesprächen werden sie ganz genau hinhören, denn die interessierten Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils können mit ihren Meinungen ein weiteres – und letztes – Mal darauf Einfluss nehmen, welche Maßnahmen im Rahmen des Projekts umgesetzt werden. 

Seit vergangenem Jahr wird Neustadt-Böbig durch das Städtebau-Programm „Soziale Stadt“ gefördert. Mit dieser finanziellen Hilfe kann Neustadt die Wohn- und Lebensbedingungen aufwerten – mindestens zehn Jahre lang. Aufwändige Untersuchungen haben gezeigt, welche Potenziale Böbig hat und wo etwas verbessert werden kann. Viele gute Ideen kamen auch von engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern selbst, die bereits beim Projektauftakt Anfang März sowie in vier digital durchgeführten Zukunftswerkstätten im Juni auf die Zukunft vom Böbig Einfluss nahmen.

Nun werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei begleitenden Büros alle vier Handlungsfelder und die möglichen Maßnahmen vorstellen. „Jeder kann jederzeit dazukommen“, erklärt Dr. Rebecca Körnig-Pich vom begleitenden Stadtberatungsbüro Dr. Sven Fries, „um sich zu informieren und seinen Standpunkt zu äußern.“ Natürlich werden die Stände auch bei schlechtem Wetter aufgebaut – dann allerdings im überdachten Teil des Schulhofs der Berufsbildenden Schule beim Gebäude B.

Um neue Wohnformen, Gebäudesanierungen und Begegnungsräume wird es beispielsweise an dem Stand gehen, der sich mit „Wohnen und Wohnumfeld“ beschäftigt. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema „Soziale Aktivitäten und Vernetzung“: Ein Stadtteiltreff ist angedacht, ein Platz für alle Generationen und eine Stadtteilmensa. Stadtteilmanager Thomas Lörcher treibt das Projekt seit vergangenem Jahr voran. Künftig kann ein Aktionsfonds dazu beitragen die Bewohnerinnen und Bewohnern zu unterstützen, eigene kleine Projekte für den Stadtteil umzusetzen. Wie die Aufenthaltsqualität verbessert werden kann, zeigen Vorschläge in der Kategorie „Freiräume und Freiflächen“. Plätze sollen umgestaltet und Wege miteinander vernetzt werden, so die Planerinnen und Planer. Bei „Verkehr und Verbindungen“ spielen unter anderem Barrierefreiheit, Querungen und die Gestaltung des Straßenraumes eine Rolle.

„Bevor die Maßnahmen endgültig in das städtebauliche Entwicklungskonzept einfließen“, so Projektleiterin Eva Wefel, „wollen wir ein letztes Mal mit den Menschen vor Ort darüber sprechen.“ Anfang 2021 soll das Konzept im Stadtrat beschlossen werden, danach erfolgt die Umsetzungsphase. „Dann können wir die Bürgerinnen und Bürger wieder mit ins Boot nehmen“, versichert Thomas Lörcher „und es wird mit Beteiligungen zu den einzelnen Maßnahmen weitergehen.“ 

 

Wo kann man sich informieren und einbringen?

Es wurde ein Stadtteilbüro in der Kita Robert-Stolz-Straße 40 eingerichtet. Hier steht Ihnen der Stadtteilmanager Thomas Lörcher als Ansprechpartner für Fragen und Antworten zur Verfügung.

Link Einleger Stadtteilmanager

Außerdem können Sie sich wenden an:

 

Veranstaltungen und Informationen

Tags der Städtebauförderung am 11.05.2019

Die Auftaktveranstaltung fand im Rahmen des Tags der Städtebauförderung am 11.05.2019 von 10.00 bis 13.00 Uhr auf dem Abenteuerspielplatz in Böbig statt.

Flyer Veranstaltung 11.05.2019

Die Stadt hatte daher alle Bewohner des Stadtteils, Nachbarn, aber auch andere Interessierte am 11.05.2019 zu einer ersten Bürgerbeteiligung mit Stadtspaziergang eingeladen.

Ergebnis der Bürgerbeteiligung

Zum Tag der Städtebauförderung sind 20 interessierte Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils gekommen.
Wie vorab angekündigt standen an diesem Tag die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt und waren aufgefordert, ihre Anregungen zur Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil einzubringen. Diskutierte Themen waren neben dem Abenteuerspielplatz das Ortsbild, Straßenräume, Grün- und Freiräume, Wohnraum, die Nahversorgung sowie das Thema Mobilität. Die Bürgerinnen und Bürger zeigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, was ihnen an ihrem Viertel gefällt und was dringend geändert werden soll. Nach den Quartiersrundgängen konnten die Bürgerinnen und Bürger die verschiedenen Anregungen auf Plakate bringen und die einzelnen Themen nach Dringlichkeit bewerten.
Viele Themen wurden kontrovers diskutiert. Es zeichnete sich jedoch ab, dass ein Fokus auf die Verbesserung der Parksituation gelegt werden soll. Die Gehwege müssen an verschiedenen Stellen erneuert oder ausgebaut werden.
Der Abenteuerspielplatz wirkt trist und die Spielgeräte sind in einem schlechten Zustand. Hier wünschen sich viele ein besseres Angebot für verschiedene Altersklassen. Außerdem muss der Bayernplatz aufgewertet werden.
Die Anregungen und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger werden nun bei der weiteren Planung berücksichtigt, wenn ein externes Büro das Handlungskonzept für den Stadtteil erstellt. Als zukünftige Anlaufstelle für Interessierte wird ein Stadtteilbüro errichtet.

Für die Neugestaltung des Abenteuerspielplatzes findet am 23. August ein Planungsworkshop in der Robert-Stolz-Straße statt. Der Workshop richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche, aber natürlich sind alle Altersgruppen herzlich eingeladen!

Bewertung der einzelnen Themen

Grün und Freiräume

Mobilität und Verkehr

Nahversorgung

Straßen und Plätze

Wohnraum

Ortsbild

Auswertungsdiagramm “Mobilität und Verkehr“

Planungsworkshop „Neugestaltung Abenteuerspielplatz Böbig“ am 23.08.2019

Der Planungsworkshop am 23. August auf dem Abenteuerspielplatz war ein Erfolg! Im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt-Böbig“ wird der Abenteuerspielplatz neu gestaltet. Bei strahlendem Sonnenstein kamen spannende Gespräche zu Stande. Das Büro RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten aus Mannheim präsentierte einen ersten Entwurf. Der Abenteuerspielplatz soll wieder zu einem generationsübergreifenden, gesamtstädtischen Anziehungspunkt werden. Der Entwurf sieht unter anderem einen großen Rutschenturm, moderne Calisthenics-Spielgeräte, eine Grillecke sowie einen Sinnesgarten vor. Das Landschaftsbüro betonte, dass alle Altersgruppen angesprochen werden sollen. Das war auch den Bürgern ein großes Anliegen. Die Jugendlichen wurden durch eine Mitarbeiterin des Jugendcafés repräsentiert, eine weitere Person präsentierte die Wünsche der Senioren aus der Nachbarschaft. Bereits bestehende Nutzungen, wie die häufig genutzten Boulebahnen, werden natürlich erhalten. Die Freiflächen entlang der Seilbahnbahn in der Nordost-Ecke des Spielplatzes bleiben ebenfalls erhalten. Dort findet das jährliche Sommercamp der Abteilung Jugendarbeit statt. Einige Ideen und Anregungen der Bürger werden nun in den weiteren Planungen vom Büro berücksichtigt und eingearbeitet. Mit einem Baubeginn ist in 2020 zu rechnen.

Plakat

Auftaktveranstaltung am 04. März 2020

Am Mittwoch, dem 04. März 2020, um 18.00 Uhr fand in der Aula der Berufsbildenden Schule, Robert-Stolz-Straße 30, die Auftaktveranstaltung statt.

Ergebnisdokumentation

Hintergrundinformationen

Böbig ist im Januar 2017 durch Stadtratsbeschluss in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen worden. Der Stadtteil Böbig ist im Wesentlichen ein Kind der 60er und 70er Jahre mit zahlreichen Sondergebietsflächen des Handels und der Bildung, aber ohne rechte Identität und Gebietsmittelpunkt. Die Bebauung ist mit bis zu 16 Geschossen höher als alles Andere und so ganz untypisch für Neustadter Verhältnisse. Hoher Parkdruck und fehlende Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten prägen das Quartier.

Ziele des Förderprogramms „Soziale Stadt“

Integration und Miteinander

  •   Erarbeitung eines ganzheitlichen interdisziplinären Handlungskonzeptes zur Stadtteilentwicklung,
      unter breiter  Bürgerbeteiligung,
  •   Schaffung einer Anlaufstelle für die Bürger in der Gebietsmitte.

Wohnen und Wohnumfeld

  •   Förderung der baulichen und energetischen Modernisierung des Geschosswohnungsbestandes,
  •   Förderung der Wohneigentumsbildung.

Grün- und Freiraumvernetzung

  •  Anbindung Abenteuerspielplatz, von Schulen und Sportanlagen in dieses Vernetzungselement,
  •  Fortsetzen der attraktiven Fuß-/Radwegeverbindung entlang des Speyer- oder Rehbachs.

Schulzentrum Böbig

  •  Schulhofaufwertungen von KRG, BBS und Realschule Plus,
  •  Erarbeitung eines Sanierungsplanes für die Realschule Plus unter energetischen und brandschutztechnischen
     Gesichtspunkten.