Endlagersuche: Raum Neustadt nun auch offiziell nicht mehr im Verfahren
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hat bekanntgegeben, dass die Region Neustadt an der Weinstraße nicht weiter im Fokus der Endlagersuche für Atommüll bleibt. Zuvor waren Regionen in der Pfalz aufgrund geologischer Strukturen wie des kristallinen Grundgesteins im Pfälzerwald in einem erweiterten Untersuchungsrahmen betrachtet worden.
Für viele Menschen in unserer Stadt war dieses Thema mit verständlichen Sorgen verbunden: Fragen zur Sicherheit, mögliche Eingriffe in unsere Landschaft sowie Unsicherheiten über zukünftige Schritte standen im Raum.
Oberbürgermeister Marc Weigel, der gestern an einer offiziellen Veranstaltung der Bundesgesellschaft für Endlagerung teilgenommen und die Begründung persönlich angehört hat, erklärt dazu:
„Ich bin erleichtert, dass das Gebiet um Neustadt an der Weinstraße keine weitere Rolle im Endlagersuchverfahren spielen wird. Dies ist eine beruhigende Nachricht für unsere Stadt. Wir wissen, dass allein die Möglichkeit weiterer Untersuchungen Verunsicherung ausgelöst hätte. Gleichzeitig dürfen wir als Gesellschaft nicht die Augen verschließen: Dieses Thema verschwindet nicht, nur weil wir nicht direkt betroffen sind. Beim nur wenige Kilometer entfernten ehemaligen Kernkraftwerk Philippsburg lagern hochradioaktive Abfälle aktuell über Tage. Auch das kann keine Dauerlösung sein. Deutschland muss eine Lösung finden, um das Kapitel Kernenergie verantwortungsvoll abzuschließen – aber eben dort, wo die Voraussetzungen wissenschaftlich wirklich passen und die Akzeptanz gewährleistet werden kann."
