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05.11.2025

Baustart: Bahnhaltepunkt Böbig wird barrierefrei, grüner und schöner

Der Bahnhaltepunkt Böbig wird barrierefrei umgebaut. Außerdem wird die Aufenthaltsqualität des gesamten Areals deutlich erhöht und der P&R-Parkplatz umgestaltet. Mit den Vorbereitungen für den ersten Bauabschnitt wurde bereits begonnen.

Bis zur Landesgartenschau 2027 wird der Haltepunkt neugestaltet und zu einem modernen Mobilitätsknotenpunkt entwickelt – direkt am neuen Grünzug mit renaturiertem Bach. Der bisher wenig einladende Bahnhaltepunkt wird so zum freundlichen Eingangstor zur Landesgartenschau. Einer der Haupteingänge liegt nur wenige Meter entfernt. Am angrenzenden Gartenschau-Areal wird ebenfalls bereits gearbeitet. Der Bahnhaltepunkt Böbig gewinnt damit eine neue Bedeutung im Stadtgefüge.

Stadträumlich hat er bereits jetzt eine wichtige Verbindungsfunktion für Fußgänger/innen, Radfahrer/innen, Schüler/innen und Pendler/innen. Ziel ist es, die Bedürfnisse dieser unterschiedlichen Nutzergruppen zu berücksichtigen und den Bereich sowohl funktional als auch gestalterisch aufzuwerten. Wenn Menschen künftig am Böbig aussteigen, sollen sie richtig ankommen und sich erst schnell orientieren können.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept „Soziale Stadt Böbig“ wurde deutlich, dass die aktuell wenig einladende Gestaltung – fehlende Begrünung, fehlende Aufenthaltsfunktion, keine Barrierefreiheit – die Akzeptanz des Bahnhaltepunktes verringert. Daher wird die Anordnung der Mobilitätsangebote unter Einbeziehung der angrenzenden Bereiche optimiert.

Die Planung umfasst im Einzelnen: den Park-and-Ride-Parkplatz mit neuer Fahrradabstellanlage, den Vorbereich zum Bahnhaltepunkt (Willkommensbereich), die angrenzende Landwehrstraße, eine barrierefreie Rampe mit Treppenanlage sowie barrierefreie Bushaltestellen.

Die Zufahrt zum Parkplatz erfolgt ausschließlich über die nördliche Einfahrt. Dadurch entsteht mehr Platz für den Willkommensbereich, und die Sicherheit der Fußgänger/innen und Radfahrer/innen wird erhöht. Die Stellplätze werden neu markiert, verbreitert und an aktuelle Vorgaben angepasst.

Neue Baumpflanzungen mit Baumrigolen sorgen für Schatten, speichern Regenwasser und tragen zur Reduktion des Oberflächenabflusses bei. Zum Speyerbach hin wird auf einzelne Parkplätze verzichtet, um Flächen für Begrünung und Renaturierung zu gewinnen. So entsteht eine harmonische Verbindung zwischen Bahnhofsumfeld und Grünzug der Landesgartenschau.

Fahrräder, E-Scooter, Bahn und Bus: moderner Mobilitätspunkt

Am neuen Mobilitätspunkt Böbig wird das Fahrradparken deutlich verbessert. Eine moderne, überdachte Anlage bietet 48 Stellplätze sowie 24 abschließbare Radboxen. Ergänzend entstehen Abstellflächen für E-Scooter.

Der neue Willkommensbereich wird großzügiger gestaltet. Der Zugang zur Unterführung wird verbreitert und öffnet sich zu einem kleinen Vorplatz, der als Verteiler in zwei Hauptrichtungen dient – nach Norden zum Gartenschau-Eingang und nach Süden zur Realschule Plus. Geschwungene Pflanzstreifen und Sitzbänke betonen die Wegeführung und schaffen Aufenthaltsqualität. Verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Landwehrstraße sorgen künftig für angepasste Geschwindigkeiten.

Barrierefreier Zugang zu Gleis 1

Aktuell ist Gleis 1 nicht barrierefrei erreichbar. Die bestehende Treppenanlage wird abgerissen und durch eine kombinierte Treppen- und Rampenanlage ersetzt. Dadurch wird Gleis 1 künftig barrierefrei erreichbar sein. Die angrenzenden Böschungsbereiche werden begrünt und bepflanzt.

Die Bushaltestellen werden neu angeordnet und mit einer Querungshilfe versehen. Barrierefreie Haltestellen ermöglichen den niveaugleichen Übergang vom Gehweg zum Bus und werden mit überdachten Wartebereichen ausgestattet.

Erste Arbeiten – darunter der Aufbau einer Behelfstreppe – haben bereits begonnen, damit der Zugang während der Bauzeit gewährleistet bleibt. Nun folgt der Rampen-Bau und ab Jahresende die Umgestaltung des Parkplatzes. Die Arbeiten sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein

Der Tunnel und alle Gleise bleiben sind während der gesamten Bauzeit begehbar. Auch der Bahnverkehr wird nicht eingeschränkt.

Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro brutto. Für die Umsetzung nutzt die Stadt verschiedene Förderprogramme von Bund und Land und erhält damit eine sehr hohe finanzielle Unterstützung.

„Wir wollen das Areal zu einem Ort machen, der nicht nur Verkehr – und zwar für alle – abwickelt, sondern auch Aufenthaltsqualität bietet“, erklärt Baudezernent Bernhard Adams. „Rund um den Haltepunkt wird es grüner, moderner und einladender. Wir schaffen hier einen Raum, der sowohl für den täglichen Schul- und Pendelverkehr als auch für die Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau attraktiv ist.“

Mit dem Umbau setzt die Stadt ihre Strategie fort, den öffentlichen Nahverkehr zukunftsfähig und barrierefrei zu gestalten. In den vergangenen Jahren wurden bereits über 50 Bushaltestellen barrierefrei umgebaut – weitere werden folgen.

Autor/in: Pressestelle