Amalienstraße: Regenüberlaufbecken installiert - Arbeiten im Zeitplan
Mit dem erfolgreichen Einsetzen einer neuen Regenwasser-Überlaufanlage am Steingleis (Kreuzung Gipserstraße) hat die Sanierung der Amalienstraße einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Arbeiten an der innerstädtischen Hauptverkehrsachse (B 39) liegen weiterhin im Zeitplan. Die Sperrung wird aber noch bis ins Jahr 2027 andauern.
Der kürzlich erfolgte Einbau stellte eine ingenieurtechnische Meisterleistung dar, wie sie nicht alle Tag in Neustadt umgesetzt wird. Das neue unterirdische Rückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 230 Kubikmetern ersetzt ein Bauwerk aus dem Jahr 1926, das den heutigen Anforderungen nicht mehr genügte.
Die neue Technik ist darauf ausgelegt bei Starkregenereignissen den Speyerbachs zu entlasten, indem es Regenwasser zwischenspeichert und kontrolliert ins Kanalnetz weiterleitet. Damit wird ein weiterer Beitrag zum Hochwasserschutz und zur ökologischen Entlastung des Gewässersystems geleistet. Denn bisher kam es vor, dass bei Starkregenereignissen auch Schmutzwasser in den Speyerbach geleitet werden musste.
400-Tonnen-Kran notwendig
Der Einbau erfolgte mithilfe eines 400-Tonnen-Krans. Mit diesem konnten die bis zu 36 Tonnen schweren vorgefertigten Betonteile millimetergenau eingesetzt werden. Die Koordination lag beim Eigenbetrieb Stadtentsorgung Neustadt (ESN), der auch die Schmutz- und Regenwasser-Kanäle erneuert. Mit dem Einsetzen des Beckens ist der Einlaufbereich abgeschlossen. Nun wird in weiteren tiefen Baugruben an den Seitenarmen des Beckens gearbeitet – ebenfalls mit Kran-Unterstützung.
Gesamtsanierung der Amalienstraße auf gutem Kurs
Die Maßnahmen gehören zur Gesamtsanierung der Amalienstraße auf einer Länge von 560 Metern zwischen der Talpost und der Hetzelstraße. Seit dem Frühjahr wird hier gebaut. Neben der Starkregenvorsorge und sämtlichen Ver- und Entsorgungsleitungen werden auch die Gehwege, Parkstände und Fahrbahn erneuert.
Die Sanierung war notwendig, da Frostschäden, Setzungen und eine mangelhafte Oberflächenentwässerung die Verkehrssicherheit sowie die Funktion des Ver- und Entsorgungsnetzes beeinträchtigten. So befanden sich die Gas- und Trinkwasserleitungen, größtenteils noch aus den 1950er Jahren, in schlechtem Zustand. Die neuen Leitungen bestehen aus Kunststoffen mit einer deutlich höheren Lebensdauer und Belastbarkeit.
Nach der Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur beginnt die städtische Tiefbauabteilung mit den Arbeiten am Straßenoberbau. Die Fahrbahn wird frisch asphaltiert, während die Gehwege – analog zur Talstraße – helle Muschelkalkpflastersteine erhalten.
Neue Bäume, bessere Wege, mehr Sicherheit
Im Rahmen der Neugestaltung wird auch das Stadtbild verbessert – vor allem mit 20 neuen Bäumen, die zum Großteil zwischen die Parkstände gepflanzt werden. Gleichzeitig entstehen durch die neue Anordnung der Parkflächen breitere Gehwege (bis zu 2,50 Meter). Verbessert wird auch die Sicherheit des Radverkehrs. Und: Die Bushaltestelle auf der Südseite (in Höhe Haus-Nr. 19) wird um etwa 75 Meter in Richtung Osten (auf Höhe Haus-Nr. 11/13) verlegt und barrierefrei gestaltet. Im Frühjahr 2027 soll alles fertig sein.
