Seiteninhalt
08.11.2021

Bedeutung der Medienkompetenz: Vortragsveranstaltung am 3. November 2021 durch die MINT Region Neustadt an der Weinstraße

Junge Menschen leben online. Sie organisieren ihren Alltag und vor allem auch ihre sozialen Kontakte im World Wide Web. Die Nutzung digitaler Medien ist mit zahlreichen Chancen aber auch mit Inhalts-, Kontakt- und Verhaltensrisiken verbunden. Unbedachter Umgang mit persönlichen Daten, Auslegung von Fake-News als wahre Begebenheiten und fristlose Kündigung wegen Veröffentlichung sensibler Informationen – je unbegrenzter die Möglichkeiten im weltweiten Netz sind, desto notwendiger ist die Sensibilisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Nutzung von Internet-Angeboten und der Interaktion in sozialen Netzwerken. Ein "Ausschalten" des medialen Einflusses ist nur noch schwer möglich. Medien sind allumfassend und präsent, auch wenn dies nicht immer sichtbar ist.

All dies thematisierte Holger Weber am Mittwoch, 3. November 2021, in seinem Vortrag zur "Bedeutung der Medienkompetenz" vor Schüler*innen der Berufsbildenden Schule Neustadt an der Weinstraße sowie des Leibniz-Gymnasiums und in einem Nachmittagsworkshop vor Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen. Organisiert wurde der „Medienkompetenz-Vortrag“ durch die MINT Region Neustadt an der Weinstraße in Verbindung mit ihren  Kooperationspartnern.

Die Enthüllungen des amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden über die illegale Massenüberwachung durch US-Geheimdienste führten der Welt die Risiken des Internets vor Augen und sind darum auch die Grundlage für Gegenmaßnahmen wie etwa die berühmt berüchtigte Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gewesen. Egal ob beim Surfen, Chatten oder Einkaufen - und das durch z.B. Kunden-Karten nicht nur beim Online-Shopping -, hinterlässt jedes noch so kleine Detail des Nutzungsverhaltens Spuren (sog. Cookies), wird gespeichert und analysiert. Wer hätte gedacht, dass die Bewegungen der Maus Rückschlüsse auf die Stimmungslage des Nutzers zulassen oder das eine Schwangerschaft anhand von Artikeln im Einkaufswagen bestimmt werden kann? Wie kann man sich aber vor diesen Gefahren schützen? Ein Tipp lautete, persönliche Informationen und Fotos in sozialen Netzwerken nur spärlich preiszugeben. Details auf eingestellten Fotos seien aufgrund der verwendeten Bilddateien immer besser erkennbar. „Das Internet vergisst nichts“, sagte Holger Weber und erläuterte unter anderem, dass auch längst gelöschte und vermeintlich nicht mehr sichtbare Web-Seiten jederzeit wieder abrufbar seien. „Der beste Schutz ist der gesunde Menschenverstand“, sagt Holger Weber. Ohne digitale Medien leben funktioniert nicht mehr, aber davor gewappnet sein ist Pflicht eines jeden Benutzers.

Diese Aufklärungspflicht fällt neben den Schulen verstärkt in den Bereich der Berufsausbildung. Nicht zuletzt aus dieser Entwicklung heraus ist seit diesem Jahr die „Digitalisierte Arbeitswelt“ eine von vier neuen Standardberufsbildpositionen, die zukünftig inhaltlich verpflichtend für alle Auszubildenden in jedem Ausbildungsberuf sein wird. Weitere nützliche Tipps und Informationen rund um das sichere Surfen und Agieren im weltweiten Netz gibt es hier.

Autor/in: Pressestelle