Tourist-Information
Stolpern über das Gedenken
Strauß war vor seiner Deportation ins Vernichtungslager Auschwitz Lehrer am Humanistischen Gymnasium. Dass die Verlege-Aktion gerade am Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium begonnen hatte, hängt mit der Initiatorin Hilde Schmidt-Häbel zusammen, die in mühevoller Kleinarbeit alle Daten und Fakten der Opfer zusammen trug.
Bei dieser Aktion werden Steine in den Boden vor die Häuser gebracht, in denen ehemalige jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger lebten, die im 3. Reich Opfer des Nationalsozialismus wurden. Mit den Steinen sollen Passanten im Vorübergehen zum "Stolpern", sprich zum Nachdenken über die NS-Opfer gebracht werden.
Eine Gedenktafel mit den Namen der Bewohnerinnen und Bewohner des damaligen Jüdischen Altenheims in der Hauberallee bildete am 6. März 2003 den Abschluss der Aktion "Stolpersteine in Neustadt an der Weinstraße". Zuvor waren in der Stadt und in den Weindörfern Geinsheim und Mußbach insgesamt 40 Stolpersteine für die Opfer des Nationalsozialismus verlegt worden. Alle Steine wurden durch Spenden finanziert.
Durch Beharrlichkeit, Ausdauer und durch mühevolle Nachforschungen hat die Initiatorin Hilde Schmidt-Häbel das Schicksal vieler jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger wieder in Erinnerung gebracht und dazu beigetragen, dass das schlimmste Kapitel deutscher Geschichte nicht vergessen bleibt.
Die Stolpersteine liegen an 15 Stellen im Stadtgebiet:
- Amalienstraße 4 und 33
- Arndtstraße 3
- Fröbelstraße 5
- Hauptstraße 47
- Hetzelstraße 15
- Hohenzollernstraße 4
- Kellereistraße 9
- Kurpfalzstraße 54
- Ludwigstraße 10
- Marktplatz (Modehaus Schmitt)
- Maximilianstraße 37
- Schwesternstraße 8
- Villenstraße 8 und vor dem Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium








