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Museen

Es sind nicht die großen Museumsbauten, die in Neustadt an der Weinstraße zum Museumsbesuch einladen; es sind mehrere kleine Museen, die einen Besuch lohnen.

Sei es das Stadtmuseum in der Villa Böhm mit seiner lebendigen Darstellung der fast 800-jährigen Stadtgeschichte oder das Otto-Dill-Museum der Manfred Vetter-Stiftung, das den berühmtesten Maler der Pfalz nach Max Slevogt zeigt. Das Bibelmuseum zeigt eine der kostbarsten deutschen Bibelausgaben und im Eisenbahnmuseum fühlen sich viele wie bei Lukas der Lokomotivführer. Das Weinbaumuseum im Herrenhof, dem ältesten Weingut der Pfalz zeigt schließlich Besonderheiten und Techniken des Weinbaus damals und heute.

Stadtmuseum Villa Böhm

Neustadter Geschichte zum Anfassen. Das Museum, untergebracht in neun Räumen im Erdgeschoss der Villa Böhm, bietet seinen Gästen eine Entdeckungsreise durch die fast 800 jährige Geschichte von Neustadt an der Weinstraße.

Besucher erleben ein Museum zum Anfassen und Bewegen: Originale Zeugnisse in Vitrinen mit Schubladen, Schaltern, beweglichen Täfelchen, Lampen, Büchern zum Blättern und vieles mehr: Moderne Terminals ergänzen und vertiefen die Themen in Bild, Ton und Text.

Öffnungszeiten:

Mittwoch und Freitag 16-18 Uhr
Samstag und Sonntag 11-13 Uhr und 15-18 Uhr

Bei Ausstellungen des Kunstverein Neustadt im Obergeschoss der Villa Böhm ist das Museum zusätzlich donnerstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Sonderöffnungszeiten für Gruppen und Schulklassen sind möglich. Führungen nach Vereinbarung.

Gebühren: Eintritt frei – Spenden erwünscht

Anschrift:

Stadtmuseum Villa Böhm
Maximilianstraße 25 / Villenstraße 16 b
67433 Neustadt an der Weinstraße

Kontakt (Verwaltung):

Stadtverwaltung Neustadt an der Weinstraße
Archiv & Museum
Stadtmuseum
Talstraße 148
67434 Neustadt an der Weinstraße
fon: +49 6321 855-540
fax: +49 6321 855-7540
museum@neustadt.eu

Veranstaltungen im Stadtmuseum Januar bis Juni 2017:

Veranstaltungsprogramm (Ausstellungen, Matineen, Mittwochstreffs) 1. Halbjahr 2017 auf einen Blick.

Virtuelle 360° Tour durch das Stadtmuseum Villa Böhm

Virtuelle 360° Tour durch das Stadtmuseum Villa Böhm

 

 

Der Förderverein Museum der Stadt Neustadt an der Weinstraße e.V.

Der Verein unterstützt das Museum der Stadt in seinem kulturellen und bildungspolitischen Auftrag.

Wir wollen die Museumsarbeit der Stadt, sowie das Sammeln und Erhalten von Kulturgütern inhaltlich und finanziell nach Kräften fördern und unterstützen. Wir wollen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit das Interesse an dem im Jahre 2004 wiedereröffneten Stadtmuseum wecken und es im Bewusstsein der Bürger verankern.
Wir bitten alle Neustadter Bürger und alle Museumsinteressierten, uns bei dieser Aufgabe zu unterstützen.

Jeweils am 1. Mittwoch im Monat finden die sogenannten Mittwochstreffs im Stadtmuseum statt (Vorträge, Konzerte, Kaffeerunden, Filmvorführungen und Exkursionen).

Der Verein hat zur Zeit 319 Mitglieder. (Stand 01/2017) 

Weitere Mitglieder sind uns herzlich willkommen (Der Jahresbeitrag beträgt 10,00 Euro).

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Helga Willer (1. Vorsitzende)
Telefon: 06321/84007
E-Mail: helga.willer(at)t-online.de

Otto Dill Museum

Das Otto Dill-Museum in der Rathausstraße 12 beherbergt über 150 Ölgemälde, zahlreiche Aquarelle und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Träger ist die gemeinnützige Manfred Vetter-Stiftung für Kunst und Kultur. 

Starke Katzen, schnelle Pferde: Otto Dill - ein Pfälzer Künstler: Otto Dill ist einer der bekanntesten und beliebtesten Pfälzer Tier- und Landschaftsmaler. Seine furiose Bewegungsdarstellung der Pferde, Löwen, Tiger, Rinder, der Löwenüberfälle, Stierkämpfe und seine Landschaften bersten vor expressiver Dynamik. Das private Otto-Dill-Museum, 2002 von der Manfred Vetter-Stiftung gegründet, verfügt über die weltweit größte Sammlung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen und präsentiert in jährlichem Wechsel Auszüge seiner Werke.

Am 04.06.1884 in Neustadt an der Weinstraße geboren, absolvierte Otto Dill erfolgreich eine Lehre als Verlagskaufmann und studierte anschließend von 1908 bis 1914 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in der Malklasse von Heinrich Zügel in München. Seine frühen Werke malte er dort nach Tiermodellen. Sie zeigen Kühe, Pferde und Schafe, später vermehrt auch Raubkatzen. Nach und nach entfernte sich Dill von der Genauigkeit und den Vorgaben der Modellmalerei. Begeistert von der Vitalität der wilden Kreaturen präsentiert er mit wenigen kräftigen Pinselstrichen Raubtiere. „Löwen und Tiger sind für mich der Inbegriff animalischer Kraft und Schönheit“, so sprach Otto Dill über sein Werk. Anfangs studierte Dill seine Objekte im Zoo, doch nach und nach stellte er die Katzen in ihrer natürlichen Umgebung dar und zeigt diese umgeben von tropischen Pflanzen und Wüstensand. Später erweiterte der Künstler das Thema und zeigt in seinen Ölgemälden Beduinen im dramatischen Kampf mit Löwen. Dills Ausdruck ist dabei äußerst expressiv. Seine Bildinhalte bleiben dabei aber stets figürlich.

Die Ferne - Quelle der Inspiration
Die Dynamik und Dramatik der Kampfbilder mit Löwen setzen sich in Dills Stierkampfbildern fort, die er vermehrt ab 1920 schuf. In diesen Werken über den berühmten „Corrida de Toros“ schildert der Künstler das spannende, turbulente Geschehen in der Arena ohne in der Darstellung von Bewegung und Kampf Details preiszugeben. Im Mittelpunkt steht die Konfrontation von Mensch und Tier, nicht das einzelne Objekt. Das gilt genauso für seine zahlreichen Pferdedarstellungen. Der Künstler reduziert sein Werk nicht auf anatomische Studien von Pferden, vielmehr schildert er Szenen aus Pferderennen, Polospielen oder stellt Jagdgesellschaften dar. Im Zentrum steht die Abbildung von Schnelligkeit und Bewegung. Ab 1922/23 widmete sich Dill erneut dem Motiv großer Raubkatzen. Der Ausdruck der Gemälde ist weicher, der Farbauftrag ruhiger und leichter, die Farbgebung erheblich heller.
1924 fuhr der Künstler über Sizilien und Malta nach Tripolis. Er fertigte unterwegs zahlreiche Aquarelle und Skizzen, die er später in Ölgemälden verarbeitete. 1929 führte ihn eine weitere Reise nach Nordafrika, dieses Mal nach Tunesien. Die Landschaft des Südens und ihre Exotik schienen ihn dort besonders zu faszinieren und die Landschaftsmalerei nahm nun mehr Raum in seinem Werk ein. In der Folge erschienen außerdem als neues Thema Kamelreiter in der Wüste sowie Darstellungen arabischer Reiterspiele. 

Malerische Heimat: Die Pfalz
Doch nicht nur ferne Abenteuer, exotische Tiere und Landschaften haben den Künstler begeistert, auch die heimische Umgebung machte er schon früh zum Thema seiner Bilder. Vor allem ab 1930 nach seiner Übersiedlung zurück in die Pfalz beeinflusst die Landschaft dort sein Werk. Er zeigt Weinberge, Felder sowie Ansichten umliegender Städte. Auch hier schafft er zunächst impulsive Gemälde mit breitem, expressivem Farbauftrag. Später folgen Landschaften und Stadtansichten in sensiblen, feinen Farbschichten.
Otto Dill hatte mit seiner Kunst bereits zu Lebzeiten Erfolg. Schon 1917 war er mit seinen Werken bei einer Ausstellung im Münchener Glaspalast vertreten. Als Mitglied der Münchner Sezession nahm er 1922 an zahlreichen Ausstellungen teil. 1924 erhielt er den Professorentitel. 1949 wurde er zum Ehrenbürger von Bad Dürkheim ernannt und noch im gleichen Jahr machte ihn die Akademie in München zum Ehrenmitglied. Am 6. Juli 1957 starb der Künstler im Alter von 73 Jahren in Bad Dürkheim.

Text: Julia Bundschuh

Weiterführende Informationen Otto Dill Museum

Eisenbahnmuseum

Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e. V. (DGEG): In einem der ältesten Lokschuppen Deutschlands ist das Eisenbahnmuseum Neustadt an der Weinstraße zu Hause. Auf den rund 4000 m² Ausstellungsfläche können über 40 historische Eisenbahnfahrzeuge und zahlreiche weitere eisenbahnspezifische Gegenstände präsentiert werden.

Die Spanne der gezeigten Fahrzeuge beginnt bei der pfälzischen Schnellzugdampflok Bauart Crampton "Die Pfalz" und reicht zur mittlerweile ebenfalls musealen Intercitylokomotive der Baureihe 103, die in Neustadt in der ausgefallenen Touristikzuglackierung zu bewundern ist. Ebenso sind viele weitere Lokomotiven und Wagen aus der Länder-, Reichsbahn- und Bundesbahnzeit zu bestaunen. Als Beispiel seien hier genannt die preußische T3 89 7159, die beiden einzeigen erhaltenen pfälzischen Tenderlokomotiven der Bauarten T1 und T5, die bayerische Schnellzuglok der Reihe S3/6, der elektrische Reichsbahn-Schnelltriebwagen ET 11 01, eine Dampfschneeschleuder Bauart Henschel, fünf betriebsfähige württembergische Personenwagen verschiedener Gattungen und noch viele mehr.

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag: 10.00-13.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag: 10.00-16.00 Uhr
(1. Januar und 25. Dez. geschlossen)
www.eisenbahnmuseum-neustadt.de

Das "Kuckucksbähnel"

Ein Erlebnis für jung und alt mit dem historischen Zug ins Elmsteiner Tal. Von Ostersonntag bis Mitte Oktober fährt der Dampfzug des Eisenbahnmuseums jeden 2. Sonntag von Neustadt über Lambrecht, Frankeneck, Erfenstein, Breitenstein und Helmbach - immer am Speyerbach entlang - bis zur Endstation Elmstein. Auskünfte erhalten Sie beim Eisenbahnmuseum.

Alle Infos und Fahrpläne unter:
www.eisenbahnmuseum-neustadt.de/kuckuck.html

Weinbaumuseum

im Herrenhof Neustadt-Mußbach: Das Weinbaumuseum ist im Getreidespeicher und Zehntkeller des historischen Herrenhofes eingerichtet. Der Museumsbestand umfasst Maschinen und Geräte, die überwiegend von Anfang des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts im Weinbau eingesetzt wurden.

Kein Ergebnis gefunden.

Im Hochparterre des Getreidespeichers können die Besucher alle Arbeiten des Winzers von der Anlage des Weinberges bis zur Lese und Kelterung der Trauben kennen lernen.
Im Zehntkeller wird über die Kellerwirtschaft informiert. Hier liegen die in pfälzischen Weinkellern verwendeten Halbstück-, Stück- und Mehrstückfässer. Werkzeuge des Wein- und Holzküfers sowie Geräte für die Weinklärung, zur Füllung und zur Lagerung von Flaschen werden gezeigt.
Im Johannitergarten vervollständigen alte und moderne Rebanlagen der Pfalz - vom Holzrahmenbau bis zur modernen Spalierdrahtanlage - die Weinbaulehrschau.

Weitere Informationen: Weinbaumuseum im Herrenhof Neustadt-Mußbach

Pfälzisches Bibelmuseum

mit Bibel-Ausstellung: Der Weg der Bibel durch die Jahrhunderte wird nacherlebt. Bestaunen kann man auch wertvolle Bibelausgaben wie die "Neustadter Bibel" von 1594 und "Luthers letzte Hand" von 1545.

Kein Ergebnis gefunden.

Erzähl-Zelt und archäologische Funde, mittelalterliche Schreibstube und originale Handschriften, frühe Bibeldrucke und eine Druckerpresse wie zur Zeit Gutenbergs - das Bibelmuseum Neustadt bietet eine lebendige Begegnung mit der Bibel und ihrer Geschichte.

Das ErlebnisBIBELmuseum in Neustadt an der Weinstraße hat einen neuen Film über seine Arbeit produzieren lassen. Diesen können Sie sich hier ansehen.

Ausstellung im Bibelmuseum Neustadt mit archäologischen Funden erweitert

Das Angebot des Bibelmuseums Neustadt ist um einige Attraktionen reicher. Durch Dauerleihgaben des Bibelmuseums Frankfurt und eigene Erwerbungen konnte der Schwerpunkt biblische Archäologie erweitert werden. Es sind besonders Alltagsgegenstände aus der Zeit des Alten und Neuen Testaments, die das Leben in biblischer Zeit erhellen sollen. Dazu gehören Öllampen aus drei Epochen – der Zeit der Propheten (8. Jahrhundert vor Christus), der Zeit des Herodes (um Christi Geburt) und der römischen Zeit (Zeit Jesu). Tonkrüge sowie ein seltenes Balsamfläschchen aus Glas zeigen, wie Nahrungsmittel und kostbare Flüssigkeiten aufbewahrt wurden. Originale und Repliken von Göttinnen aus der Zeit des Alten und Neuen Testament lassen entdecken, dass trotz des Monotheismus Frauen oft auch heimlich eine Muttergöttin verehrten, um einem nicht erfüllten Kinderwunsch Nachdruck zu verleihen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Schreibmaterialien aus biblischer Zeit – von Keilschrifttafeln über originale Papyrusteile und Tintenfässchen bis zu einer Replik eines Paulusbriefes. Hier gibt es bereits ein erlebnispädagogisches Angebot, Wachstafeln selbst herzustellen und damit zu schreiben. Da in der Zeit des Neuen Testaments die Römer Teile des Landes Israel beherrschten, werden original Rüstungs- und Waffenteile ausgestellt sowie einen Römerhelm zum Ausprobieren. Weitere Alltagsgegenstände sind Schmuck und medizinisches Gerät, das in römischer Zeit verwendet wurde. Modelle des Tempels in Jerusalem sowie eines Vierraumhauses zur Zeit des Alten Testaments zeigen, wie die Menschen gelebt und Gott verehrt haben.

Faksimile des Lorscher Evangeliars dem Bibelmuseum Neustadt gestiftet

Seit September 2014 ist im Bibelmuseum Neustadt an der Weinstraße ein wertvolles Faksimile des Lorscher Evangeliars zu sehen. Die Evangelienhandschrift gilt als eines der wertvollsten Schätze in der Geschichte des Buches als ein literarisches Prunkstück der Region Kurpfalz. Es wurde von Kaiser Karl dem Großen um das Jahr 810 in Auftrag gegeben und bis zum Raub der Bibliotheca Palatina im Dreißigjährigen Krieg (1622) im Kloster Lorsch und in Heidelberg aufbewahrt.

Weitere Informationen zum Evangeliar.

Ein Angebot des ErlebnisBIBELmuseums Neustadt an der Weinstraße zum Reformationsjubiläum: Themenführung „Der Druckermeister erzählt …“

Die Reformation war ein Medienereignis. Der Buchdruck, 1454 in Mainz durch Johannes Gutenberg erfunden, machte die schnelle Verbreitung der reformatorischen Ideen erst möglich. In Windeseile wurden so die 95 Thesen Martin Luthers oder Gedanken aus der Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ bekannt gemacht. Und auch die Bibel, ob das Neue Testament Luthers (1522), die Zürcher Bibel von Huldrych Zwingli (1530) oder Luthers vollständige Bibel (1534), konnte so erst unters Volk kommen. Sogar deutsche Bibeln der „Altgläubigen“ gab es in der Reformationszeit. 

„Der Druckermeister erzählt …“ ermöglicht eine lebendige Begegnung der „Schwarzen Kunst“ und mit der Zunft der Buchdrucker. Anhand von Bildern (als Computerpräsentation oder mithilfe laminierter Blätter) und originalen Drucken der Zeit wird in die Druckerzeugnisse des 15. und 16. Jahrhunderts eingeführt.

In die Rolle des Druckermeisters schlüpft Michael Landgraf, Leiter des Religionspädagogischen Zentrums und des ErlebnisBIBELmuseums Neustadt. Nächste Termine: 29.04.2017 (18 Uhr), 09.06.2017 (18 Uhr) und 10.09.2017 (15 Uhr). Weitere Informationen erhalten Sie beim Gästeservice der Tourist-Information Neustadt an der Weinstraße.

Gruppen können die Führung "Der Druckermeister erzählt" exclusiv buchen bei:
Gästeservice der Tourist-Information
Tel. 06321-926892, Fax 06321-926891
touristinfo@neustadt.eu

Öffnungszeiten des Bibelmuseums:

Dienstag und Donnerstag 9.00 - 17.00 Uhr
Gruppen und weitere Termine nach Vereinbarung

Gedenkstätte für NS-Opfer

Die Gedenkstätte für NS-Opfer konnte am 10. März 2013 eröffnet werden. Sie befindet sich in dem Arrestgebäude der ehemaligen Turenne-Kaserne (heute: Quartier Hornbach).

In dieser Kaserne eröffneten die Nationalsozialisten am 10. März 1933 ein so genanntes Schutzhaft- und Arbeitslager. Das Lager zählt zu den frühen Konzentrationslagern und diente den Nationalsozialisten zur Einschüchterung ihrer politischen Gegner. Nahezu 500 Männer aus mehr als 80 Gemeinden in der Pfalz wurden hier wochenlang gefangen gehalten und misshandelt. Die meisten der Häftlinge waren SPD-Mitglieder, Kommunisten oder Gewerkschafter. Unter ihnen: Arbeiter, Ärzte, Bäcker, Buchdrucker, Bürgermeister, Chorsänger, Dachdecker, Gastwirte, Gipser, Kapellmeister, Landwirte, Lehrer, Maler, Maurer, Metzger, Pfarrer, Polizisten, Rechtsanwälte, Schlosser, Schneider, Schreiner, Schumacher, Steinmetze, Viehhändler, Waldarbeiter und Winzer.

Der Förderverein der Gedenkstätte, der sich im Jahre 2009 gründete, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an die Ereignisse von damals wach zu halten und der Opfer zu gedenken. Malu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, ist Schirmherrin der Gedenkstätte.

Die Gedenkstätte wurde als Museum und Geschichtswerkstatt eingerichtet. Sie ist sonntags von 14 bis 16 geöffnet. Für Gruppen und Schulen auf Anfrage auch zu anderen Zeiten. Informationen unter +49 (0)172/7474419 oder per Email: info@gedenkstaette-neustadt.de

Weitere Informationen: Gedenkstätte für NS-Opfer Neustadt an der Weinstraße

 

Weinstraßenatelier Ludwig Fellner

Das Königsbacher Künstlerhaus des im Jahre 2006 verstorbenen Neustadter Malers Ludwig Fellner präsentiert in lichten und sonnendurchfluteten Räumen Werke des Künstlers, vor allem farbintensive Aquarelle, eine der Lieblingstechniken von Ludwig Fellner. 

Ludwig Fellner wurde 1917 im bayerischen Dettenheim geborenen und hat von 1962 an bis zu seinem Tod im Neustadter Weindorf Königsbach gelebt und gearbeitet. Er war über viele Jahrzehnte eine der wichtigsten Konstanten der Neustadter und Pfälzer Kunstszene. Nun präsentiert die Witwe Ingrid Fellner den Nachlass ihres Mannes.

Das Haus ist tief in den Hang eingegraben und öffnet sich mit einer Glasfront zur Rheinebene hin. Mitunter aus Geldknappheit hat der Künstler viel Eigenleistung erbracht, wie beispielsweise die Treppenstufen und das Bad mit farbigen Zementgusskacheln verziert. Diese hat er alle selbst gegossen und zurechtgeschnitten - mit einem Brotmesser, wie sich die Witwe erinnert. Am 14. April 1962 wurde das Weinstrassen-Atelier eingeweiht, nachdem Ludwig Fellner beim Atelierbau selbst tüchtig mit Hand angelegt hatte.
Neben mittlerweile romantisch verwitterten Betonskulpturen ist das Haus mit Wandmosaiken  aus Spezialglas aus dem Fichtelgebirge im Außenbereich dekoriert. An Fellners Begeisterung für die Seefahrt erinnert ein in die Wand eingelassenes Bullauge. Diese viele schönen künstlerischen Details kommen nach der Renovierung noch viel deutlicher zum Vorschein als früher. Aber auch authentische Lebensspuren des Künstlers gibt es noch genügend zu sehen - Pinsel, Farben, Druckplatten, der Aquarellkasten, in dem typisch für einen Landschaftsmaler die Farben Grün und Blau aufgebraucht sind.

Hier gibt es die bekannt farbintensiven Aquarelle von Ludwig Fellner zu betrachten, aber auch Bilder in zarter Farbgebung sowie grafisch wirkende Pinselzeichnungen in schwarzweiß. Natürlich aber dürfen auch bei der diesjährigen Ausstellung die bekannten Pfalz-Motive nicht fehlen.

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:

April bis Ende Oktober (im Winter geschlossen)
Samstag und Sonntag 14.00–18.00 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Das Ateliercafé Ludwig Fellner an allen Öffnungstagen:

Kunst-Kaffee-Kuchen oder eine andere Erfrischung kann man in der kleinen »Cafeteria« auf der schönen Sonenterrasse mit Blick in die Weinberge und in den Räumen genießen.

Kunstnachmittag - eine gemeinsame Entdeckungsreise im Weinstraßenatelier: Gehen Sie als Gruppe, mit Ihrem Freundeskreis, der Familie, dem Verein oder dem Kollegenkreis gemeinsam im Weinstraßenatelier auf Entdeckungsreise. Oder Sie laden zum Kunstnachmittag ein und feiern Ihren Geburtstag, Namenstag oder einen anderen Anlass mit ihren Freunden in einer überraschenden und inspirierenden Umgebung.

"Kunst-Kaffee-Kuchen" unter dem Hartenberg:

Eine gemütliche Wanderung über die Klausenkapelle zum Weinstraßenatelier, in dem man eine genussvolle Pause mit Kunst, Kaffee und Kuchen einlegen kann.

Wandertipp für eine einfache Wanderung:

«Mit Panoramablick von Gimmeldingen nach Königsbach zu Kunst, Kaffee und Kuchen«

“Von Deidesheim durch Weinberg, Wald und Paradiesgarten zu Kunst - Kaffee - Kuchen“

Anschrift:
Ludwigs Fellners Weinstrassen-Atelier
Erika-Köth-Straße 69
67435 Neusadt-Königsbach
Tel. 06321-870998
www.weinstrassenatelier.de